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Klimawandel und Entwicklung

Gletscher in Norwegen und COP25-Logo

Klimawandel – Zeit zu handeln

"Der Klimawandel ist das entscheidende Thema unserer Zeit – und wir befinden uns in einem entscheidenden Moment", so UN-Generalsekretär António Guterres. "Wir haben die Mittel, um wirkungsvoll zu handeln. Aber es mangelt – selbst nach dem Pariser Klimaabkommen – an Führung und am Ehrgeiz, um das zu tun, was nötig ist."

Die globale Transformation hin zu einer klimafreundlichen und gegenüber den Folgen des Klimawandels widerstandsfähigen Entwicklung ist eingeläutet. Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen hat die Staatengemeinschaft im Jahr 2015 den politischen Rahmen dafür geschaffen. Weiterlesen

Symbolbild: Erde als Glühbirne
Logo der COP25

Die UN-Klimakonferenz 2019 in Madrid – #COP25

Die 25. Weltklimakonferenz (COP25) findet vom 2. bis 13. Dezember 2019 in Madrid statt.

Mit dem Pariser Klimaabkommen haben sich erstmals fast alle Länder der Welt zu konkretem Handeln angesichts des Klimawandels verpflichtet. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2° C, möglichst 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

Auf der Weltklimakonferenz des vergangenen Jahres einigte sich die Staatengemeinschaft im polnischen Kattowitz auf ein umfassendes Regelbuch zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Dieses wird nun auf der COP25 abschließend verhandelt. Offen ist insbesondere eine Einigung zu Marktmechanismen, die den Handel mit Emissionszertifikaten unter Artikel 6 des Pariser Abkommens regeln.

Zudem sollen die Vertragsstaaten im Nachgang zum UN-Klimagipfel im September 2019 in New York für eine entschlossene Umsetzung des Abkommens mobilisiert werden. Denn 2020 müssen die Vertragsstaaten eine aktualisierte Version ihrer nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) vorlegen.

Thematische Schwerpunkte der COP25

Nachdem Chile aufgrund innenpolitisch motivierter Proteste angekündigt hatte, nicht wie geplant als Gastgeber der COP25 zur Verfügung zu stehen, hat sich Spanien kurzfristig bereit erklärt, die Weltklimakonferenz in Madrid auszurichten. Chile behält aber die Präsidentschaft der COP25 und setzt weiterhin einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Rolle der Ozeane für das Klima ("Blue COP").

Weitere Themen sind die Antarktis, Biodiversität und Waldschutz, Anpassung an den Klimawandel, Städte, erneuerbare Energie, Kreislaufwirtschaft und Elektromobilität sowie Geschlechtergerechtigkeit.

Jenseits der Verhandlungen bietet die Klimakonferenz staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren ein Forum, um positiv in die Verhandlungen hineinzuwirken und konkrete Umsetzungsschritte voranzutreiben.

Der Deutsche Pavillon auf der COP25

Unter dem Motto "Speeding up climate action together" präsentieren die Bundesregierung und die deutsche Zivilgesellschaft ihr Engagement für das Klima im Deutschen Pavillon auf dem Konferenzgelände.

Besonders Entwicklungsländer leiden unter den Folgen des Klimawandels. Gleichzeitig lassen sich durch eine klimafreundliche Ausrichtung der Wirtschaft enorme Entwicklungsfortschritte erzielen. Klimapolitik ist somit auch immer Entwicklungspolitik.

Das BMZ setzt sich dafür ein, dass diese Länder auch im Angesicht des Klimawandels nachhaltige Entwicklungspfade einschlagen können und das notwendige Rüstzeug erhalten, um sich an die unabwendbar eintretenden Folgen des Klimawandels anzupassen.

