Laos: Artenvielfalt bewahren

Laos: Die Artenvielfalt in der Hin-Nam-No-Region bewahren

Das an der Grenze zu Vietnam gelegene nationale laotische Schutzgebiet Hin Nam No ist 88.500 Hektar groß und eine der ausgedehntesten Karstregionen der Welt. Die Landschaft ist von atemberaubender Schönheit mit einzigartigen Kalksteinformationen. Hier leben bedrohte Tierarten wie zum Beispiel Leoparden und es gibt eine große Vielfalt von Pflanzenarten. Im Schutzgebiet liegen mehr als 20 Dörfer, deren Bewohnerinnen und Bewohner von den natürlichen Ressourcen der Region leben.

Wilderei, illegaler Holzeinschlag und der geringe Nachdruck, mit dem die Parkordnung durchgesetzt wird, belasten das sensible Ökosystem des Schutzgebiets zunehmend. Die technischen, finanziellen und personellen Ressourcen für das Management und den Schutz des Naturreservats reichen bisher nicht aus.

Im Rahmen des Programms "Schutz und nachhaltige Nutzung von Waldökosystemen und Biodiversität" unterstützt Deutschland den Schutz der Hin-Nam-No-Region. Das Projekt hat das Ziel, die biologische Vielfalt zu erhalten und gleichzeitig die Armut in den ländlichen Gemeinden zu verringern.

Ökotourismus fördern

Um die wirtschaftliche Situation der lokalen Bevölkerung zu verbessern, werden im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft ökotouristische Angebote entwickelt und ihre Vermarktung gefördert.

Der Status des Schutzgebiets als ASEAN-Heritage-Park und UNESCO-Weltnaturerbe würde die Region bekannter machen und das Tourismusmarketing erleichtern. Deshalb unterstützt Deutschland die Weiterentwicklung der Hin-Nam-No-Region zu einer grenzüberschreitenden UNESCO-Weltnaturerbestätte.

Durch das deutsche Programm wird zudem die Einrichtung einer gemeinsamen Verwaltung für die integrierte regionale Entwicklung der Region gefördert. Angestrebt werden auch eine gemeinschaftliche Schutzgebietsverwaltung und eine strategische, nachhaltige Tourismusentwicklung.

Dabei setzt Deutschland auf ein kooperatives Management, das die Behörden und die lokale Bevölkerung an einen Tisch bringt, um den Schutz und die Verwaltung des Gebiets gemeinsam zu planen.

Ein solcher Ko-Management-Ansatz ist neu für Laos. Die Dorfbewohner schließen sich in Komitees zusammen, deren Aufgabe es ist, die natürlichen Ressourcen in und um den Hin-Nam-No-Park nach einem festgelegten Plan zu schützen und zu bewirtschaften.

Bisherige Erfolge

Das Programm hat ein gemeinschaftliches Managementsystem für das Hin-Nam-No-Schutzgebiet entwickelt. Die neu entwickelte Tourismusstrategie wird bereits von verschiedenen beteiligten Akteuren und Interessengruppen umgesetzt.

Projektdaten

Projektlaufzeit: September 2017 bis März 2021

Finanzvolumen: 9,95 Millionen Euro