Aus der Praxis

Grundbildung im Libanon

Bildung für alle Kinder im Libanon

2016 waren 1,6 Millionen syrische Kinder im Schulalter in den Aufnahmestaaten rund um Syrien registriert. Angesichts des andauernden Krieges in ihrer Heimat haben sie keine Aussicht auf baldige Rückkehr. Nur etwa die Hälfte haben die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Für die anderen Flüchtlingskinder besteht die Gefahr, Teil einer "verlorenen Generation" zu werden: Der Krieg raubt den Mädchen und Jungen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Bildungsprogramm

Das libanesische Bildungsministerium hat ein landesweites Programm eingeführt, um alle Kinder mit Bildung zu erreichen ("Reaching all Children with Education"). Es soll sowohl für syrische Flüchtlingskinder als auch für bedürftige Libanesen den Zugang zur Grundbildung verbessern. Umgesetzt wird das Programm unter anderem vom Kinderhilfswerk UNICEF im Rahmen seiner Initiative "No lost generation".

Deutschland zählt zu den größten Förderern der UNICEF-Arbeit im Libanon. Das BMZ hat das Bildungsprogramm RACE im Schuljahr 2016/2017 mit rund 30 Millionen Euro unterstützt.

Ergebnisse im Schuljahr 2016/2017 (Auswahl)

Rund 60.000 Kinder wurden in staatliche Schulen aufgenommen.

Etwa 40.000 Kinder und Jugendliche werden psychosozial betreut.

Für 9.000 Kinder wurden zusätzliche Transportmöglichkeiten eingerichtet, um die teilweise weit vom Wohnort entfernt liegenden Schulen besuchen zu können.

Etwa 8.200 Jugendliche und junge Erwachsene erhalten Bildungsangebote und Kurse außerhalb des öffentlichen Schulunterrichts zur Förderung persönlicher Kompetenzen und Fähigkeiten.

Klempnerinnen in Jordanien

Ausbildung von Klempnerinnen und Klempnern in Jordanien

Jordanien gilt als eines der wasserärmsten Länder der Welt. Dennoch werden die knappen Wasserressourcen bisher nicht effizient genug genutzt. Das Rohrnetz ist vielerorts marode, es wird nicht ausreichend gewartet und es fehlen gut ausgebildete Fachleute. Dadurch gehen etwa 40 Prozent des Wassers auf dem Weg zum Konsumenten verloren. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien leben mehr als 666.000 Flüchtlinge in Jordanien, die nun zusätzlich mit Trinkwasser versorgt werden müssen – das Leitungssystem muss dringend verbessert werden.

Perspektiven für Einheimische und Flüchtlinge

Im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums fördert die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) daher die Ausbildung von Klempnerinnen und Klempnern. So sollen Wasserverluste in privaten Haushalten reduziert werden und sowohl für Einheimische als auch für Flüchtlinge neue Berufsperspektiven eröffnet werden. Um ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, berät die GIZ Kooperativen für Sanitärdienstleistungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsplänen und bei der Einbringung ihrer Dienstleistungen und Produkte.

Des Weiteren werden Zugänge zu Existenzgründungsdienstleistungen und Finanzierungen vermittelt. Die staatliche Berufsbildungsinstitution Vocational Training Corporation (VTC) und fünf ihrer Berufsschulen in den mittleren und nördlichen Gouvernoraten sind Partner des Vorhabens. Innerhalb der ersten vier Jahre des Vorhabens haben bereits über 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Ausbildungsprogramm erfolgreich absolviert.

Akzeptanz für Frauen in Handwerksberufen stärken

Mehr als ein Drittel der Auszubildenden sind Flüchtlinge, 50 Prozent sind Frauen. So wird nicht nur die Akzeptanz von Frauen in Handwerksberufen gestärkt, sondern auch die Wirksamkeit der Maßnahme erhöht. Denn in der traditionell geprägten jordanischen Gesellschaft ist es Klempnerinnen im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen gestattet, auch ohne Anwesenheit eines männlichen Familienmitgliedes einen fremden Haushalt zu betreten, um dort zu arbeiten.

Zudem haben öffentliche und private Institutionen, wie Mädchenschulen, Universitäten und Kliniken, ebenfalls einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Klempnerinnen. "Mein Wunsch ist es, auch in Zukunft als Klempnerin zu arbeiten und so mein Einkommen zu sichern", erklärt die Syrerin Fatima Aseedeh. So sieht es auch die Jordanierin Isra Batayneh: "Das Training als Klempnerin ist für meine Unabhängigkeit wichtig. Außerdem kann ich ein neues berufliches Feld betreten, das bisher nur Männern vorbehalten war."

