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EITI

Neue Handreichung veröffentlicht: Wirksames Monitoring und Evaluierung der Extractive Industries Transparency Initiative


05.07.2017 |

Das Sektorprogramm Rohstoffe und Entwicklung veröffentlichte im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im September 2016 eine Studie zur kritischen Reflektion der Effektivität und erzielten Wirkungen der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI). Vor dem Hintergrund des 2013 verabschiedeten EITI Standards, liefert diese Studie eine umfassende Bewertung der bisher erzielten Wirkungen der Initiative. Die Studie schloss mit einer Reihe von Empfehlungen für ein effektives Monitoring & Evaluierung (M&E) Verfahren zur Messung der bisherigen Erfolge bei der Implementierung der EITI. Sie gab somit einen umfassenden Überblick über die Strategie, die zur Verbesserung der bisher eher schwachen nationalen M&E Systeme verfolgt werden sollte.

Die Entwicklung eines M&E Systems, welches nicht nur die Aktivitäten, sondern auch die tatsächlichen Wirkungen der EITI miteinbezieht, wurde dabei als größte Herausforderung erkannt. Das Sektorprogramm Rohstoffe und Entwicklung entwickelte deshalb die „Guideline for Monitoring and Evaluation of EITI Implementation“. Die Handreichung basiert auf der EITI–Impact Studie.

Die M&E Guideline hilft den EITI Stakeholdern, ein ergebnisorientiertes, länderspezifisches M&E System zu implementieren und komplementiert somit die offiziellen EITI guidance notes. Um herauszufinden, ob die Aktivitäten und Ergebnisse eines nationalen EITI Programms tatsächlich den grundlegenden Zielen zugutekommen, die ein Land mit der Implementierung der EITI verfolgt, sollten insbesondere die Wirkungen von EITI-Aktivitäten erfasst werden. Einen eindeutigen Zusammenhang zwischen kurz- und langfristigen Wirkungen herzustellen, gestaltet sich jedoch als äußert schwierig. Zur Vermeidung dieser sogenannten „attribution gap“ (Zuordnungslücke) empfiehlt die Handreichung, das SMART Framework anzuwenden, um unmittelbar erreichte Ergebnisse und tatsächliche Wirkungen realisierbar und messbar zu gestalten. Der nationale EITI-Arbeitsplan sollte die einzelnen Elemente innerhalb des Wirkungsmodells klar voneinander trennen (s. Grafik).

Zuletzt stärkt ein zuverlässiges M&E System die gegenseitige Rechenschaftspflicht von Regierung, Unternehmen und Zivilgesellschaft und trägt zur Aufrechterhaltung des politischen Willens eines Landes, die EITI Bestimmungen stetig umzusetzen, bei.

Diese Handreichung befindet sich weiterhin in Arbeit: Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Fallstudien und ziehen diese gerne für zukünftige Versionen in Betracht. Bitte senden Sie ihre Vorschläge und Anregungen an X4D@giz.de.

Für weitere Informationen kontaktieren sie gerne Anna Kravtsenko.


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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