Publikationen

Das deutsche Engagement

Wir engagieren uns, indem wir

  • unsere Partner dabei unterstützen, ihre NDCs ehrgeiziger zu gestalten, etwa über die globale NDC-Partnerschaft und bilaterale Klimapartnerschaften,
  • die Rolle der Anpassung an die Folgen des Klimawandels in den internationalen Verhandlungen stärken,
  • uns für die Schaffung robuster internationaler Marktmechanismen für Ambitionssteigerung einsetzen und für einen glaubwürdigen Emissionshandel einstehen,
  • den weltweiten Kohleausstieg durch Schaffung klimafreundlicher Alternativen wie Energie aus Sonne und Wind, insbesondere in Afrika fördern,
  • den Erhalt der Tropenwälder für das Klima und seine Bewohnerinnen und Bewohner unterstützen,
  • Natur-basierte Lösungen für Klimaschutz und Anpassung unterstützen und die Ozeane und die Bewohner der Küsten mit Mangroven und Korallenriffen schützen,
  • Erfolge von Klimarisikoversicherungen im Kampf gegen den Klimawandel würdigen und die Zusammenarbeit von Versicherern, Staaten und dem Privatsektor stärken,
  • uns dafür einsetzen, einen besseren Umgang mit durch den Klimawandel verursachten Schäden und Wetterkatastrophen zu erreichen,
  • dazu beitragen, die internationalen Klimafinanzierungs-Versprechen zu erfüllen und auch mit Partnern wie multilateralen Entwicklungsbanken daran arbeiten, Finanzströme Paris-kompatibel zu machen,
  • Entwicklung und Klimaschutz auch über freiwillige Kompensationsmaßnahmen der Wirtschaft verbinden, wie durch die Allianz für Entwicklung und Klima,
  • die Gleichberechtigung der Geschlechter beim Kampf gegen den Klimawandel voranbringen.

Aktuelles

Vom Meer zerstörtes Haus in Beira, Mosambik

BMZ kündigt auf der Klimakonferenz in Madrid neue Projekte zur Absicherung von Klimarisiken und zum Schutz der Ozeane an

09.12.2019 – Auf der Klimakonferenz COP25 in Madrid hat das BMZ mehrere neue Initiativen vorgestellt, die einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten und Menschen in Entwicklungsländern unterstützen, die bereits heute unter den Folgen der Erderwärmung leiden. Minister Gerd Müller erklärt dazu: "Der Klimawandel ist längst zur Überlebensfrage der Menschheit geworden. Die Bundesregierung baut daher ihr Engagement für den internationalen Klimaschutz weiter aus."

Solaranlage in Namibia

Bundesregierung verstärkt internationales Klimaschutzengagement

03.10.2019 – Deutschland verstärkt seine internationalen Maßnahmen zur Stärkung des Klimaschutzes. Im Nachtrag zum Haushalt 2020 verstärkt Bundesfinanzminister Scholz die Klimaprogramme des Entwicklungsministeriums um 500 Millionen Euro und des Umweltministeriums um 100 Millionen Euro. Deutschland hält damit seine Zusage zur Verdoppelung der Klimaschutzmittel in Entwicklungs- und Schwellenländern ein. "Ich freue mich über den Ausbau des Klimaschutzengagements – der Finanzminister setzt damit ein klares Zeichen, dass wir die globale Dimension beim Klimaschutz stärken", so Entwicklungsminister Gerd Müller.

Ein Bauer mit Mangrovensamen und Setzlingen

Minister Müller zum Bericht des Weltklimarats: "Wir müssen mehr in den internationalen Klimaschutz investieren."

25.09.2019 – Der Weltklimarat (IPCC) legt heute erstmals einen Sonderbericht zu den Auswirkungen der Erderwärmung auf die Weltmeere sowie die Schnee- und Eisflächen vor. Der Meeresspiegel steigt danach immer stärker an. Die Ozeane werden wärmer, schrumpfende Gletscher bedrohen die Trinkwasserversorgung. Dazu erklärt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Wir müssen jetzt entschlossen die Treibhausgasemissionen verringern und in eine globale Energiewende und den weltweiten Tropenwaldschutz investieren."  

Laubwald im Herbst

Deutschland startet mit 200 Millionen Euro Kreditprogramm der Weltbank für Waldschutz

23.09.2019 – Zum Auftakt des Klimagipfels der Vereinten Nationen am Montag in New York startet Bundesentwicklungsminister Gerd Müller gemeinsam mit Weltbankpräsident David Malpass ein globales Programm zum Waldschutz. Das Entwicklungsministerium investiert hierfür 200 Millionen Euro. Zusätzlich werden weitere 30 Millionen Euro für die Zentralafrikanische Waldinitiative (CAFI) und 20 Millionen Euro für indigene Gemeinschaften bereitgestellt – insgesamt 250 Millionen Euro für den globalen Waldschutz.

Klimawandel und Entwicklung

Unsere Arbeitsfelder

Lexikon der Entwicklungspolitik

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