 

Rückkehrer in Somalia

Somalia: Unterstützung für Rückkehrer

Bürgerkrieg, die Gewalt der Terrormiliz al-Shabaab und Hunger haben in Somalia seit den 1990er Jahren rund drei Millionen Menschen in die Flucht getrieben (Stand: Januar 2018). Knapp eine Million von ihnen hat Schutz im Ausland gesucht, 2,1 Millionen haben laut Angaben der Vereinten Nationen Zuflucht in sicheren Regionen Somalias gefunden. Dorthin kehren nun auch immer mehr somalische Flüchtlinge aus dem Ausland zurück. 2017 waren es mehr als 36.000.

Perspektiven für alle Bevölkerungsgruppen schaffen

In den Aufnahmegemeinden konkurrieren nun Ortsansässige, Vertriebene und Rückkehrer um die ohnehin knappen Ressourcen. Um konfliktfrei miteinander leben zu können, brauchen alle Bevölkerungsgruppen die Chance auf Arbeit und ausreichend Nahrung.

Das BMZ fördert ein Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in der Stadt Kismaayo im Süden Somalias, das Perspektiven für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen schaffen soll. In Kismaayo leben 70.000 Vertriebene und zwischenzeitlich 45.000 Rückkehrende, sie stellen fast ein Drittel der Einwohner.

In Zusammenarbeit mit somalischen Partnerorganisationen bietet das Projekt allen Einwohnern Angebote zur beruflichen Fortbildung in Handwerksberufen wie Elektrik, Tischlerei oder Schneiderei. Wer ein kleines Unternehmen gründen will, erhält Startkapital, Beratung und Begleitung. Besonders gefördert werden Jugendliche und Frauen, die ihre Familien allein versorgen müssen.

Instandsetzung der Infrastruktur

Maßnahmen zur Instandsetzung der Infrastruktur in der Region, zum Beispiel Straßen, Brücken und Wasserleitungen, bieten schnell neue Verdienstmöglichkeiten für Flüchtlinge und Einheimische. Durch die gemeinsame Arbeit lernen sich die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zudem besser kennen.

Im Rahmen des Projekts werden neue Märkte gebaut, wodurch langfristig Arbeitsplätze und Verdienstmöglichkeiten für entstehen. Erstmals in Kismaayo wurden männliche und weibliche Jugendliche als Solartechniker/innen ausgebildet und machen bei privaten Firmen ihre Lehrlingsausbildung.

Bisherige Ergebnisse

Bessere Lebensbedingungen Südsudan

Südsudan: Situation von Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden verbessern

Viele Südsudanesen leiden unter extremer Armut. Das gilt besonders auf dem Land. Große Teile der Bevölkerung sind unterernährt, die Mütter- und Kindersterblichkeit gehört zu den höchsten der Welt. Der anhaltende Konflikt und die Kämpfe zwischen verfeindeten Gruppen verschlimmern die Ernährungskrise weiter. Die Situation der mehr als zwei Millionen Binnenvertriebenen ist dabei besonders prekär.

Kooperation mit Nichtregierungsorganisation

Um die Situation der Flüchtlinge, aufnehmenden Gemeinden und Rückkehrer zu verbessern, finanziert die KfW Entwicklungsbank im Auftrag der Bundesregierung seit 2015 eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen.

Die Mittel in Höhe von 7,35 Millionen Euro stammen aus der BMZ-Sonderinitiative "Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren".

Aufgrund der andauernden Konfliktsituation im Südsudan ist die Kooperation mit staatlichen Stellen derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Deshalb kooperiert die KfW bei der Umsetzung des Projekts vor Ort mit der französischen Nichtregierungsorganisation Agence d'Aide à la Coopération Technique et au Développement (ACTED).

Das Vorhaben ist auf strukturbildende Maßnahmen ausgerichtet, die schnelle Wirkungen entfalten.

Bisherige Ergebnisse

Bisher wurden in den Flüchtlingscamps Gendrassa und Doro drei Regenauffangbecken gebaut, um Vieh mit Wasser versorgen zu können, 60 Solarleuchten an Wasserversorgungsstellen installiert und drei Abfallverwertungsanlagen errichtet.

Ein neues Trainings- und Ausbildungszentrums wurde errichtet.

70 neue Markstände stärken die wirtschaftliche Infrastruktur in der Stadt Awerial, die besonders viele Binnenflüchtlinge beherbergt.

