Bessere Lebensbedingungen im Irak

Bessere Lebensbedingungen für Flüchtlinge und Einheimische

Mehr als drei Millionen Irakerinnen und Iraker befinden sich innerhalb und außerhalb ihres Landes auf der Flucht, um dem Terror der Organisation "Islamischer Staat" zu entgehen. Nach UN-Schätzungen ist ein Drittel von ihnen in die Region Kurdistan-Irak im Nordirak geflüchtet. Auch mehr als 250.000 Menschen aus Syrien haben dort Zuflucht gefunden. Nun leben in vielen Bezirken mehr Flüchtlinge als Einheimische.

Unterstützung der örtlichen Behörden

Die kurdische Regionalregierung unternimmt mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft enorme Anstrengungen, die Flüchtlinge zu versorgen. Allein in der Provinz Dohuk wurden 18 Flüchtlingscamps für jeweils bis zu 50.000 Menschen eingerichtet – zusätzliche Siedlungen sind in Planung.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in den Camps der Region Dohuk aktiv. In enger Zusammenarbeit mit der Welthungerhilfe, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und lokalen Organisationen unterstützt die GIZ die örtlichen Behörden beim Aufbau von Infrastruktur.

So wurden zum Beispiel fünf Gesundheitsstationen in den Camps eingerichtet. Außerdem hat die GIZ in Zusammenarbeit mit UNICEF sieben Schulen gebaut und ausgestattet. In den Städten Dohuk und Zakho entstehen drei weitere Schulen. Auch die psychosoziale Betreuung und rechtliche Beratung von Flüchtlingen zählt zu den Schwerpunkten des deutschen Engagements. Dafür wurden in sechs Camps Gemeindezentren eingerichtet. Die verschiedenen Maßnahmen tragen dazu bei, die Lebensbedingungen der Binnenvertriebenen, Flüchtlinge und der Einheimischen zu verbessern.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hatte der kurdischen Regionalregierung das Vorhaben bei seinem Besuch in der Region Kurdistan-Irak im Oktober 2014 zugesagt. Bislang hat das BMZ dafür insgesamt 37 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die erfolgreichen Ansätze des Vorhabens sollen in den kommenden zwei Jahren fortgeführt und weiter ausgebaut werden.

Beispiele für das bisherige Engagement (Auswahl)