Deutsches Engagement Partnerländer bei ihrer Migrationspolitik beraten

Damit Migration für alle Beteilig­ten Gewinn bringen kann, müssen alle Seiten eng zusammen­arbeiten. Die Politik der Her­kunfts­länder gegenüber Migrantinnen und Migranten und Rück­kehrerinnen und Rück­kehrern spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Ein Auszubildender im GIZ-Ausbildungscontainer in Tunis, in dem Handwerker ausgebildet werden
Ein Auszubildender im GIZ-Ausbildungscontainer in Tunis, in dem Handwerker ausgebildet werden

Wir orientieren uns dabei an den Zielen des Globalen Paktes für eine sichere, geordnete und reguläre Migration (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (GCM).

Darin heißt es: "Migration trägt, insbesondere wenn sie gut gesteuert wird, zu positiven Ent­wicklungs­ergeb­nissen und zur Verwirk­lichung der Ziele der Agenda 2030 für nach­haltige Ent­wicklung bei. Ziel des Globalen Paktes ist es, das Potenzial der Migration für die Erreichung aller Ziele für nachhaltige Entwicklung zu nutzen (…)."


Chancen von Migration nutzen, Risiken mindern

Die Partnerländer der deutschen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit werden vom BMZ dabei unter­stützt, die Chancen von Migration zu nutzen, aber auch Risiken und negative Effekte wie eine ent­wicklungs­schä­digende Ab­wanderung von Fachkräften zu mindern. Das bedeutet zum Beispiel, dass nur so viele Kranken­pflegerinnen und Kranken­pfleger auswandern, wie das Gesund­heits­system in den Part­ner­ländern verkraften kann. Die Gesund­heits­versorgung der Menschen in den Partner­ländern darf sich dadurch nicht verschlechtern.

Das BMZ unterstützt die Partner­länder zudem dabei, die Bedingungen im Land so zu verbessern, dass sich die Menschen nicht dazu gezwungen fühlen, ihre Heimat zu verlassen. Es geht darum, gute Aufnahme­bedingungen für Migrantinnen und Migranten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu schaffen, Menschen­handel zu bekämpfen und rück­kehrende Migrantinnen und Migranten wieder einzu­gliedern.

Das BMZ berät derzeit mit dieser Ziel­setzung die Regierungen von Niger, Marokko, Kosovo und Tadschikistan sowie die Kommission der Afrikanischen Union.

Deutsche Expertinnen und Experten beraten die Regierungen von Her­kunfts­ländern zum Beispiel beim Aufbau von Arbeits­einheiten und bilden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fort. Sie befassen sich unter anderem mit der Reinte­gration von Rück­kehrern, der Unter­stützung bei der Arbeits­suche sowie mit dem Aufbau von Netz­werken für den Wissens­transfer.