Baum- und Pflanzenschulen wurden gegründet, um gegen die fortschreitende Abholzung und Bodendegradierung vorzugehen.

Im Bezirk Maban wurden vier Brücken gebaut. Zuvor war es immer wieder zu Unfällen bei der Querung des Flusses gekommen.

Inzwischen sind über 90 Prozent der Einzelmaßnahmen erfolgreich beendet und die Verantwortung an Gemeinden und lokale Behörden übertragen.

Etwa 170.000 Menschen profitieren von den Maßnahmen. Die Bevölkerung wird aktiv eingebunden, etwa durch einkommensschaffende Maßnahmen oder als Mitglieder von Marktkomitees und Kooperativen.

Viele profitieren unmittelbar von den neu gebauten Brücken, Märkten oder Abfallentsorgungssystemen. Die Maßnahmen stärken das friedliche Zusammenleben, mindern die Auswirkungen des andauernden Konflikts und sind Basis für die weitere Entwicklung.

Wasserversorgung Äthiopien

Äthiopien: Bessere Wasserversorgung dämmt Krankheiten ein

Äthiopien ist eines der Länder Afrikas, die am meisten Flüchtlinge aufnehmen. Derzeit leben dort rund 890.000 Flüchtlinge (Stand: Dezember 2017). Viele stammen aus dem Nachbarland Südsudan, das von schweren Kämpfen erschüttert wird.

Die meisten Flüchtlinge kommen zunächst ins Bundesland Gambella, eine der ärmsten Regionen Äthiopiens.

Für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden ist nicht genügend sauberes Wasser vorhanden. Durchfall und weitere Erkrankungen wie Cholera sind daher weit verbreitet.

UNICEF setzt das Projekt vor Ort um

Die KfW Entwicklungsbank finanziert im Auftrag der Bundesregierung Maßnahmen, um Krankheiten zu reduzieren, die durch verschmutztes Wasser ausgelöst werden. Die Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung der Flüchtlinge und der aufnehmenden Gemeinden werden verbessert.

Projektträger ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF). Insgesamt 6,5 Millionen Euro stellt das BMZ für dieses Vorhaben mit einer Laufzeit von drei Jahren bereit.

Seit Anfang 2017 wurden rund 40.000 Neuankömmlinge in der Region Gambella registriert, so dass nun mehr als 364.000 südsudanesische Flüchtlinge – vor allem Frauen und Kinder – in dem Bundesstaat Schutz gesucht haben. Zum Vergleich: In den aufnehmenden Gemeinden wohnen 436.000 Menschen.

Bisherige Ergebnisse

Um die Wasserversorgung in den Flüchtlingslagern Nguenyyiel, Kule und Tierkidi sowie den direkt angrenzenden Gemeinden zu verbessern, werden die bestehenden Kapazitäten erweitert: Dazu wird zunächst eine etwa 19 Kilometer lange Druckwasserleitung gebaut. Es werden zusätzliche Wasserspeicher eingerichtet und Pumpsysteme finanziert. Für den neu gegründeten Wasserversorger der Region werden Bürogebäude errichtet und Weiterbildungsmaßnahmen finanziert.

In den aufnehmenden Gemeinden Itang, Lare und Abol werden autarke Wasserversorgungssysteme für zwei Gesundheitszentren, zwei Schulen und ein Registrierungszentrum für Flüchtlinge in unmittelbarer Grenznähe errichtet.

Hinzu kommen weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene- und Sanitärversorgung, etwa die Entwicklung eines Masterplans für die Sanitärversorgung in den Flüchtlingslagern, der Bau von Haushalts- und Gemeindelatrinen und der Aufbau von geeigneten Abfallentsorgungssystemen. Zudem werden die Menschen über Hygienemaßnahmen aufgeklärt.

Die verschiedenen Wasserversorgungsmaßnahmen sollen rund 35.000 Menschen aus den umliegenden Gemeinden und 70.000 Flüchtlingen im neuen Flüchtlingslager Nguenyyiel zugutekommen.

Außerdem werden alle Flüchtlinge in den Camps sowie die Einwohner angrenzender Gemeinden von den Hygieneaufklärungsmaßnahmen sowie einer verbesserten Sanitärversorgung profitieren, insgesamt etwa 275.000 Menschen.

Sport in Jordanien und im Irak

Jordanien und Irak: Sport für Entwicklung

Seit 2011 haben der Krieg in Syrien und der Vormarsch der Terrormiliz "Islamischer Staat" Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Besonders viele Menschen haben in Jordanien und im Irak Zuflucht gefunden. In einigen Städten, wie in Dohuk im Norden des Irak, hat sich darum die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb weniger Jahre verdoppelt.

