Ausbildungsplätze in Afghanistan

Ausbildungsplätze schaffen Perspektiven

In Afghanistan leben etwa 1,4 Millionen junge Menschen, die in einem Alter sind, in dem sie eine Berufsausbildung machen könnten – allerdings gibt es für sie bisher noch viel zu wenige Ausbildungsplätze.

Berufsschüler werden nicht optimal auf ihren Beruf vorbereitet

An den landesweit 294 Berufsschulen konnten im Jahr 2016 lediglich 80.000 Jugendliche unterrichtet werden. Viele der Berufsschulen sind zudem schlecht ausgestattet, die Lehrpläne und Prüfungen sind uneinheitlich und den meisten Lehrkräften fehlt Fachpraxis. Viele Berufsschülerinnen und Berufsschüler schließen ihre Ausbildung deshalb ab, ohne optimal auf ihren Beruf vorbereitet zu sein.

Hinzu kommt, dass die Ausbildung vieler Kinder und Jugendlicher in Afghanistan wesentlich von der wirtschaftlichen Situation der Familien abhängt. Nur etwa 15 Prozent der Familien können sich einen 12-jährigen Schulbesuch ihrer Kinder finanziell leisten. Familien, denen das finanziell nicht möglich ist, lassen ihre Kinder entweder arbeiten (circa 30 Prozent) oder schicken sie in eine traditionelle, jedoch informelle betriebliche Berufsausbildung. Etwa 700.000 Jugendliche wurden 2016 auf diese traditionelle Weise und ohne staatliche Unterstützung in kleinen Handwerks- und Handelsbetrieben ausgebildet. Diesen Berufsanfängern fehlt jedoch in vielen Fällen das moderne technische Hintergrundwissen, um ihre Berufe den heutigen Anforderungen entsprechend ausführen zu können.

Praxisnahe Ausbildung

Deutschland unterstützt Afghanistan beim Aufbau eines entsprechenden Berufsbildungssystems – damit möglichst bald alle Jugendlichen praxisnah und nach einheitlichen Standards ausgebildet werden können.

Bisherige Ergebnisse