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International

Marshallplan mit Afrika

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Mit dem Marshallplan mit Afrika richtet das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seine Zusammenarbeit mit den Staaten Afrikas neu aus. Das Ziel ist eine partnerschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und Afrika, auf Werten basierend und ausgerichtet an gemeinsamen Interessen. Der Marshallplan fordert daher eine Stärkung der Eigenverantwortung der afrikanischen Staaten sowie eine Abkehr von der „Geber und Nehmer“-Philosophie, eine Wandlung vom Freihandel zum fairen Handel und einen permanenten Sitz für Afrika im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Der Marshallplan ist ein Zukunftsvertrag mit Afrika, welcher von drei Säulen gestützt wird:

  1. Wirtschaft, Handel und Beschäftigung
  2. Frieden und Sicherheit
  3. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Dabei werden in allen Bereichen insbesondere die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen, sowie die der jungen Generation allgemein, in den Fokus gerückt. Auch Die Chancen der Digitalisierung werden verstärkt gefördert.

Das Sektorprogramm Rohstoffe und Entwicklung setzt mit seinen Aktivitäten zentrale Forderungen des Marshallplans um. Beispielsweise soll dem Bedarf der jungen Generation Afrikas nach Bildung und Beschäftigung unter anderem durch einen Ausbau der Wertschöpfungsketten Rechnung getragen werden. Mit den Aktivitäten Enterprise around Mining und dem Mining Local Procurement Reporting Mechanism fördert Rohstoffe und Entwicklung den Ausbau von Wertschöpfung im lokalen Umfeld des Bergbaus. Durch die Unterstützung von lokal fertigenden Unternehmen der Bergbauzuliefererindustrie werden Arbeitsplätze geschaffen und wirtschaftliche Entwicklung und Diversifizierung vorangetrieben.

Ein weiteres im Marshallplan verfasstes Anliegen zur Mobilisierung von Eigeneinnahmen (Domestic Resource Mobilization) unterstützt Rohstoffe und Entwicklung mit seiner Arbeit zum Thema öffentliche Finanzen im Rohstoffsektor. Neben der Förderung globaler Initiativen wie der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI), unterstützt Rohstoffe und Entwicklung Finanzbehörden in Partnerländern mit einem aktiven Rohstoffsektor bei der Aufdeckung und Vermeidung von Steuerrisiken (wie z.B. Gewinnverlagerung multinationaler Konzerne in Länder mit niedriger Steuerbelastung mit Hilfe von Transfer Pricing Mechanismen) und hilft ihnen somit das Potential des Rohstoffsektors zur Generierung von Staatseinnahmen gezielter auszuschöpfen. Nationale Entwicklungsziele können somit zu größeren Anteilen durch Eigenmittel finanziert werden.  

Lexikon der Entwicklungspolitik

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