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Vor Ort

Myanmar/ Bangladesch


Besuch Flüchtlingscamp in Bangladesch

Bei einer Reise nach Myanmar und Bangladesch im Oktober 2018 hat sich der Beauftragte ein Bild über die dramatische Lage der aus Myanmar geflüchteten Rohingya gemacht. In den Camps, die Grübel in Cox's Bazar in Bangladesch besuchte, leben rund 720.000 Rohingya unter schweren Bedingungen. Die vielen Kinder in den Lagern dürfen keine richtige Schule besuchen, den Erwachsenen ist das Arbeiten untersagt. Zwar wird für die Grundbedürfnisse in den Camps gesorgt, doch die Lebensbedingungen sind völlig unzumutbar. 

Die Mehrzahl der Rohingya will in ihre Heimat nach Myanmar zurückkehren, doch müssen dafür die Rahmenbedingungen nach wie vor geschaffen werden. Die Regierung Myanmars steht in der Pflicht, sie vor Verfolgung und Diskriminierung zu schützen, ihnen die Staatsangehörigkeit anzuerkennen und eine wirtschaftliche Grundlage für ihre Rückkehr zu schaffen. Die von der Armee zerstörten Dörfer müssen wieder aufgebaut werden die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden. 

Auch Christen befinden sich in Myanmar in einer schwierigen Lage. Sie werden teilweise durch die Regierung an der freien Ausübung ihrer Religion gehindert und immer wieder kommt es vor, dass religiöse Schriften und Gebäude zerstört werden. 


Lexikon der Entwicklungspolitik

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