Grundbildung im Libanon

Bildung für alle Kinder im Libanon

2016 waren 1,6 Millionen syrische Kinder im Schulalter in den Aufnahmestaaten rund um Syrien registriert. Angesichts des andauernden Krieges in ihrer Heimat haben sie keine Aussicht auf baldige Rückkehr. Nur etwa die Hälfte haben die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Für die anderen Flüchtlingskinder besteht die Gefahr, Teil einer "verlorenen Generation" zu werden: Der Krieg raubt den Mädchen und Jungen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Bildungsprogramm

Das libanesische Bildungsministerium hat ein landesweites Programm eingeführt, um alle Kinder mit Bildung zu erreichen ("Reaching all Children with Education"). Es soll sowohl für syrische Flüchtlingskinder als auch für bedürftige Libanesen den Zugang zur Grundbildung verbessern. Umgesetzt wird das Programm unter anderem vom Kinderhilfswerk UNICEF im Rahmen seiner Initiative "No lost generation".

Deutschland zählt zu den größten Förderern der UNICEF-Arbeit im Libanon. Das BMZ hat das Bildungsprogramm RACE im Schuljahr 2016/2017 mit rund 30 Millionen Euro unterstützt.

Ergebnisse im Schuljahr 2016/2017 (Auswahl)

Rund 60.000 Kinder wurden in staatliche Schulen aufgenommen.

Etwa 40.000 Kinder und Jugendliche werden psychosozial betreut.

Für 9.000 Kinder wurden zusätzliche Transportmöglichkeiten eingerichtet, um die teilweise weit vom Wohnort entfernt liegenden Schulen besuchen zu können.

Etwa 8.200 Jugendliche und junge Erwachsene erhalten Bildungsangebote und Kurse außerhalb des öffentlichen Schulunterrichts zur Förderung persönlicher Kompetenzen und Fähigkeiten.