Nachhaltiger Tourismus in Malawi

Malawi: Mehr Beschäftigung und Einkommen im ländlichen Raum

Im südöstlichen Afrika zwischen Mosambik, Tansania und Sambia gelegen, ist Malawi eines der friedlichsten Länder der Region. Bei Touristen ist das Land wegen seiner überraschenden Vielfalt beliebt: badende Elefantenfamilien im Liwonde-Nationalpark, sattgrüne Teeplantagen um Thyolo und herrlichste Sandstrände am Ufer des Malawisees. Wandernde können die eindrucksvolle Aussicht auf dem Mulanje- oder Nyika-Plateau genießen und Naturfreunde die zahlreichen Buntbarsche im Malawisee beobachten.

Arbeitsplätze im Tourismussektor

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Malawi konzentriert sich auf die Schwerpunkte Grundbildung, Gesundheit und ländliche Entwicklung; Ziel ist es, in ländlichen Regionen Einkommen und Beschäftigung zu schaffen, um die Armut zu vermindern.

Eine große Chance dazu bietet der Tourismus. Bereits 2015 arbeiteten rund 200.000 Menschen in diesem Wirtschafsbereich – laut Prognosen könnte diese Zahl bis 2026 auf rund 1,3 Millionen Beschäftigte steigen.

Naturschätze des Landes erhalten

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die touristische Wertschöpfungskette Malawis. Ziel ist die Entwicklung eines ökologisch und sozial verantwortungsvollen Tourismussektors.

Die Aktivitäten umfassen Qualifizierungsmaßnahmen für lokale Kleinst- und Kleinunternehmen, fördern den Dialog zwischen dem privaten und öffentlichen Sektor und entwickeln Ansätze, um Malawi als Destination besser zu vermarkten.

Zu den Wirkungen des Programms gehört, dass im ländlichen Raum mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch Dialoge zwischen dem privaten und öffentlichen Sektor können sich Kleinst- und Kleinunternehmen auf nationaler und internationaler Ebene besser darstellen.

Das Projekt hat bei allen Beteiligten das Bewusstsein für eine nachhaltige Nutzung der nationalen Ressourcen gestärkt. Letztere bilden nicht nur die Existenzgrundlage der zumeist von Landwirtschaft lebenden Bevölkerung – sie sind auch der Grund für den Besuch von Touristen und schaffen damit attraktive Arbeitsplätze.