Afrika: Menstruationshygiene

Afrika: Menstruationshygiene

Gute Menstruationshygiene ist Voraussetzung für Gesundheit, Bildung und Berufschancen von Frauen und Mädchen. Die UNESCO schätzt, dass jedes zehnte Mädchen in Afrika während ihrer Periode nicht zur Schule geht. Obwohl Menstruation ein ganz normaler biologischer Prozess ist, ist das Thema in den meisten Ländern noch immer ein großes Tabu. Frauen und Mädchen werden stigmatisiert und ausgegrenzt, das Thema Menstruationshygiene auf allen Ebenen vernachlässigt.

Sport- und spielbasierte Menstruationshygieneaufklärung

Ein Beispiel für das deutsche Engagement in Afrika zum Thema Menstruationshygiene ist das vom BMZ kofinanzierte Projekt "WASH Capacity Building" der deutschen Nichtregierungsorganisationen WASH United und streetfootballworld, das 2016 und 2017 in Kenia, Ruanda, Uganda und Tansania durchgeführt wurde. Im Rahmen des Projekts entwickelten WASH United und streetfootballworld zusammen mit lokalen Mitgliedsorganisationen des streetfootballworld-Netzwerks innovative sport- und spielbasierte Aufklärungsinhalte für Mädchen zwischen 9 und 17 Jahren, welche dann mit lokalen Partnern umgesetzt wurden.

Durch das Projekt konnten insgesamt 131 Mitarbeiterinnen lokaler NROs mit dem Schwerpunkt Sport für Entwicklung zu Trainerinnen für Menstruationshygiene ausgebildet und über 7.300 Mädchen und Jungen über Menstruation und Menstruationshygiene aufgeklärt werden. Nach dem erfolgreichen Projekt in Kenia haben WASH United und streetfootballworld die Trainingsinhalte weiter verbessert und für Indien angepasst, wo sie aktuell umgesetzt werden. Pläne für eine Verbreitung in weitere Länder in Afrika und Asien sind in der Vorbereitung.