Dies birgt enorme Herausforderungen: Verwaltungen und Schulen sind überlastet, die Lehrkräfte arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb mit 60 Kindern pro Klasse, gesellschaftliche Konflikte nehmen zu.

Den sozialen Zusammenhalt fördern

Das Projekt "Sport für Entwicklung", das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums im Irak und in Jordanien umsetzt, verbessert den sozialen Zusammenhalt zwischen Flüchtlingen und Einheimischen.

Lokale Organisationen bieten mit Unterstützung der GIZ sportliche Aktivitäten für Flüchtlinge, Vertriebene und Einheimische im Alter von 8 bis 24 Jahren an. Dabei erleben die jungen Sportlerinnen und Sportler vieles, auf das sie durch Krieg und Vertreibung lange verzichten mussten: Respekt, Fairness, Selbstvertrauen und Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Und auch ihre körperliche und seelische Gesundheit verbessert sich.

Der gemeinsame Sport baut Brücken: Kinder und Jugendliche aus allen Bevölkerungsgruppen lernen sich kennen und verstehen, schließen Freundschaften und schöpfen Hoffnung. So werden Konflikte und Gewalt vermieden.

Trainerinnen und Trainer ausbilden

Im Rahmen des Projekts werden lokale Fachkräfte darin geschult, das Potenzial von Sport für die Entwicklung der Kinder zu erkennen und zu nutzen. Sozialarbeiter, Lehrkräfte und Trainer lernen, soziale Fertigkeiten und Werte über den Sport zu vermitteln.

Auch benachteiligte und behinderte Jugendliche werden integriert. Mädchen und junge Frauen werden ermuntert, sich im Sport zu engagieren. In einer Region, in der es traditionell wenig Sportangebote für sie gibt, kann dies einen Weg zu mehr Selbstbestimmung eröffnen.

Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen begleiten

Die 21-jährige jordanische Fußballnationalspielerin Maryana Haddad hat im Rahmen des Projekts eine Weiterbildung zur Trainerin gemacht und unterrichtet nun:

"Die Verbindung von qualifiziertem Fußballtraining und gleichzeitig gezielter Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen machen dieses Programm einzigartig in Jordanien. Es macht mir unheimlich viel Spaß, mit den Kindern zu arbeiten und sie in ihrer Entwicklung zu fördern, unabhängig von ihrer Nationalität, ihrem Alter oder ihrem Geschlecht. Auch ich wachse mit meiner Traineraufgabe und versuche, ein Vorbild für die Kinder zu sein – auf und neben dem Platz."

Bisherige Ergebnisse

In den jordanischen Provinzen Amman, Irbid, Mafraq, und Zarqa leben besonders viele Flüchtlinge in Aufnahmegemeinden. Für sie werden mit Unterstützung der GIZ Sportaktivitäten in mehr als 60 Schulen und 40 Sportstätten angeboten. Das Vorhaben erreicht dort rund 7.200 Kinder und Jugendliche.

In den nordirakischen Distrikten Dohuk-Stadt, Saxo und Sumel profitieren rund 65.000 Kinder und Jugendliche in sechs Flüchtlingslagern und zwei Jugendzentren von den Sportangeboten. Damit das Projekt nachhaltig zur psychosozialen Unterstützung, Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung beiträgt, werden 240 Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer weitergebildet. Die Hälfte der Teilnehmenden sind Frauen.

Bessere Lebensbedingungen im Irak

Bessere Lebensbedingungen für Flüchtlinge und Einheimische

Mehr als drei Millionen Irakerinnen und Iraker befinden sich innerhalb und außerhalb ihres Landes auf der Flucht, um dem Terror der Organisation "Islamischer Staat" zu entgehen. Nach UN-Schätzungen ist ein Drittel von ihnen in die Region Kurdistan-Irak im Nordirak geflüchtet. Auch mehr als 250.000 Menschen aus Syrien haben dort Zuflucht gefunden. Nun leben in vielen Bezirken mehr Flüchtlinge als Einheimische.

Unterstützung der örtlichen Behörden

Die kurdische Regionalregierung unternimmt mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft enorme Anstrengungen, die Flüchtlinge zu versorgen. Allein in der Provinz Dohuk wurden 18 Flüchtlingscamps für jeweils bis zu 50.000 Menschen eingerichtet – zusätzliche Siedlungen sind in Planung.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in den Camps der Region Dohuk aktiv. In enger Zusammenarbeit mit der Welthungerhilfe, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und lokalen Organisationen unterstützt die GIZ die örtlichen Behörden beim Aufbau von Infrastruktur.

