Wasserversorgung in Uganda

Uganda: Wasserversorgung garantieren

Die Region um die Stadt Gulu im Nordwesten Ugandas war lange Zentrum des bewaffneten Konflikts zwischen dem ugandischen Militär und der Rebellengruppe Lord Resistance Army. Durch die bewaffneten Auseinandersetzungen wurde die vorhandene Infrastruktur zerstört und kaum neue Investitionen getätigt.

Nach Beendigung des Konflikts kehrten die Binnenflüchtlinge in ihre Heimat zurück, was zu einem sprunghaften Bevölkerungswachstum insbesondere in den informellen Stadtgebieten führte, die ohnehin schon mit grundlegender Infrastruktur schlecht versorgt waren. Die vorherrschende Wasserknappheit verschlechtert die Versorgungslage zudem.

Bau eines Wasserdamms

Seit Ende 2016 fördert die deutsche Entwicklungspolitik über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die KfW Entwicklungsbank die Unterstützung von Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden in Norduganda auch bei der Wasser- und Sanitärversorgung.

In der Region um die Stadt Gulu engagiert sich die KfW Entwicklungsbank für eine zügige Verbesserung der Wasserversorgung. Insbesondere die informellen Siedlungsgebiete werden unter anderem durch den Bau eines Wasserdamms mit sicherem Trinkwasser zu angemessenen Preisen versorgt.

Toiletten sollen nicht nur im öffentlichen Raum zur Verfügung stehen, sondern im Privathaushalt. Zudem soll die Hygiene durch ein funktionierendes Abfallentsorgungssystem verbessert werden. Das Regenwasser, das in der Vergangenheit bei Starkregenereignissen zu Überschwemmungen geführt hat, wird gesammelt, aufbereitet und für die Wasserversorgung der Stadt genutzt. Die Planung der städtischen Infrastruktur findet dabei unter Mitsprache aller relevanten Stakeholder statt.