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Vor Ort

Sudan


Sudan schafft Todesstrafe für Apostasie ab

26.08.2020
Trotz der besorgniserregenden Zunahme der Verletzung der Religionsfreiheit in vielen Ländern gibt es auch positive Entwicklungen. Die sudanesische Übergangsregierung unter Abdul Fatah Burhan hat kürzlich die Straftat der Apostasie, also den Abfall vom Glauben, abgeschafft. Bislang konnte für Apostasie die Todesstrafe verhängt werden.
Auch erklärte die Übergangsregierung Weihnachten zum nationalen Feiertag und hob ein Gesetz auf, das christliche Schulen dazu verpflichtet, am Sonntag Schulunterricht abzuhalten. Christen konnten 2019 zum ersten Mal seit Langem wieder öffentlich Weihnachten feiern. Landesweit kündigten Kirchenglocken Gottesdienste an.
Darüber hinaus wurde ein koptischer Christ in den neuen Regierungsrat berufen. Auch soll vom Staat beschlagnahmtes Land den Kirchengemeinden durch rechtliche Verfahren zurückgegeben werden. Der Minister für Religiöse Angelegenheiten und Stiftungen Nasredin Fofreh hat sich öffentlich bei den Christen für die ungerechte Behandlung unter dem Baschir-Regime entschuldigt.
Die International Contact Group on Freedom of Religion or Belief hat diese positive Entwicklung mit einer gemeinsamen Erklärung gewürdigt. Diese wurde von Australien,  Chile, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Spanien, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den USA unterzeichnet.
In ihrer Erklärung drückten die Staaten ihre Unterstützung für den der demokratischen Transformation und nationalen Versöhnung aus, den das Land beschritten hat.

Eine Reise des Beauftragten in den Sudan musste derzeit pandemiebedingt vertagt werden.

Weitere Informationen

Quelle

Den Volltext lesen Sie hier (englisch): Joint Statement on Sudan

Lexikon der Entwicklungspolitik

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