So wurden zum Beispiel fünf Gesundheitsstationen in den Camps eingerichtet. Außerdem hat die GIZ in Zusammenarbeit mit UNICEF sieben Schulen gebaut und ausgestattet. In den Städten Dohuk und Zakho entstehen drei weitere Schulen. Auch die psychosoziale Betreuung und rechtliche Beratung von Flüchtlingen zählt zu den Schwerpunkten des deutschen Engagements. Dafür wurden in sechs Camps Gemeindezentren eingerichtet. Die verschiedenen Maßnahmen tragen dazu bei, die Lebensbedingungen der Binnenvertriebenen, Flüchtlinge und der Einheimischen zu verbessern.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hatte der kurdischen Regionalregierung das Vorhaben bei seinem Besuch in der Region Kurdistan-Irak im Oktober 2014 zugesagt. Bislang hat das BMZ dafür insgesamt 37 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die erfolgreichen Ansätze des Vorhabens sollen in den kommenden zwei Jahren fortgeführt und weiter ausgebaut werden.

Beispiele für das bisherige Engagement (Auswahl)

Wasserversorgung in Jordanien

Verbesserung der Wasserversorgung in Jordanien

Seit Ausbruch des Bürgerkriegs sind mehr als 660.000 Syrerinnen und Syrer ins Nachbarland Jordanien geflüchtet. Das entspricht fast zehn Prozent der jordanischen Bevölkerung – und täglich kommen weitere Flüchtlinge hinzu. Der Zuzug so vieler Neuankömmlinge überfordert die Infrastruktur des Landes. Ein großes Problem ist die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser, denn Wasser ist in Jordanien extrem knapp. Schon bevor die Flüchtenden aus Syrien ins Land kamen, wurden Jordaniens Wasserressourcen zu intensiv genutzt und konnten sich darum nicht mehr regenerieren. Jedes Jahr sinkt der Grundwasserspiegel um rund einen Meter.

 

Infrastruktur erneuern

Im Auftrag des BMZ engagiert sich die KfW Entwicklungsbank deshalb bereits seit längerer Zeit im jordanischen Wassersektor. Damit alle Einheimischen und Flüchtlinge ausreichend mit Wasser versorgt werden können und um Konflikte zwischen den beiden Gruppen zu vermeiden, stellt die Bundesregierung seit 2012 erheblich mehr Geld für den jordanischen Wassersektor zur Verfügung. Derzeit werden von der KfW Wasserprojekte im Gesamtumfang von rund 877 Millionen Euro betreut oder vorbereitet. Damit werden sowohl kurzfristig angelegte Maßnahmen zur Linderung der Notlage in den Grenzregionen finanziert als auch Programme zur langfristigen und nachhaltigen Verbesserung der Wasserversorgung in Jordanien. Zum Beispiel sollen alte Tiefbrunnen repariert werden, die Städte wie Irbid, Ramtha und Mafraq versorgen. Diese Städte haben besonders viele Flüchtende aufgenommen – rund 1,7 Millionen Menschen sind auf diese Brunnen angewiesen.

Erste Ergebnisse

135.000 Menschen haben durch Maßnahmen zur Instandsetzung der Versorgungsnetze einen besseren Zugang zu Trinkwasser.

800.000 Flüchtlinge und Jordanier erhalten durch den Ausbau der Aqib-Pipeline, die ein wichtiges Brunnenfeld an das jordanische Wasserversorgungsnetz anschließt, eine sichere Wasserversorgung.

20 Brunnen wurden bis Ende 2014 instand gesetzt. Die zusätzlich verfügbare Wassermenge entspricht dem Wasserbedarf von rund 365.000 Einwohnern.

132.000 Menschen in den Flüchtlingscamps Zaatari und Azraq werden mit sauberem Trinkwasser versorgt (50 Prozent davon durch neu erbaute Brunnen) und haben Zugang zu hygienischen Sanitäreinrichtungen.

12.000 Schüler in den Aufnahmegemeinden haben verbesserte Sanitäreinrichtungen.

Sanitäranlagen in Jordanien

Sanitäranlagen für jordanische Schulen

Etwa 40 Prozent der syrischen Flüchtlinge in Jordanien sind Kinder im schulpflichtigen Alter. 125.000 von ihnen besuchten im 2016/17 jordanische Schulen – oft wird dort in Doppelschichten unterrichtet. Dennoch blieben viele der syrischen Kinder vom Unterricht ausgeschlossen: Die Schulgebäude reichen nicht für so viele Kinder aus. Unter anderem fehlen Toiletten und Waschmöglichkeiten.

