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Cashew-Verarbeitungsunternehmen in Ghana
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

"Ich lasse es nicht mehr gelten, dass deutsche Unternehmen sagen, wir können die Bedingungen in unseren Produktionsstätten nicht kontrollieren."

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller
Globalisierung gerecht gestalten

Mehr Fairness in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten

Die Globalisierung der Märkte ist weit fortgeschritten, sie erhöht unseren Lebensstandard und bereichert unseren Alltag. Heute stammen sehr viele Produkte, die für unser tägliches Leben wichtig und selbstverständlich sind, aus Entwicklungsländern.

Doch noch viel zu oft bauen wir unseren Wohlstand auf dem Rücken der Menschen in Entwicklungsländern auf. Viele der Produkte und Rohstoffe, die wir von dort erhalten, werden unter untragbaren Arbeitsbedingungen, für Hungerlöhne oder sogar mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt.

Diese Situation ist inakzeptabel. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) engagiert sich auf vielfältige Weise dafür, dass sie sich verbessert.

Im Juni 2011 haben die Vereinten Nationen Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedet. Dieses internationale Rahmenwerk formuliert Anforderungen an Politik und Wirtschaft und definiert die menschenrechtlichen Pflichten von Staaten und die Verantwortung von Unternehmen in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten.

In Deutschland gibt es mit dem Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen. Die Einhaltung dieser Verpflichtung wird jetzt erstmals bei großen Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern überprüft. Dazu hat das Bundesentwicklungsministerium Ende 2018 gemeinsam mit dem Wirtschafts-, Arbeits-, Finanz- und Außenministerium 7.000 deutsche Unternehmen angeschrieben. Die Firmen sind aufgerufen, detailliert darzulegen, wie sie Menschenrechte und Sozialstandards in ihren Lieferketten einhalten.

Von den Antworten wird die Bundesregierung abhängig machen, ob die Verantwortung von Unternehmen für ihre Lieferketten zukünftig gesetzlich geregelt werden muss.

Das Engagement des BMZ

Menschenwürdige Arbeit für alle erreichen

Die globale Konkurrenz um Märkte und Investoren ist hart. Um sich kurzfristig Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, werden in manchen Entwicklungsländern grundlegende Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer missachtet – die Sozialstandards.

Deutschland setzt sich für die weltweite Durchsetzung und Einhaltung dieser Standards ein, denn sie tragen wesentlich zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Minderung der Armut in Entwicklungsländern bei. Mehr

Ein junger Arbeiter im Hafen von Dhaka in Bangladesch.

Marshallplan mit Afrika

"Wir brauchen einen Paradigmenwechsel und müssen begreifen, dass Afrika nicht der Kontinent billiger Ressourcen ist, sondern die Menschen dort Infrastruktur und Zukunft benötigen", erklärt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller.

Mit dem Marshallplan mit Afrika hat das Bundesentwicklungsministerium seine Zusammenarbeit mit den afrikansichen Staaten neu ausgerichtet. Eine wichtige Voraussetzung für das Ziel des Marshallplans, eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung auf dem afrikanischen Kontinent zu erreichen, ist es, mehr Wertschöpfung vor Ort zu erzielen und den Handel mit und in Afrika zu stärken. Mehr

Logo Marshallplan mit Afrika

Agenda 2030 umsetzen

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung dokumentiert die internationale Staatengemeinschaft ihre Überzeugung, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Die Agenda schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten.

Deutschland übernimmt Verantwortung und ist bereit, gemeinsam mit seinen Partnern zum erforderlichen Wandel beizutragen. Mit Ziel 8 (Menschenwürdige Arbeit für alle fördern) und Ziel 12 (Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen) trägt die Agenda 2030 weltweit zu guter Arbeit bei. Mehr

Übersicht: Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung

Umweltstandards durchsetzen

Umweltschutzmaßnahmen und umweltfreundliche Produktionsverfahren schonen die Ökosysteme und helfen, natürliche Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Sie sind langfristig entwicklungsfördernd und volkswirtschaftlich rentabel. Zusätzlich werden sie für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil, weil immer mehr Konsumenten eine nachhaltige Produktion einfordern.

Der Staat und auch die Unternehmen selbst können mit Mitteln der Marktwirtschaft Anreize für ein zeitgemäßes Umwelt- und Ressourcenmanagement schaffen. Ein wichtiger Baustein dafür sind Umweltstandards. Sie fördern eine auf Nachhaltigkeit ausgelegte Entwicklung und helfen, natürliche Ressourcen auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Das BMZ unterstützt seine Partnerländer bei der Einführung solcher Standards. Mehr

Beseitigung von Sondermüll, Côte d'Ivoire.

