Web-App: Tourismus

Tourismus – eine Chance für nachhaltige Entwicklung

Immer mehr Menschen reisen. Im Jahr 2019 wurden weltweit etwa 1,5 Milliarden internationale touristische Ankünfte verzeichnet. Das sind etwa sechs Prozent mehr als noch im Vorjahr. Es wird erwartet, dass der globale Tourismus bis 2030 auf knapp 2,2 Milliarden Ankünfte anwächst.

Der Tourismussektor wächst nicht nur schnell und beständig, er ist auch einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige der Gegenwart. Im Jahr 2018 trug er mehr als zehn Prozent zur globalen Wirtschaftsleistung bei. Etwa jede beziehungsweise jeder zehnte Angestellte auf der Welt hat einen Job, der im direkten Zusammenhang mit dem Tourismus steht. – Die weltweite wirtschaftliche Bedeutung der Tourismusbranche ist somit höher als beispielsweise die der Automobilindustrie. Weiterlesen

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Deutsches Engagement für nachhaltigen Tourismus

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat das Ziel, die Potenziale des Tourismus für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen und mögliche Risiken wie klimaschädliche Auswirkungen und die Übernutzung von Naturräumen zu minimieren.

Bei der Förderung von Tourismus in seinen Partnerländern setzt sich Deutschland für die Wahrung der Menschenrechte und die Einführung und Umsetzung von sozialen und ökologischen Mindeststandards ein. Weiterlesen

Beispiele aus der Praxis

Beispiele aus der Praxis

KAZA: Naturschutz über alle Grenzen hinweg

Im südlichen Afrika ist eines der größten Naturschutzgebiete der Welt entstanden. 36 Schutzgebiete und Nationalparks in Angola, Sambia, Simbabwe, Botsuana und Namibia wurden zur Kavango Zambezi Transfontier Conservation Area (KAZA TFCA) verbunden.

Agrotourismus in Kirgisistan

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Kirgisistan zu erhöhen, fördert Deutschland ihre nachhaltige Entwicklung. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen verschiedene Branchen, unter anderem der Agro-Ökotourismus.

Marokko: Tourismus für die Zukunft

In ländlichen Regionen Marokkos gibt es nur wenige Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten. Gleichzeitig bieten diese Gegenden unberührte Natur sowie zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Entwicklung der südlichen Küstenregion Albaniens

Die Besucherzahlen in den Küstenregionen im Süden Albaniens wachsen, allerdings profitiert die einheimische Bevölkerung bisher nur wenig davon. Deutschland unterstützt die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Malawi: Mehr Arbeitsplätze im ländlichen Raum

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Malawi hat das Ziel, in ländlichen Regionen Einkommen und Beschäftigung zu schaffen, um die Armut zu vermindern. Eine große Chance dazu bietet der Tourismus.

Tourismus im Westen Nepals erschließen

Obwohl der Westen Nepals Touristen viel zu bieten hat, ist das Potenzial der Region noch nicht ausgeschöpft. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die nepalesische Regierung deshalb bei der Förderung des Tourismussektors.

Madagaskar: Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Deutschland unterstützt die Regierung Madagaskars beim Schutz der Artenvielfalt und fördert nachhaltige Nutzungsformen der natürlichen Ressourcen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausweitung von Ökotourismus.

Äthiopien: Nachhaltiges Nationalpark-Management

Die Tourismusförderung in Äthiopien konzentrierte sich bisher vor allem auf historische und kulturelle Attraktionen, wie die neun UNESCO-Welterbestätten im Land. Doch Äthiopien verfügt auch über eine reiche biologische Vielfalt, die touristisch besser genutzt werden könnte.

Südliches Afrika: Grenzüberschreitende Schutzgebiete einrichten

Um die Artenvielfalt zu erhalten, unterstützt die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) die Einrichtung grenzüberschreitender Schutzgebiete in der Region und entwickelt Programme und Strategien für ihr nachhaltiges Management.

Ruanda: Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung durch Tourismus

Die Regierung will den Tourismussektor in Ruanda weiterentwickeln und hat bereits 2009 einen Masterplan erstellt. Im Rahmen des "Programms zur Förderung von Wirtschaft und Beschäftigung" (Eco-Emploi) unterstützt Deutschland die Umsetzung des Plans.

Jordanien: Neue Tourismusstrategie entwickeln

Durch die schwierige politische Lage in den Nachbarländern ist der Tourismussektor in Jordanien in eine tiefe Krise geraten. Darum sollen neue nachhaltige Tourismusstrategien entwickelt werden, die lokale Gemeinden aktiv miteinbeziehen.

Laos: Nachhaltigen Tourismus fördern

Tourismus ist ein wichtiger Wachstumssektor für Laos. Er trägt wesentlich zur Entstehung neuer Arbeitsplätze bei und ist ein bedeutender Devisenbringer. Deutschland unterstützt lokale Partner bei einer nachhaltigen Tourismusentwicklung und bei der Anwendung der ASEAN-Tourismusstandards.

Laos: Die Artenvielfalt der Hin-Nam-No-Region bewahren

Das an der Grenze zu Vietnam gelegene nationale laotische Schutzgebiet Hin Nam No ist eine der ausgedehntesten Karstregionen der Welt. Hier leben bedrohte Tierarten wie zum Beispiel Leoparden und es gibt eine große Vielfalt von Pflanzenarten. Deutschland unterstützt den Schutz der Region.

Myanmar: Lokale Gemeinden in den Tourismussektor integrieren

Seit Beginn des politischen Transformationsprozesses steigt die Zahl der Menschen, die Myanmar besuchen. Deutschland unterstützt Myanmar bei der Integration lokaler Gemeinden in den Tourismussektor.

Palästinensische Gebiete: Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung durch Tourismus

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Palästinensischen Gebieten im Bereich "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigungsförderung" unterstützt Deutschland den Reiseveranstalterverband HLITOA bei der Entwicklung von neuen Reiserouten.

Nordmazedonien: Tourismus als Motor für ländliche Entwicklung

Für Naturliebhaber ist Nordmazedonien ein Geheimtipp: Der kleine Binnenstaat im Zentrum der Balkanhalbinsel bietet Berge, Seen und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Die Regierung fördert den Tourismussektor als Mittel zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Deutschland unterstützt das Land dabei.

Mongolei: Mehr Einkommen durch Tourismus

Im Rahmen einer trilateralen Zusammenarbeit mit Thailand und der Mongolei fördert Deutschland ein Projekt zur nachhaltigen Tourismusentwicklung, das sich auf drei mongolische Provinzen konzentriert. Ziel ist es, die Beschäftigungschancen in ländlichen Gebieten zu erhöhen und das bestehende Einkommen der Bevölkerung durch Einnahmen aus dem Tourismus zu ergänzen.

Togo: Regionale Entwicklung durch Tourismus fördern

Im Rahmen eines Programms zur Unterstützung von guter Regierungsführung und Dezentralisierung fördert Deutschland in Togo Maßnahmen zur Tourismusentwicklung in Kpalimé. Ziel ist es, Tourismus zu einem wirtschaftlichen Standbein für die Entwicklung der Region zu machen.