Nordmazedonien: Tourismus

Nordmazedonien: Tourismus als Motor für ländliche Entwicklung

Für Naturliebhaber ist Nordmazedonien ein Geheimtipp: Der kleine Binnenstaat im Zentrum der Balkanhalbinsel bietet Berge, Seen und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Die Regierung fördert den Tourismussektor als Mittel zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. 2017 besuchten rund 600.000 Touristen das Land.

Im Rahmen des Programms zur "Förderung der wirtschaftlichen Diversifizierung in ländlichen Gebieten Südosteuropas (SEDRA)" unterstützt Deutschland Nordmazedonien unter anderem bei der Entwicklung des ländlichen Tourismus.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Einkommen und Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung zu schaffen und gleichzeitig zum Natur- und Kulturschutz beizutragen. Dazu werden der Bergtourismus und der ländliche Tourismus in sechs grenzüberschreitenden Regionen ausgebaut.

Das Programm baut einerseits auf bereits bestehende Angebote wie die transnationalen Fernwanderwege "Peaks of the Balkans", "Balkan Hiking Adventure" und "High Scardus Trail" auf und andererseits werden neue touristische Angebote entwickelt. So wird zu mehr Wertschöpfung vor Ort beigetragen. Um die Qualität des Tourismus zu verbessern, werden regionale Standards für Unterkunft und Verpflegung, Reiseleitung, Risiko- und Sicherheitsmanagement eingeführt.

Video: Zukunftsperspektiven für junge Leute aus ländlichen Gebieten des Balkans (englisch)

Arbeitslosigkeit und die daraus resultierende Abwanderung sind drängende Probleme in ländlichen Gebieten Südosteuropas. Um neue Perspektiven zu schaffen, bietet die Fakultät für Tourismus und Gastgewerbe aus Ohrid intensive Ausbildungskurse für fünf Berufe aus dem Gastgewerbe an.

Projektdaten

Projektlaufzeit: September 2018 bis August 2021

Finanzvolumen: 4 Millionen Euro