Äthiopien: Nationalpark-Management

Äthiopien: Nachhaltiges Nationalpark-Management

Die Tourismusförderung in Äthiopien konzentrierte sich bisher vor allem auf historische und kulturelle Attraktionen, wie die neun UNESCO-Welterbestätten im Land. Doch Äthiopien verfügt auch über eine reiche biologische Vielfalt, die touristisch besser genutzt werden könnte.

Technische und finanzielle Mittel fehlen

Die Regierung hat 14 Prozent der Landesfläche unter Schutz gestellt. Doch viele Naturschutzgebiete werden als Weideland genutzt und ihre natürlichen Ressourcen werden ausgebeutet. Zudem fehlt es den Nationalparks an technischen und finanziellen Mitteln, um die Artenvielfalt wirksam zu schützen.

Deutschland unterstützt Äthiopien deshalb im Rahmen eines Biodiversitäts- und Forstprogramms dabei, das Management der Nationalparks zu verbessern und sie für Touristen attraktiver zu machen.

Bessere Bedingungen für Tourismus

Das Programm unterstützt fünf Nationalparks bei der Optimierung ihrer Schutz- und Managementstrategien und -techniken. Durch Organisationsentwicklung, Kapazitätsausbau und die Bereitstellung von Ausrüstung werden die Parks besser verwaltet und überwacht. Außerdem wird die äthiopische Behörde für den Schutz der Wildtiere unterstützt.

Durch die Maßnahmen verbessern sich auch die Bedingungen für den Tourismus.

Bisherige Erfolge

Einer der fünf geförderten Nationalparks verfügt bereits über einen Managementplan und zwei weitere Pläne sind in Arbeit. Es wurden neue Patrouillensysteme entwickelt und Ranger in den Bereichen Strafverfolgung, Bekämpfung der Wilderei, Wildtier-Monitoring und Lebensraumschutz ausgebildet. In einem Nationalpark wurde ein Training zum Verhalten von Elefanten durchgeführt, um das Risiko für Besucher und Parkpersonal zu reduzieren. In einem anderen Park wurde ein Konzept für ein Besucherzentrum entwickelt.

Projektdaten

Projektlaufzeit: August 2015 bis Juli 2019

Finanzvolumen: 16,5 Millionen Euro