Albanien: Küstenregion

Albanien: Integrierte nachhaltige Entwicklung der südlichen Küstenregion

Albanien bietet Touristen attraktive Landschaften und kulturelle Vielfalt: Sandstrände im Norden, Felsküsten im Süden, Berglandschaften mit traditionellen Dörfern, archäologische und historische Sehenswürdigkeiten. In den vergangenen Jahren wuchsen die Besucherzahlen in den Küstenregionen des Landes, insbesondere in den Sommermonaten. Allerdings hat die Bevölkerung im Hinterland bisher nur wenig davon profitiert. Wegen fehlender Entwicklungsperspektiven verlassen viele Menschen die ländlichen Regionen.

Deutsches Engagement

Die Bundesregierung engagiert sich gemeinsam mit der albanischen Regierung für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in der Küstenregion Vlora, die der gesamten Volkswirtschaft zugutekommen soll.

Um Perspektiven für die 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Region zu schaffen, arbeitet das Entwicklungsvorhaben eng mit der lokalen Bevölkerung und Unternehmen der Tourismusbranche zusammen.

Eine Kombination aus Natur-, Kultur- und kulinarischem Tourismus sowie die Erhaltung des Kulturerbes stehen dabei im Mittelpunkt. Das Vorhaben konzentriert sich besonders auf die Gemeinden Vlora, Himara und Konispol.

Schwerpunkte des Projekts

Zwei Handlungsfelder stehen im Mittelpunkt der Maßnahmen:

Zum einen wird die Raumentwicklungsplanung in der Region unterstützt. Dabei werden Mechanismen für die Erhaltung der Städte und Modelle zur Wiederbelebung traditioneller Dörfer entwickelt.

Außerdem fördert das Projekt die Entwicklung von Modellen für einen nachhaltigen Tourismus und die Integration von Produkten in touristische Wertschöpfungsketten.

Konkret unterstützt das Vorhaben die Erweiterung des Angebots von Outdoor-Aktivitäten und Veranstaltungen wie Wandern, Mountainbike-Touren, Kulturreisen und Festivals. Die Festlegung von Wander- und Fahrradrouten kommt beispielsweise den ländlichen Touristik-Dienstleistern zugute. Inhaber von Pensionen in der Region werden zu den Themen ländlicher Tourismus und Gebirgstourismus geschult.

Die verschiedenen Maßnahmen tragen dazu bei, die lokale und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Touristikgewerbes zu stärken.

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Marketing-Strategie

Zum Vorhaben gehört außerdem die Erarbeitung einer Marketing-Strategie. Die gemeinsame Vermarktung der Region wird durch die Entwicklung einer regionalen Marke und eines Logos vorangetrieben.

In internationalen Medien wird mittlerweile immer öfter über die südliche Küstenregion Albaniens als Urlaubsziel berichtet. Deutsche Anbieter von Alternativreisen haben sie inzwischen in ihr Programm aufgenommen.

Projektdaten

Projektlaufzeit: März 2015 bis Februar 2019

Finanzvolumen: 2 Millionen Euro