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Wirtschaft, Wachstum und Beschäftigung

Berufliche Bildung

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Student der Hilfsorganisation 'Menschen für Menschen' beim Unterricht in der Metallverarbeitung, Harar, Äthiopien.

Bildung und die ständige Weiter­entwicklung von beruflichen sowie sozialen Fähig- und Fertig­keiten sind zu zentralen Wett­be­werbs­faktoren der globalisierten Wirt­schaft geworden. Die Ko­ope­ra­tions­länder der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit be­nötigen dringend qualifizierte Arbeits­kräfte, damit sie wirt­schaft­lich auf Dauer im welt­weiten Wett­bewerb bestehen können.

Die bestehenden Berufs­bildungs­systeme entsprechen jedoch häufig noch nicht den heutigen gesell­schaft­lichen und wirt­schaft­lichen Erfordernissen: Die Qualität der Aus­bildung ist noch zu wenig am Arbeits­markt und der praktischen Arbeit orientiert, Lehr­pläne sind veraltet und die Qualität und Quantität der Berufs­bildungs­infra­struktur in aller Regel unzureichend.

Die unterschiedlichen Wirtschafts­strukturen in Transformations-, Schwellen- und Ent­wick­lungs­ländern sind durch ein ausgeprägtes Neben­einander von modernen Wirt­schafts­zweigen und tra­di­tio­nell geprägten Handwerks- und Handels­strukturen ge­kenn­zeich­net. Dem­entsprechend müssen auch Qualifizierungs­systeme differenziertere Ausbildungs­angebote machen. Dies gilt vor allem für Zukunfts­branchen wie die erneuerbaren Energien, den Umwelt- und Ressourcen­schutz und die damit im Zusammen­hang stehende Versorgung von Menschen mit Nahrung und Wasser.

Ganzheitlicher Reformansatz

Deutsch­land bündelt Maß­nahmen der beruflichen Bildung zu­neh­mend in ganz­heit­lichen Ansätzen von Bildungs­system­reformen. Diese berücksichtigen ins­be­son­dere die Über­gänge zu anderen Bildungs­bereichen, zum Arbeits­markt sowie zur Wirtschafts- und Beschäftigungs­politik des jeweiligen Landes. Die deutsche Un­ter­stüt­zung orientiert sich dabei unter anderem an den Schlüssel­merkmalen der dualen Berufs­bildung, wie sie in Deutsch­land erfolg­reich praktiziert wird. Im Mittel­punkt stehen die arbeits­markt­gerechte Weiter­entwicklung von Berufs­bildungs­systemen, die Erarbeitung von Qualitäts­standards sowie die Etablierung von Qualifizierungs­programmen für Lehr­kräfte, Bildungs­planer und Schulleiter.

Durch Instrumente des Capacity De­vel­op­ment (Ausbau von Fähigkeiten) werden die Potenziale von lokalen In­sti­tu­tionen und Personen gefördert, um not­wendige Reformen kompetent durch­führen zu können. Die Qualität der beruf­lichen Bildung wird gesichert, indem Qualifikations- und Zertifizierungs­standards sowie nationale Qualifikations­rahmen­werke entwickelt werden. Kompetenzen und Abschlüsse werden dadurch besser ver­gleich­bar. Dies erleichtert und erhöht die berufliche Mobilität der Menschen und macht die Migration von qualifizierten Fach­kräften steuerbarer.

Attraktivität der Berufsbildung steigern

Eine weitere wichtige Voraus­setzung für erfolgreiches Lernen ist die Lern­umgebung, das heißt eine funktionierende Infra­struk­tur. Daher unterstützt Deutsch­land die Ausstattung von Berufs­schulen und Technologie­kompetenzzentren. Diese In­ves­ti­tio­nen haben einen lang­fristigen Nutzen und leisten einen direkten Beitrag zur Qualitäts­sicherung der beruflichen Bildung.

Durch die Verankerung der beruflichen Bildung in einem ganz­heit­lichen Bildungs­ansatz wird die Durch­lässigkeit zu höher­wertigen Qualifikationen gesteigert und die berufliche Bildung wird attrak­tiver. Eine verstärkte Zu­sam­men­ar­beit mit Partnern aus Wirt­schaft und Zivilgesellschaft fördert eine nach­hal­tige Wirt­schafts­ent­wick­lung. Beruf­liche Bildung ist eine wichtige Säule des inte­grierten Ansatzes der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit zur Bekämpfung von Arbeits­losigkeit und Unter­beschäftigung.

Ausführliche Informationen zur Förderung der beruflichen Bildung finden Sie auch im Kapitel Bildung.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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