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Der Solarpark Soroti in Uganda
Uganda: Zusammenarbeit konkret

Bessere Stromversorgung, mehr Klimaschutz

Da die Bevölkerung und die Wirtschaft wachsen, ist der Bedarf an Energie in Uganda hoch. Jedoch gibt es Defizite in der Energieversorgung, die unter anderem zu häufigen Stromausfällen in den Städten führen. Zudem ist der Anteil der ländlichen Bevölkerung mit Zugang zu Elektrizität noch sehr niedrig.

Erneuerbare Energien sowie die Förderung von Energieeffizienz bieten eine klimafreundliche Alternative, um dem Energiebedarf von Haushalten und Unternehmen gerecht zu werden. Auch setzt Uganda auf die Ausschöpfung von erneuerbare Energien, um die Klimaziele im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

Förderung einer neuen Energiepolitik

Im Auftrag des BMZ hat die GIZ ein Programm zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz aufgelegt. Mit Unterstützung des Programms werden derzeit in enger Zusammenarbeit mit Ugandas Energieministerium die neuen politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien definiert.

Ziel der neuen Energiepolitik ist die Schaffung eines günstigen Umfelds für lokale und ausländische Investitionen in klimafreundliche erneuerbare Energien. Ein weiteres Ziel ist, die Energieverschwendung durch effiziente Nutzung von Energie, zum Beispiel in der Wirtschaft sowie in öffentlichen Institutionen, zu verringern.

Um die Energieeffizienz im privaten und öffentlichen Sektor zu verbessern, wurden im Rahmen des Programms 50 Auditoren professionell geschult. Diese führten bereits in mehr als 200 kleinen und mittleren Unternehmen und Schulen Audits zum Energiemanagement von Industrieenergie durch. Des Weiteren wurde in 17 Pilotdistrikten in Uganda das Thema Energiemanagement in die Planung und in das Budget der Kommunalverwaltungen einbezogen.

Das Programm hat auch den Kapazitätsaufbau für Händler im Bereich erneuerbare Energien und energieeffiziente Technologien ermöglicht. Dies zeigt sich an der Gründung von fünf Unternehmensverbänden im Energiesektor mit über 400 Mitgliedern aus den Bereichen Biomasse, Biogas, Solarenergie und Energieeffizienz.

Zugang zu klimafreundlichen Technologien

In Uganda haben nur zehn Prozent der ländlichen Bevölkerung Zugang zu Elektrizität. Als Brennstoff zum Kochen werden in den Städten und auf dem Land überwiegend Feuerholz und Holzkohle eingesetzt. Ein Großteil der Bevölkerung ist weder über die negativen Klimaauswirkungen des intensiven Einsatzes dieser Brennstoffe informiert, noch über die Notwendigkeit, klimafreundliche erneuerbare Energien zu verwenden.

Über das Programm Energising Development (EnDev), das durch das BMZ sowie die Regierungen der Niederlande, Norwegens, Großbritanniens, der Schweiz und Schwedens finanziert wird, wurde der Zugang zu innovativen Energietechnologien in ländlichen und städtischen Gebieten verbessert. Dies beinhaltet den marktbasierten Zugang zu verbesserten Kochherden für mehr als 680.000 Menschen. 537 soziale Einrichtungen und 525 kleine und mittlere Unternehmen wurden zudem mit modernen Solarsystemen für Licht und mit energieeffizienten Elektrogeräten ausgestattet. Durch die Aktivitäten von EnDev Uganda werden nach einer Einschätzung aus dem Jahr 2018 jährlich 61.737 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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