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International

Agenda 2030 - Sustainable Development Goals

Sustainable Development Goals

Im September 2015 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Diese Agenda ist die Grundlage für die Gestaltung des weltweiten wirtschaftlichen Fortschritts im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und den ökologischen Grenzen der Erde. Kernstück der Agenda sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Deutschland hat sich zu einer ehrgeizigen Umsetzung dieser Agenda verpflichtet. Die Agenda 2030 dient Deutschland als Kompass – nicht nur für die Entwicklungspolitik, sondern für alle Politikfelder.

Die Rohstoffwirtschaft kann potentiell auf alle 17 SDGs positive Auswirkungen haben, wie in den Publikationen Mapping Mining to the Sustainable Development Goals und Mapping the Oil and Gas Industry to the Sustainable Development Goals umfassend darlegt wird.

Das Sektorprogramm Rohstoffe und Entwicklung (R&E) trägt durch seine vielfältigen Aktivitäten zur Erreichung einiger SDGs in besonderer Weise bei. Starke Bezugspunkte existieren vor allem zu SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) und SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur). Mit der Etablierung verantwortungsvoller Lieferketten trägt R&E zum Beispiel zur Formalisierung des Kleinstbergbaus und der Vermeidung von Kinderarbeit bei. Die Initiative Enterprise around Mining und der Mining Local Procurement Reporting Mechanism für lokale wirtschaftliche Entwicklung haben zum Ziel, durch Diversifizierung und Erhöhung des Anteils lokaler Wertschöpfung die Beschäftigung lokaler Arbeitskräfte im Rohstoffsektor zu erhöhen. Auch die Erreichung von SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) steht im Fokus von R&E, beispielsweise durch die Identifikation regulatorischer Schwachpunkte beim Abfackeln von Erdölbegleitgasen, dem so genannten „Gas Flaring“, und der Erarbeitung von Lösungsansätzen. Im Rahmen der Stranded Assets Diskussion beteiligt sich R&E darüber hinaus an der Entwicklung neuer Nachhaltigkeitsstrategien für den Rohstoffsektor, um die steigende Nachfrage nach extraktiven Rohstoffen und die Erreichung des 2 Grad Ziels in Einklang zu bringen.

Auch Themen im Kontext von SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) spielen eine zentrale Rolle im Rohstoffsektor. Durch die Förderung der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) leistet R&E einen Beitrag zur Korruptionsbekämpfung und zum Aufbau robuster Institutionen im Rohstoffsektor. Das Sektorprogramm unterstützt weiterhin die Entwicklung und Verbreitung von Herkunftsnachweisen und Zertifizierungen im Rohstoffsektor und leistet damit einen Beitrag zur Eindämmung des Handels von Konfliktrohstoffen.

Schließlich ist SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele) ein Kernanliegen für R&E. Die Mobilisierung von Eigeneinnahmen zur Finanzierung der SDGs stellt eine große Herausforderung für viele Entwicklungsländer dar. Insbesondere Einnahmen aus dem Rohstoffsektor benötigen starke staatliche Institutionen und sektorspezifische Expertise in den Regierungsbehörden, um nachhaltig eingesetzt werden zu können. Das mit Hilfe von R&E veröffentlichte Toolkit for Transfer Pricing Risk Assessment for the African Mining Industry greift diese Problematik auf und unterstützt unsere Partnerländer bei der Aufdeckung und Bekämpfung von illegitimen Steuervermeidungspraktiken durch multinationale Konzerne. Ziel ist, dass der Rohstoffsektor einen wertvollen Beitrag zur Finanzierung der SDGs leisten kann. Einen weiteren Beitrag zur Mobilisierung von Eigeneinnahmen leistet das Sektorprogramm durch Unterstützung und aktive Ausgestaltung der G7 CONNEX Initiative. Die Initiative unterstützt Regierungen bei der Aushandlung komplexer Vertragsverhandlungen im Rohstoffsektor, mit dem Ziel faire Verträge zu gestalten und so den Beitrag des Sektors zur Entwicklung des Landes zu erhöhen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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