Umwelt- und Sozialstandards in der Textilproduktion verbessern

Weltweit arbeiten mehr als 60 Millionen Menschen in der Textil- und Bekleidungsbranche, die meisten von ihnen in Entwicklungs- und Schwellenländern, die Lieferketten sind komplex. Deutschland engagiert sich auf verschiedenen Ebenen für Umwelt- und Sozialstandards in diesem stark verflochtenen Wirtschaftszweig.

So setzt sich das BMZ in internationalen Organisationen und bei der Zusammenarbeit mit seinen Partnerländern intensiv für das Thema ein. Und gemeinsam mit der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft entwickelt das BMZ Initiativen wie zum Beispiel das Bündnis für nachhaltige Textilien.
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Arbeiterinnen und Arbeiter in einer Textilfabrik in Bangladesch, in der besonders auf die Einhaltung der gesetzlichen Sozial- und Umweltstandards geachtet wird

Kinderarbeit beenden

Nach aktuellen Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten rund 152 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren unter Gegebenheiten, die als Kinderarbeit einzustufen sind, nahezu die Hälfte von ihnen unter ausbeuterischen und oft gesundheitsschädlichen und gefährlichen Bedingungen.

Armut, Einkommensschwankungen durch Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen sowie eine fehlgeleitete Wirtschafts- und Sozialpolitik sind häufige Ursachen von Kinderarbeit. Deutschland setzt sich mit großem Nachdruck dafür ein, dass weltweit keine Kinder mehr unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen arbeiten müssen. Mehr

Eine Junge arbeitet als Lastenträger auf einer staubigen Straße in der Nähe der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu

Menschenrechte von der Wirtschaft einfordern

Das BMZ-Menschenrechtskonzept legt fest, dass die Bundesregierung bei Gefahr von Menschenrechtsverletzungen Werte über Wirtschaftsinteressen stellt.

Um die Menschenrechte auch im Wirtschaftssektor weltweit durchzusetzen, bezieht das BMZ alle Akteure mit ein: Regierungen, Unternehmen, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Mehr

Mitarbeiter einer Pharmafabrik in der Demokratischen Republik Kongo.

Fairen Handel unterstützen

Fairer Handel ist eine Partnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt.

Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Verbraucherinnen und Verbraucher: Durch ihre Kaufentscheidungen können sie unmittelbar Einfluss auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern nehmen. Das BMZ unterstützt den Fairen Handel und informiert die Bürgerinnen und Bürger über seine Funktionsweise, seine Produkte und seine große Bedeutung für die Verminderung der weltweiten Armut. Mehr

Teeblätter in den Händen einer Teepflückerin der Teeplantage der Wakulima Teegesellschaft, die fair gehandelten Tee anbietet.

Landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten fördern

Eine landwirtschaftliche Wertschöpfungskette umfasst alle Stufen der Erzeugung, der Verarbeitung und des Vertriebs oder Exports eines Agrarprodukts. Dazu zählen Frischprodukte wie Obst, Gemüse und Fleisch, Grundnahrungsmittel wie Getreide, verarbeitete Lebensmittel, wie Schokolade, Agrarrohstoffe wie Kakao, Baumwolle oder Pflanzenöl und handwerkliche Produkte.

Die Wettbewerbsposition der Bauern hängt stark davon ab, wie verlässlich ihre Vertragsbeziehungen zu den anderen Gliedern der Wertschöpfungskette sind, vor allem zu verarbeitenden Betrieben und Handelsunternehmen. Eine entwicklungspolitische Förderung von Wertschöpfungsketten ist vor allem dort sinnvoll und notwendig, wo die staatlichen Strukturen schwach sind und ein Mangel an Infrastruktur, bedarfsgerechten Dienstleistungen, Rechtssicherheit und Qualitäts- und Produktstandards herrscht.

Die Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten gehört zu den Schwerpunkten der BMZ-Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger". Mehr

Süsskartoffeln auf einem Feld in Kenia

Entwaldungsfreie Lieferketten fördern

Jedes Jahr gehen mehrere Millionen Hektar Wald verloren, weil sie in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden. Vor diesem Hintergrund ist die Förderung entwaldungsfreier Lieferketten eine wichtige Aufgabe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Sie stellen sicher, dass die landwirtschaftliche Produktion in einem festgelegten Gebiet keine Wälder schädigt. Ein Kontrollsystem gewährleistet, dass die Produkte rückverfolgbar sind und der Ressourcenschutz regelmäßig überprüft wird.

