Laos: Nachhaltiger Tourismus

Laos: Nachhaltigen Tourismus fördern

Tourismus ist ein wichtiger Wachstumssektor für Laos. Er macht sieben bis neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, trägt wesentlich zur Entstehung neuer Arbeitsplätze bei und ist ein bedeutender Devisenbringer.

Massentourismus ist allerdings für ein kleines Land wie Laos auch eine Herausforderung: Er kann die Kultur und Natur gefährden, unter anderem durch erhöhtes Verkehrsaufkommen und größere Abfallmengen.

ASEAN-Standards umsetzen

Im Rahmen des Projekts "Regionale Wirtschaftsintegration von Laos in den Verband südostasiatischer Staaten (ASEAN) zur Entwicklung von Handel und Unternehmertum (RELATED)" unterstützt Deutschland lokale Partner bei einer nachhaltigen Tourismusentwicklung und bei der Anwendung der ASEAN-Tourismusstandards.

Neben Schulungen und praktischer Beratung gehören Maßnahmen zu nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Konsum zum Projekt. Unter anderem geht es dabei um die Einsparung von Wasser und Energie oder die Reduzierung und das Recycling von Abfällen in Reisebüros, Hotels, Pensionen und Restaurants. Diese Maßnahmen schützen nicht nur die Umwelt, sondern helfen auch bei der Einsparung von Kosten.

Um Einkommen vor Ort zu schaffen, wird auch die Herstellung von lokalen Handwerksprodukten unterstützt. Und öffentlichkeitswirksame Kampagnen verbessern das Umweltbewusstsein der Bevölkerung.

Bisherige Erfolge

Der Privatsektor in der Provinz Luang Prabang hat sein Umweltmanagement inzwischen signifikant verbessert. Er trägt damit zur Erreichung von Ziel 12 der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei (Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen).

Neu entwickelte Handwerksprodukte generieren zusätzliches Einkommen. Durch die Umsetzung der ASEAN-Tourismusstandards hat sich die Qualitätsinfrastruktur verbessert. Außerdem wurde ein Instrument der UNESCO für erfolgreiches Destinationsmanagement eingeführt. Die Provinz Luang Prabang konnte auf verschiedenen Messen als nachhaltiges Reiseziel präsentiert werden.

Projektdaten

Projektlaufzeit: Mai 2016 bis Dezember 2020