Südliches Afrika: Schutzgebiete

Südliches Afrika: Grenzüberschreitende Schutzgebiete einrichten

Die Naturlandschaft und die kulturelle Vielfalt des südlichen Afrikas ziehen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an. 2017 kamen rund 25 Millionen ausländische Touristinnen und Touristen in die Region, in den nächsten zehn Jahren soll die Zahl auf über 40 Millionen steigen. Der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Natur und des kulturellen Erbes sind wichtige Voraussetzungen für die weitere positive Entwicklung des Tourismus in der Region.

Nachhaltiges Management der Schutzgebiete

Die Ökosysteme im südlichen Afrika werden durch das Wachstum der Bevölkerung und die dadurch erforderliche Ausdehnung landwirtschaftlich genutzter Flächen bedroht. Die Entwaldungsrate in der Region ist die höchste in Afrika. Die Wilderei nimmt seit einiger Zeit auch in geschützten Gebieten wieder zu.

Um die Artenvielfalt zu erhalten, unterstützt die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) die Einrichtung grenzüberschreitender Schutzgebiete und entwickelt Programme und Strategien für ihr nachhaltiges Management. Deutschland fördert diesen Prozess durch das Programm "Grenzüberschreitender Schutz und Nutzung natürlicher Ressourcen".

In Zusammenarbeit mit dem SADC-Sekretariat soll die Vermarktung der Schutzgebiete verbessert werden und Tourismusangebote mit internationalen und regionalen Reiseveranstaltern sollen entwickelt werden. Seit 2017 erhält das südliche Afrika zudem technische und finanzielle Unterstützung für seine Teilnahme an internationalen Tourismusmessen wie der ITB in Berlin.

Beteiligung der lokalen Bevölkerung an der touristischen Wertschöpfung

Auch die lokale Bevölkerung soll von den Schutzgebieten profitieren. Grenzüberschreitende Tourismusangebote wie der Desert Kayak Trail, bei dem Touristinnen und Touristen den |Ai-|Ais/Richtersveld Transfrontier Park zwischen Namibia und Südafrika auf dem Wasser und an Land kennenlernen, schaffen Arbeitsplätze. Die Einheimischen arbeiten als Flussführer und kümmern sich um Unterkunft und Verpflegung der Touristinnen und Touristen.

Projektdaten

Projektlaufzeit: Juni 2015 bis Dezember 2020

Finanzvolumen: 12,5 Millionen Euro