In der New Yorker Walderklärung hat sich Deutschland 2014 gemeinsam mit fast 180 weiteren Regierungen, Unternehmen und Vertretern der Zivilgesellschaft dazu verpflichtet, bis 2020 die Lieferketten globaler Agrarrohstoffe entwaldungsfrei zu gestalten. 2015 hat Deutschland mit Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Norwegen die Amsterdam-Erklärung zur Förderung entwaldungsfreier Lieferketten und eines nachhaltigen Palmölanbaus unterzeichnet. Mehr

Urwald in Togo

Welthandel fair gestalten

Die Bundesregierung trägt mit ihrer Entwicklungspolitik zu einer stabilen und sozial verantwortlichen Weltwirtschaftsordnung im Sinne einer "globalen Partnerschaft" bei. Voraussetzung dafür ist ein offenes, gerechtes Handelssystem, das auf festen Regeln beruht und Entwicklungsländern die Möglichkeit gibt, sich in globale Wertschöpfungsketten zu integrieren.

Zur Verwirklichung dieses Ziels müssen wichtige Institutionen und Abkommen, die die Weltwirtschaft regeln, weiterentwickelt werden. Die Bundesrepublik setzt sich auf internationalen Konferenzen und in Verhandlungen dafür ein, die Interessen von Entwicklungs- und Transformationsländern stärker zu berücksichtigen, damit sie mit ihren Produkten eine Chance auf dem Weltmarkt bekommen. Mehr

Markt in Beira, Mosambik

Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (EITI)

In Entwicklungs- und Schwellenländern können durch die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen große Einnahmen erzielt werden, die für das Wirtschaftswachstum und die soziale Entwicklung dieser Länder bedeutsam sind.

Wird die Öffentlichkeit nicht über die Höhe dieser Einnahmen informiert, kann dies zu Misstrauen, einer Schwächung der Regierungsführung und sogar zu Konflikten führen. Öffentlich zugängliche Informationen fördern dagegen eine sachkundige Debatte über das Management und die Nutzung der natürlichen Ressourcen. Sie ermöglichen es den Bürgerinnen und Bürger eines Landes, die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft besser zur Rechenschaft ziehen.

Die Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (Extractive Industries Transparency Initiative, EITI) ist eine globale Initiative für Finanztransparenz und Rechenschaftspflicht bei der Erfassung und Offenlegung der Einnahmen aus dem Abbau von natürlichen Rohstoffvorkommen.

Die Bundesregierung fördert EITI seit dem Entstehen der Initiative im Jahr 2003. Mehr

Arbeiter in einem Kohletagebau in Sambia.

Unternehmerische Verantwortung fördern

Ein Unternehmen hat durch seine Geschäftstätigkeit Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auf Kunden, die Umwelt und das wirtschaftliche Umfeld. Die Frage nach der Verantwortung, die daraus resultiert, ist heute ein wichtiger Aspekt der modernen Unternehmenspolitik.

Das BMZ setzt sich dafür ein, weltweit menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Unternehmen zu etablieren. Beispiele für Initiativen des BMZ in diesem Bereich sind der freiwillige Verhaltenskodex für die Kaffeewirtschaft, den das BMZ gemeinsam mit dem deutschen Kaffeeverband initiiert hat, sowie der "Runde Tisch Verhaltenskodizes", der Richtlinien für das Engagement deutscher Firmen in Entwicklungsländern erarbeitet.

Das BMZ unterstützt darüber hinaus den Global Compact, eine von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Allianz zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zur Stärkung von Unternehmensverantwortung. Mehr

Mitarbeiterinnen eines Weinlabors in Tiflis, Georgien

Publikationen

Videos

Faire Einkommen erreichen

Vor allem im globalen Süden – von wo wir viele Agrarrohstoffe beziehen – haben viele Bauernfamilien trotz harter Arbeit zu wenig Geld. Oft reicht es nicht einmal für die benötigten Lebensmittel – und die Kinder müssen mitarbeiten und können nicht zur Schule gehen.

Damit sich die Situation der Familien langfristig ändert, müssen alle Akteure ihren Beitrag leisten: Bauernkooperativen, Unternehmen, Regierungen und zivilgesellschaftliche Organisationen in den Anbau- und auch in den Konsumentenländern.

Dieser Film erklärt, wie wir mit allen Akteuren zusammenarbeiten, um faire Einkommen zu realisieren.

Weitere Informationen: www.living-income.com

Kinderarbeit bekämpfen

In vielen Entwicklungsländern stellen junge Menschen die Mehrheit der Bevölkerung. Gleichzeitig sind Kinder und Jugendliche dort die am stärksten benachteiligte Gruppe. Das führt unter anderem dazu, dass weltweit etwa 152 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten müssen. Knapp die Hälfte von ihnen sogar unter potenziell gesundheitsschädlichen und gefährlichen Bedingungen. Am größten ist der Anteil der arbeitenden Kinder in Afrika, jedes fünfte Kind ist dort betroffen.