"Im vergangenen Jahr konnte meine Tochter nicht am Schulunterricht teilnehmen, da alle Schulen überbelegt waren. Viele syrische Mütter haben mit diesem Problem zu kämpfen – es ist alarmierend!"
(Syrische Mutter)

Hygienesituation verbessern

Das BMZ finanziert ein Programm zur Verbesserung der Sanitär- und Hygienesituation in überbelegten Schulen. Die Toiletten werden instand gesetzt und erweitert. Außerdem wird das Reinigungspersonal geschult und Lehrer werden zu Hygienebeauftragten fortgebildet. Die Kinder lernen im Unterricht, wie wichtig Hygiene für ihre Gesundheit ist.

An einigen Pilotschulen werden zudem Kläranlagen gebaut. Mit den gereinigten Abwässern können Schulgärten bewässert werden. Gärten, die auch eine soziale Funktion haben: Syrische und jordanische Jugendliche pflegen sie gemeinsam und lernen sich dabei besser kennen.

Ziviler Friedensdienst im Libanon

"Ich möchte zur Schule gehen"

Amal Murad ist eine von fast vier Millionen Syrern, die vor dem Bürgerkrieg in ihrem Heimatland geflohen sind. Sie hat eine gefährliche Reise hinter sich. Mit ihrer Familie ist die 14-Jährige zu Fuß bei klirrender Kälte über die Berge in den Libanon geflüchtet. Als die Kämpfe zwischen der syrischen Armee und den Aufständischen immer heftiger wurden, sind viele Bewohner aus ihrem kleinen Dorf im Qalamun-Gebirge geflohen. Mit ihren Eltern und vier Geschwistern lebt Amal nun in Baalbek in einer Zweizimmerwohnung.

Amal vermisst ihre Heimat

Amal fühlt sich wohl in Baalbek, aber sie vermisst ihre Heimat und ihr altes Leben. "Ich kannte eine Menge Leute im Dorf. Wir hatten viele Verwandte. Und mein Vater hatte Arbeit." Mit anderen syrischen Mädchen besucht sie das "Zentrum für Schülerhilfe" in Baalbek. Dort nimmt sie an einem Englischkurs teil. Das Zentrum organisiert Bildungsangebote für libanesische und syrische Schüler. Amal hofft, dass sie bald eine normale libanesische Schule besuchen kann, um in allen Fächern Unterricht zu bekommen.

Raid Hussein, 7

Raid Hussein ist mit seiner Familie im Herbst 2013 vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen. Mit seinen Eltern Imad und Nour und seiner fünfjährigen Schwester Lujain lebt er in der libanesischen Stadt Baalbek. Die Familie teilt sich eine Einzimmerwohnung mit Raids Onkel.

"Wir können nicht zurück"

Die Husseins stammen aus dem syrischen Zabadani, das in der Nähe der libanesischen Grenze liegt. Ihr Haus wurde zerstört. "Wir können nicht zurück. Wir konnten bei unserer Flucht nichts mitnehmen. Alles, was wir dort hatten, ist verbrannt", erklärt Raids Vater Imad.

"Ich wünsche mir, dass meine Tochter behandelt werden kann"

"Als unsere Wohnung bombardiert wurde, hat sich meine Tochter furchtbar erschreckt. Danach hat sie lange kein Wort mehr gesprochen. Es wurde dann etwas besser. Aber bis jetzt hat sie Sprachstörungen. Und bei lauten Geräuschen zuckt sie zusammen und bekommt Angst", erklärt Nour Hussein.

Hilfsbereite Bevölkerung

"Durch uns wird das Leben auch für die Libanesen schwieriger, vor allem wenn es um Arbeitsplätze geht", sagt Imad Hussein. Trotzdem hat der 33-Jährige die örtliche Bevölkerung als sehr hilfsbereit erlebt: "Als meine Tochter schwer krank wurde, haben einige Libanesen für uns Geld gesammelt. Damit konnte ich in die Hauptstadt Beirut fahren und meine Tochter dort behandeln lassen."

"Meine Kinder sollen eine Zukunft haben"

Wafa Al-Daif, 35, ist mit ihrem Mann und ihren sechs Kindern 2013 vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen. Außer ihren Ausweisen und wenigen wichtigen Papieren konnten sie nichts mitnehmen. "Meine Kinder hatten große Angst. Unser Haus wurde bei den Kämpfen zerstört. Es ist völlig ausgebrannt. Es war so schön! Wir haben es neu gebaut, so viel Mühe und Geld hineingesteckt."

