Flüchtlinge unterstützen

Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Rückkehrer unterstützen

Auf der Flucht verlieren Menschen nicht nur ihr Hab und Gut – viele erleben auch Gewalt, Erniedrigung und Ausbeutung. Deutschland macht sich für den Schutz der Rechte von Flüchtlingen stark und finanziert Maßnahmen, die die Folgen von traumatischen Erlebnissen während der Flucht lindern.

Perspektiven schaffen

Sehr viele Flüchtlinge wissen, dass sie vermutlich jahrelang nicht in ihre Heimat zurückkehren können. Gleichzeitig ist es oft sehr schwierig für sie, im Aufnahmeland Arbeit zu finden. Auch zu Bildungsangeboten und medizinischer Versorgung haben sie häufig keinen ausreichenden Zugang.

Das Gefühl, keine Perspektiven mehr zu haben, kann zu großen Problemen führen. Selbst wenn eine Rückkehr möglich ist, stehen die Heimkehrer vor enormen Herausforderungen: Der Alltag muss neu organisiert und gestaltet werden. Zudem haben die meisten Rückkehrer auf der Flucht alles verloren und müssen sich eine neue Existenzgrundlage schaffen.

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist, sowohl für die Flüchtlinge im Aufnahmeland als auch für die Rückkehrer Perspektiven zu schaffen. Dazu investiert Deutschland unter anderem in den Wiederaufbau von Schulen und Gesundheitszentren.

Außerdem werden jährlich etwa 3.000 Migranten, die sich in Deutschland aufhalten, bei ihrer freiwilligen Rückkehr in ihre Heimat beraten. Neben dem Wissenstransfer in die jeweiligen Herkunftsländer steht dabei die Förderung der Reintegration im Vordergrund, Migranten werden zum Beispiel bei der Existenzgründung unterstützt.

Das BMZ hat die bestehenden Angebote für Rückkehrerinnen und Rückkehrer Anfang 2017 erweitert und im BMZ-Rückkehrer-Programm "Perspektive Heimat" gebündelt.

ICT4Refugees-Konferenz in Berlin

Soziale Start-up-Unternehmer, Entwickler, Nichtregierungsorganisationen und andere Akteure der Entwicklungszusammenarbeit haben sich Ende Mai 2016 in Berlin zur Konferenz "ICT4Refugees" getroffen, um sich darüber auszutauschen, wie man Flüchtlingen mit digitaler Technik helfen kann. Das BMZ hat die Konferenz zusammen mit der GIZ, betterplace lab und Kiron Open Higher Education organisiert.


Diskussionsforen der ICT4Refugees-Konferenz in Berlin

Auf der ICT4Refugees-Konferenz diskutierten Expertinnen und Experten darüber, wie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) die Flüchtlingssituation verbessern können. Schwerpunkte der Diskussionsforen waren "IKT und Stabilisierung", "IKT und Flüchtlingscamps" und "IKT und Bildung".