Sanitäranlagen in Jordanien

Sanitäranlagen für jordanische Schulen

Etwa 40 Prozent der syrischen Flüchtlinge in Jordanien sind Kinder im schulpflichtigen Alter. 125.000 von ihnen besuchten im 2016/17 jordanische Schulen – oft wird dort in Doppelschichten unterrichtet. Dennoch blieben viele der syrischen Kinder vom Unterricht ausgeschlossen: Die Schulgebäude reichen nicht für so viele Kinder aus. Unter anderem fehlen Toiletten und Waschmöglichkeiten.

"Im vergangenen Jahr konnte meine Tochter nicht am Schulunterricht teilnehmen, da alle Schulen überbelegt waren. Viele syrische Mütter haben mit diesem Problem zu kämpfen – es ist alarmierend!"
(Syrische Mutter)

Hygienesituation verbessern

Das BMZ finanziert ein Programm zur Verbesserung der Sanitär- und Hygienesituation in überbelegten Schulen. Die Toiletten werden instand gesetzt und erweitert. Außerdem wird das Reinigungspersonal geschult und Lehrer werden zu Hygienebeauftragten fortgebildet. Die Kinder lernen im Unterricht, wie wichtig Hygiene für ihre Gesundheit ist.

An einigen Pilotschulen werden zudem Kläranlagen gebaut. Mit den gereinigten Abwässern können Schulgärten bewässert werden. Gärten, die auch eine soziale Funktion haben: Syrische und jordanische Jugendliche pflegen sie gemeinsam und lernen sich dabei besser kennen.