Leben in Baalbek

Wie viele syrische Flüchtlinge lebt die Familie Al-Daif nun in der libanesischen Stadt Baalbek. "Mein Mann hat schon vor dem Ausbruch des Krieges hier gearbeitet. Als wir unser Dorf verlassen mussten, hat er für uns hier eine Bleibe gefunden", so Wafa Al-Daif. Die Familie ist beim Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) registriert und bekommt Lebensmittelcoupons. "Das reicht natürlich nicht zum Leben", erzählt die syrische Mutter. Sie ist froh, dass ihr Mann ab und zu Arbeit findet.

"In Syrien haben alle meine Kinder die Schule besucht"

Sara und Ahmad und ihre Geschwister können im Libanon nicht zur Schule gehen. Ihre Eltern haben nicht genug Geld für die Anmeldegebühren, Hefte, Bücher und den Schulbus. "In Syrien haben alle meine Kinder die Schule besucht. Es hat auch etwas gekostet, aber nicht so viel wie hier", erzählt ihre Mutter Wafa Al-Daif. Sie hofft, dass ihre sechs Kinder eines Tages eine Ausbildung machen und ohne Angst leben können. "Ich wünsche mir, dass wir an einem Ort leben können, wo meine Kinder eine Zukunft haben."

Wir schaffen Perspektiven für Flüchtlinge

Mehr als 5,5 Millionen Syrer sind vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat ins Ausland geflohen. Viele von ihnen ins Nachbarland Libanon. Der Wohnungsmarkt, der Arbeitsmarkt, das Gesundheits- und das Bildungssystem der libanesischen Städte und Gemeinden sind dem starken Zustrom nicht gewachsen. Dadurch kommt es zu Konflikten zwischen der libanesischen Bevölkerung und den syrischen Flüchtlingen.

Ein grundlegendes Problem ist die fehlende Kommunikation zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen hat das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) deshalb mit Unterstützung des BMZ Projekte ins Leben gerufen, bei denen sich Libanesen und Syrer besser kennenlernen und Vorurteile abbauen können. Möglichst viele Menschen werden einbezogen: Jugendliche, Frauengruppen, Bürgermeister, Lehrer und Flüchtlingsvertreter. Außerdem werden "Community Mobilizer" ausgebildet, die bei Konflikten vermitteln. Sie reden mit Einheimischen und Flüchtlingen über Sorgen und Ängste, Lebens- und Arbeitsbedingungen. Gemeinsam mit allen Beteiligten versuchen sie dann, die Situation zu verbessern.

Sport in Jordanien

Jordanien: Spielerisch in eine gemeinsame Zukunft

Sport macht Spaß. Er fördert die körperliche und seelische Gesundheit. Er vermittelt Werte wie Fairness, Toleranz, Respekt und Disziplin. Er stärkt das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen und fördert die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Sport wird deshalb in vielen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit erfolgreich eingesetzt, unter anderem zur Friedensförderung und Konfliktprävention.

Die Potenziale von Fußball nutzen

Streetfootballworld ist ein Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen. Mit dem Friedensprojekt "Spielerisch in eine gemeinsame Zukunft: Völkerverständigung durch Sport" bringt die Organisation syrische Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingslagern mit jordanischen Gleichaltrigen für gemeinsame Fußballspiele zusammen. So kommen die Jugendlichen in Kontakt und lernen sich besser kennen. Das Projekt hilft ihnen dabei, Kriegserfahrungen zu verarbeiten und Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Dialog fördern und Gewalt vorbeugen

Das Friedensprojekt "Spielerisch in eine gemeinsame Zukunft: Völkerverständigung durch Sport" wird vom BMZ gefördert. Es erreicht rund 16.000 syrische und jordanische Jugendliche. Mehr als 600 Jugendliche werden zu freiwilligen Trainern ausgebildet: Sie lernen, was bei der Arbeit mit traumatisierten Kindern zu beachten ist, wie man den Dialog fördert und Gewalt vorbeugt . Allen Teilnehmern werden außerdem Wege gezeigt, wie sie nach Beendigung des Krieges in ihren Heimatorten als "peer-educators" die erlernten Fähigkeiten an andere Jugendliche weitergeben können. So können sie dazu beitragen, eine neue, friedliche Gesellschaft aufzubauen.

