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Deutsches Engagement

Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft

Näherinnen und Näher in einem Frauen-Café in Bangladesch

Bei der Einführung, Einhaltung und Kontrolle von Umwelt- und Sozialstandards in Entwicklungsländern spielen Nichtregierungsorganisationen (NROs) eine wichtige Rolle. Sie verfügen meist über gute Kontakte zur Bevölkerung und genießen aufgrund ihrer Unabhängigkeit von staatlichen Stellen hohes Vertrauen.

Um die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie zu verbessern, nehmen NROs zum Beispiel Kontakt zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf, organisieren Fortbildungen und Workshops und setzen sich in Betrieben und bei öffentlichen Stellen für die Belange der Belegschaft ein.

Auch im Fairen Handel übernehmen zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen eine wichtige Funktion. Sie definieren zum Beispiel gemeinsam mit allen Beteiligten Standards und kontrollieren ihre Einhaltung. Die weltweit größte Organisation zur Zertifizierung von Sozialstandards ist die Fairtrade Labelling Organizations International (kurz: Fairtrade International, FLO). Sie garantiert, dass Produkte mit dem Fairtrade-Siegel überall auf der Welt einheitlichen Kriterien entsprechen.

Das BMZ hat Fairtrade International dabei unterstützt, ein Textilsiegel zu entwickeln und seine Umsetzung zu pilotieren. Vorher beschränkte sich der Fairtrade-Ansatz auf den Baumwollanbau. Der neue Fairtrade-Textil-Standard deckt die gesamte Produktions- und Lieferkette von Textilien ab.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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