Videobotschaft
100 Tage neue Entwicklungspolitik
Berlin, 04.02.2010
"Vor 100 Tagen habe ich mein Amt als Bundesentwicklungsminister angetreten. Das ist eine spannende Aufgabe und deswegen freue ich mich über dieses neue, anspruchsvolle Tätigkeitsfeld. Entwicklungszusammenarbeit wird als globale Struktur- und Friedenspolitik verstanden. Sie trägt dazu bei, Krisen und Konflikte friedlich zu bewältigen. Entwicklungszusammenarbeit soll aber auch helfen, knappe Ressourcen gerechter zu verteilen und unsere Umwelt auch für die nächsten Generationen zu bewahren. Und sie soll helfen, die weltweite Armut zu verringern. Dafür steht diese Bundesregierung. Dafür stehe ich." mehr
Technische Zusammenarbeit
Namibiareise
Entwicklungspolitik der EU
Zusammenarbeit konkret
Beispiele
Selbst anpacken für ein gewaltfreies Zusammenleben
Die jahrzehntelangen Kämpfe zwischen Staat, Guerillagruppen und Paramilitärs haben zu riesigen Flüchtlingsströmen in die Stadtrandbezirke der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá geführt. Hier stehen die – oft traumatisierten – Vertriebenen vor großen sozialen Problemen, die für neue Gewalt sorgen. Lösungen können nur unter Beteiligung der Betroffenen selbst gefunden werden.

Projektname: Konfliktbewältigung und Gewaltprävention in Stadtrandgebieten (Convivencia)
Ziel: Stärkung der Zivilgesellschaft, friedliche Konfliktlösung in den besonders armen Stadtrandbezirken im Süden Bogotás
Strategie: Verbesserung der Infrastruktur unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung, soziale Programme für Jugendliche, Beratungsangebote zur Eindämmung familiärer Gewalt
Deutscher Beitrag: 13 Millionen Euro
Laufzeit: seit 1999
Beispiele
Wasser ist Leben
"Wasser ist Leben" lautet das Motto des tansanischen Wasserministeriums und des deutschen Programms in diesem Bereich. Es passt auf die Umgebung des Kilimandscharo besonders gut. Die Hänge des höchsten Bergmassivs Afrikas mit seinen fruchtbaren Böden sind dicht besiedelt. Ergiebige Wasserquellen gibt es aber nur in der oberen geschützten Waldzone. Fast eine Million Menschen sind auf dieses Wasser angewiesen. Es muss über viele Kilometer bis in die Ebene transportiert werden, wo die halbnomadischen Massai leben.

Projektname: Ländliche Wasserversorgung Hai-Distrikt
Ziel: Versorgung der Bevölkerung mit unbedenklichem Trinkwasser
Strategie: Bau von Zapfstellen, Hausanschlüssen, Leitungen; Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von Wartungskonzepten und Buchhaltungssystemen und bei der Einrichtung von Wasserschutzgebieten, Unterstützung der Instandsetzung und Erweiterung des Wasserversorgungssystems
Deutscher Beitrag: 27,1 Millionen Euro (in vier Phasen)
Beitrag der EU-Wasserfazilität: 3,75 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 1990 bis Ende 2008
Beispiele
Schutz für Tiere und Pflanzen
Der rund 86.000 Hektar große Nationalpark Phong Nha-Ke Bang liegt im Westen der Provinz Quang Binh in Zentralvietnam unmittelbar an der Grenze zu Laos. Wegen seiner einzigartigen Karstformationen wurde er im Jahr 2003 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Der Park ist außerdem durch eine besonders reiche Biodiversität mit einer großen Anzahl endemischer (also nur in der Region vorkommender) Arten geprägt. Manche von ihnen wurden erst in diesem Jahrzehnt entdeckt. Die biologische Vielfalt des Parks ist jedoch durch illegale oder unsachgemäße Nutzung gefährdet.

Projektname: Integrierter Naturschutz und nachhaltige Naturressourcenbewirtschaftung in der Phong Nha-Ke Bang Region, Vietnam
Ziel: Bewirtschaftung und Schutz der natürlichen Ressourcen und die sozio-ökonomische Entwicklung in der Region Phong Nha Ke Bang verbessern
Strategie: Das Projektkonzept verknüpft Naturschutz und nachhaltige Entwicklung der Projektregion und ihrer Bevölkerung
Deutscher Beitrag:
insgesamt 17,6 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2007 bis 2016
Beispiele
Wirtschaft braucht Experten
Die äthiopische Volkswirtschaft ist in vielen Bereichen noch nicht ausreichend entwickelt. Sie leidet unter fehlender Wettbewerbsfähigkeit, einem niedrigen Leistungsniveau und weit verbreiteter Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Gründe dafür sind unter anderem der lange andauernde Bürgerkrieg und die bis 1991 herrschende sozialistische Zentralverwaltung. Ein nationales Programm soll jetzt mit deutscher Unterstützung den privaten Sektor stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Industriebetriebe verbessern.

Projektname: Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Ziel: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Industriebetriebe, Schaffung von Arbeitsplätzen
Strategie: Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft, Reform der Ausbildung auf allen Ebenen, Einführung international anerkannter Standards, enge Verzahnung von finanzieller Förderung und technischer Beratung
Deutscher Beitrag: 53 Millionen Euro (Technische Zusammenarbeit durch die GTZ) und 38,6 Millionen Euro (Finanzielle Zusammenarbeit durch die KfW Entwicklungsbank)
Geplante Laufzeit: November 2005 bis Dezember 2011 (die ersten beiden Phasen)
Nachrichten
08.02.2010
Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz: Interessen- und wertegeleitete Entwicklungs-
politik in Freiheit und Verantwortung
zur Pressemitteilung
08.02.2010
Initiative "Wasser für Afrika" – Gudrun Kopp übernimmt Schirmherrschaft
zur Pressemitteilung
05.02.2010
Internationaler Aktionstag gegen weibliche Genitalverstümmelung
Niebel: Verstärktes Engagement auch in Deutschland
zur Pressemitteilung



