Nachhaltiger Tourismus in Madagaskar

Madagaskar: Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt und liegt vor der Küste Mosambiks im Indischen Ozean. Durch die weitgehend isolierte Lage der Insel konnte sich dort eine einmalige und besonders vielfältige Pflanzen- und Tierwelt entwickeln. Doch das Naturparadies ist durch menschliche Eingriffe bereits zu großen Teilen zerstört. Der Nahrungsmittel- und Brennholzbedarf der zumeist sehr armen Bevölkerung hat zu einer weitgehenden Entwaldung und zur Verschlechterung der Böden geführt.

Tourismus-Wertschöpfungkette ausweiten

Im Rahmen eines Projekts der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden jetzt gemeinsam mit der madagassischen Regierung die Rahmenbedingungen geschaffen, um die Artenvielfalt zu schützen und nachhaltige Nutzungsformen der natürlichen Ressourcen zu fördern.

Ein Schwerpunkt des Projekts ist die Entwicklung einer Tourismus-Wertschöpfungskette in Schutzgebieten. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden dazu spezielle Angebote und Routen entwickelt, die den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, die Naturschätze Madagaskars zu erkunden.

In den drei madagassischen Regionen Atsimo-Andrefana, Boeny und Diana wird der lokale Tourismus durch verschiedene Maßnahmen gefördert. Dazu gehören Ausbildungsprogramme, die Verbesserung der Infrastruktur sowie die Vermarktung der kommunalen Tourismusangebote auf nationaler und internationaler Ebene.

Lokale Bevölkerung profitiert

Natalia Vega berichtet über ihre Arbeit in Madagaskar

Natalia Vega arbeitet im Auftrag der deutschen Bundesregierung für das Projekt "Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen" in Madagaskar. Sie entwickelt Tourismusangebote, die den lokalen Gemeinden zugutekommen.