Mehr Arbeitsplätze in Ägypten

Mehr Arbeitsplätze für Jugendliche

"Endlich habe ich Arbeit gefunden und belaste meine Familie nicht mehr finanziell", freut sich Waffia Mahmoud. Die 25-jährige Ägypterin hat eine feste Stelle in einem Lebensmittelbetrieb in Kairo gefunden. Zuvor war sie ein Jahr lang arbeitslos.

Teilhabe durch Beschäftigung

Trotz einer hohen Arbeitslosigkeit haben zahlreiche Unternehmen in Ägypten Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen, weil die Beschäftigungsangebote für Arbeitssuchende häufig inakzeptabel sind: Oft wird nur wenig Lohn gezahlt, es gibt keine formellen Arbeitsverträge und auch keine Sozialleistungen. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes wird durch diese Verhältnisse gebremst.

Um Zukunftsperspektiven für junge Menschen zu schaffen, unterstützt Deutschland Ägypten dabei, die Beratungs- und Vermittlungsangebote für Arbeitssuchende zu erweitern und die Qualität der Arbeitsstellen zu verbessern. Das Projekt "Teilhabe durch Beschäftigung" ist Teil der Sonderinitiative des BMZ zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika und im Nahen Osten.

Beratung für Unternehmen

Im Rahmen des Projekts werden kleine und mittlere Unternehmen beraten, damit sie ihre Beschäftigungsangebote verbessern können. Außerdem werden "Beschäftigungszentren" aufgebaut, die Schulungen zur Vorbereitung auf den Beruf anbieten.

Auch Waffia Mahmoud hat an einer solchen Schulung teilgenommen und wurde bei der Berufswahl, dem Bewerbungsprozess und der Vorbereitung auf ihren Job unterstützt. Nun blickt sie positiv in die Zukunft: "Die Arbeit macht mir Spaß. Durch den Job habe ich nun auch zum ersten Mal ein richtiges Bankkonto – das hilft mir beim Sparen für die Zukunft."

Ziele und Ergebnisse des Projekts

Bis 2020 sollen mindestens 7.500 Jugendliche auf den Beruf vorbereitet werden, ein Viertel davon Frauen, und

mindestens 9.000 Jugendliche in dauerhafte, formelle Arbeitsverhältnisse vermittelt werden, ein Fünftel davon Frauen.

Außerdem soll die Situation von 9.000 Beschäftigten verbessert werden – zum Beispiel durch bessere Sozialleistungen, bessere Standards der Arbeitsplatzsicherheit und neue Karrieremöglichkeiten.

Ausbildungsplätze in Afghanistan

Ausbildungsplätze schaffen Perspektiven

In Afghanistan leben etwa 1,4 Millionen junge Menschen, die in einem Alter sind, in dem sie eine Berufsausbildung machen könnten – allerdings gibt es für sie bisher noch viel zu wenige Ausbildungsplätze.

Berufsschüler werden nicht optimal auf ihren Beruf vorbereitet

An den landesweit 294 Berufsschulen konnten im Jahr 2016 lediglich 80.000 Jugendliche unterrichtet werden. Viele der Berufsschulen sind zudem schlecht ausgestattet, die Lehrpläne und Prüfungen sind uneinheitlich und den meisten Lehrkräften fehlt Fachpraxis. Viele Berufsschülerinnen und Berufsschüler schließen ihre Ausbildung deshalb ab, ohne optimal auf ihren Beruf vorbereitet zu sein.

Hinzu kommt, dass die Ausbildung vieler Kinder und Jugendlicher in Afghanistan wesentlich von der wirtschaftlichen Situation der Familien abhängt. Nur etwa 15 Prozent der Familien können sich einen 12-jährigen Schulbesuch ihrer Kinder finanziell leisten. Familien, denen das finanziell nicht möglich ist, lassen ihre Kinder entweder arbeiten (circa 30 Prozent) oder schicken sie in eine traditionelle, jedoch informelle betriebliche Berufsausbildung. Etwa 700.000 Jugendliche wurden 2016 auf diese traditionelle Weise und ohne staatliche Unterstützung in kleinen Handwerks- und Handelsbetrieben ausgebildet. Diesen Berufsanfängern fehlt jedoch in vielen Fällen das moderne technische Hintergrundwissen, um ihre Berufe den heutigen Anforderungen entsprechend ausführen zu können.

Praxisnahe Ausbildung

Deutschland unterstützt Afghanistan beim Aufbau eines entsprechenden Berufsbildungssystems – damit möglichst bald alle Jugendlichen praxisnah und nach einheitlichen Standards ausgebildet werden können.

Bisherige Ergebnisse