Die deutsche Bundesregierung setzt sich mit Nachdruck für die Bekämpfung von ausbeuterischen und gefährlichen Formen der Kinderarbeit ein.

Geht 'ne Banane zum Psychiater …

Das Aktionsbündnis für nachhaltige Bananen lässt in einem Werbefilm eine Banane zu Wort kommen. Auf der Couch eines Psychiaters schüttet sie ihr Herz aus …

Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Kakaosektor

Mit einem Anteil von 40 Prozent an der Weltkakaoproduktion ist Côte d'Ivoire der größte Kakaoproduzent der Welt. 800.000 Kleinbauern pflanzen dort Kakaobäume an. Der Schokoladenrohstoff spielt eine wichtige wirtschaftliche und auch soziale Rolle in der ivorischen Gesellschaft. Doch der Kakaosektor steht vor zahlreichen Herausforderungen.

Mit dem Projekt Pro-Planteurs will das Forum Nachhaltiger Kakao zu mehr Nachhaltigkeit in der Kakaowirtschaft beitragen.

Forum Nachhaltiger Kakao

Kakao wird in Côte d'Ivoire zumeist in entlegenen ländlichen Gebieten angebaut. Die Plantagen sind häufig alt und ihre Produktivität ist gering, unter anderem, weil die Bauern veraltete landwirtschaftliche Methoden anwenden.

Die Mitglieder des Forums Nachhaltiger Kakao haben deshalb Trainingsmaterialien entwickelt und bieten Schulungen an. Die Bäuerinnen und Bauern erhalten dadurch die Chance zu lernen, wie sich ein landwirtschaftlicher Betrieb gewinnbringend gestalten lässt.

Eine Reise in die Welt des Kakaos

Wollt ihr wissen, woher die Schokolade kommt? Wo der Kakao wächst und wie er angebaut wird? Wie die Menschen auf den Kakaoplantagen leben?

Das Video für Kinder lädt zu einer spannenden Reise in die Welt des Kakaos ein.

Nachhaltige Lieferketten durch Waldschutz

Nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern auch für uns Menschen ist Wald überlebenswichtig. Für mehr als 1,6 Milliarden Menschen bietet er eine direkte Lebensgrundlage. Dennoch roden wir für unseren steigenden Konsum ununterbrochen Bäume und vernichten Wälder. Die Flächen nutzen wir dann für den Anbau von Agrarrohstoffen – wie Soja, Palmöl, Kautschuk, Kakao oder Kaffee. Dass das so nicht weitergehen kann, haben bereits zahlreiche Unternehmen und Regierungen erkannt. Sie verpflichteten sich, entwaldungsfreie Lieferketten aufzubauen.

Made in Bangladesh – Arbeitsbedingungen in der Textilbranche

Der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza im April 2013 in Bangladesch zeigte auf tragische Weise, wie katastrophal die Bedingungen in vielen Produktionsländern der Textilindustrie sind: Unsichere Gebäude, schlechter Brandschutz, Einsatz giftiger Chemikalien, Löhne, die kaum zum Überleben reichen. Entwicklungsminister Gerd Müller hat deshalb gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Bündnis für nachhaltige Textilien auf den Weg gebracht.

Wie erkennt man faire Mode?

Weltweit arbeiten rund 60 Millionen Menschen in der Textilindustrie, die meisten von ihnen in Entwicklungs- und Schwellenländern unter unzumutbaren Umständen. Die gezahlten Löhne reichen kaum zum Überleben und auch Sicherheitsstandards werden häufig missachtet.

Der YouTuber "Manniac" erklärt in seinem Video Jugendlichen, was jeder von uns für fair produzierte Kleidung und bessere Arbeitsbedingungen in der Textilbranche tun kann.

Mitmachen!

Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher

Jede und jeder kann dazu beitragen, dass unsere Welt gerechter wird. Fair und nachhaltig zu leben bedeutet, sich die Folgen seiner Lebens- und Konsumgewohnheiten bewusst zu machen und verantwortungsvoll zu handeln.

Nachhaltigkeit ist dabei nicht nur auf ökologische Aspekte beschränkt – sie hat ebenso wichtige wirtschaftliche, soziale und politische Dimensionen. Helfen Sie mit, dem Ideal einer gerechten und nachhaltigen Welt ein Stück näherzukommen! Zum Beispiel indem Sie fair einkaufen, fair reisen oder ihr Geld fair anlegen. Mehr

Frau beim Einkaufen

Informationen zum Thema "Verantwortungsvoller Konsum"

Lexikon der Entwicklungspolitik

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