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Deutsches Engagement

Sport als übergreifendes Thema für Entwicklung nutzen

Unsere Informationen zum Thema Sport für Entwicklung werden zurzeit grundlegend überarbeitet. Die aktualisierte Version finden Sie demnächst hier.

Schüler bei der Leichtathletik

Seit mehr als 30 Jahren werden im Rahmen der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit Sport­projekte gefördert, um Menschen zu mobi­lisieren, zu sensi­bili­sieren und um sie sozial und wirt­schaft­lich zu inte­grieren. Die bis­herigen Erfah­rungen haben gezeigt: Sport fördert wichtige Kom­pe­tenzen, regt zum Dialog an und kann wesent­lich dazu bei­tragen, Ent­wicklungs­ziele zu er­reichen. Deshalb wird das Bun­des­mi­nis­te­rium für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) Sport künftig noch stärker für Ent­wick­lung nutzen.

"Sport für Ent­wick­lung" ist in der deut­schen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit ein über­greifen­des Thema mit zahl­reichen Verbindungen zu verschie­denen ent­wick­lungs­po­litischen Zielen der Bun­des­re­gie­rung.

Frauen in Guinea spielen Fußball. Urheberrecht: Nancy Palus/IRINNeben dem wichtigen Einsatz im Bil­dungs­bereich kann "Sport für Ent­wick­lung" mit Vor­haben in den Bereichen Gesund­heits­för­derung, Gewalt­präven­tion, Gleich­stellung der Ge­schlechter, gute Regie­rungs­führung, Inklusion oder auch Um­welt kom­biniert werden.

Arbeits­schwer­punkte der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit in diesem Themen­feld sind neben Politik­beratung die Ver­netzung und Koordi­nation der deut­schen Akteure sowie die Planung und Um­setzung von Pilot­maßnah­men.

Ziel­gruppe der deutschen Akti­vi­täten sind vor allem Kinder und Jugend­liche. Junge Menschen, die sonst nur Chancen­losig­keit kennen, sollen über Sport ein neues Lebens­gefühl ent­wickeln. Besonders berück­sichtigt werden dabei Mädchen und junge Frauen, die oft zusätz­lich benach­teiligt sind. Ein weiteres Ziel ist die Inklusion von Men­schen mit Behin­derun­gen im und durch Sport.

Vernetzung und Koordination der Akteure

Sport ist in Deutsch­land nicht nur ein relevanter Wirt­schafts­faktor – die Sport­lerinnen und Sportler und ihre viel­fältigen In­sti­tu­tionen und Verbände sind eine wichtige Säule der Zivil­ge­sell­schaft. Die deutsche Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit kann über den Sport neue Partner gewinnen und neue Im­pulse erhalten.

Das BMZ arbeitet bereits mit Re­gierungs- und Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie mit Ein­rich­tungen der Privat­wirt­schaft zusammen, die Sport zur persön­lichen und beruf­lichen Ent­wicklungs­för­derung Jugend­licher ein­setzen. Um die Erfah­rungen und das Know-how dieser Akteure künftig noch besser nutzen zu können, fördert das BMZ ihre Vernet­zung. Außer­dem wird es im Bereich Sport in Zu­kunft noch stärker mit in­ter­na­ti­o­nalen Or­ga­ni­sa­ti­o­nen und Netz­werken sowie mit In­sti­tu­tionen der Partner­länder kooperieren.

Nähere Informationen über diese Kooperations­partner finden Sie hier.

Pilotmaßnahmen


Jugendliche spielen Basketball in einer Plattenbau-Siedlung in Ulan Bator in der Mongolei.

Bei Pilot­maßnah­men der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit im Sport­bereich steht immer der soziale Aspekt im Mittel­punkt. Das BMZ verfolgt mit seinen Part­nern wie dem Deut­schen Fuß­ball-Bund (DFB) und dem Deut­schen Olympi­schen Sport­bund (DOSB) dabei einen mehr­dimensio­nalen Ansatz und kombi­niert Sport mit anderen Be­reichen der Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit, zum Beispiel mit Bildung, mit Friedens­förderung oder mit HIV-Präven­tion.

Deutsch­land fördert in seinen Part­ner­ländern zum Beispiel außer­schuli­sche Sport­ange­bote und setzt sich dafür ein, Sport stärker in den Lehr­plänen zu veran­kern. Durch die Aus­bildung von Jugend­lichen zu Traine­rinnen und Trai­nern wird Sport auch mit beruf­licher Bil­dung und Be­schäftigungs­för­derung ver­bunden.

Einige Maßnah­men stellen wir Ihnen hier vor.

Zu­sam­men­ar­beit mit der Wissenschaft


Um die bisherigen Erfah­rungen im Bereich "Sport für Ent­wick­lung" aus­zu­werten und für weitere Vor­haben zu nutzen, ko­operiert die deutsche Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit mit wissenschaftlichen In­sti­tu­tionen. Sie werden in alle Beratungs-, Monitoring- und Evaluierungs­pro­zesse ein­gebunden. Mit den Ergeb­nissen dieser Arbeit soll die Qualität und Wirk­sam­keit der Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit im Bereich "Sport für Ent­wick­lung" verbessert werden. Dazu wird zum Beispiel mit der Deutschen Sport­hoch­schule Köln (DSHS) und dem Welt­rat für Sport­wissen­schaft und Leibes-/Körper­er­ziehung (In­ter­national Council of Sport Science and Physical Education, ICSSPE) zu­sam­men­gear­beitet.

Informationen über diese Ko­operations­partner finden Sie hier.

Zu­sam­men­ar­beit mit der Wirtschaft


Ein zentrales Anliegen des BMZ ist, auch in Zukunft privat­wirt­schaft­liche Unter­nehmen für Aktivi­täten im Bereich "Sport für Ent­wick­lung" zu gewinnen und gemein­same Inte­ressen zu fördern.

Ein Beispiel ist eine Strate­gische Allianz mit einem Sport­artikel­her­steller, die über das Pro­gramm develoPPP.de finan­ziert wird. Sie hat das Ziel, benach­teiligte Kinder in aus­gewähl­ten Grund­schulen in Brasilien und Süd­afrika durch Sport zu fördern. Die neue Allianz trägt auch dazu bei, Bewe­gung generell zu fördern und da­durch zukünf­tigen Kosten im Gesund­heits­system vor­zu­beugen.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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