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Arbeitsfelder und Instrumente

Frauen in bewaffneten Konflikten und in der Friedenssicherung

Demokratische Republik Kongo: Eine Frau geht mit ihrem Kind an einem Panzer der UN vorbei.

Gemäß den Verpflichtungen der UN-Resolution 1325 und ihrer Folgeresolutionen ist der Schutz von Frauen und Mädchen im Kontext von bewaffneten Konflikten und fragiler Staatlichkeit sowie insbesondere im Kontext von Flucht und Vertreibung ein wichtiges Anliegen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Außerdem setzt sich das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) dafür ein, dass Frauen bei Vorhaben zur Friedensförderung gezielt gestärkt werden.

Denn ein andauernder und langfristig tragfähiger Frieden entsteht nur da, wo Frauen am Friedensprozess beteiligt sind. Dort wo sich Frauen auf allen politischen Ebenen an der gesellschaftlichen Entwicklung beteiligen können, helfen sie, Krisen schon im Vorfeld zu vermeiden. So setzt sich das BMZ beispielsweise im Nahen Osten und in Nordafrika für eine stärkere Beteiligung von Frauen ein. Im Jemen, im Irak, in Syrien und Libyen werden Frauen dabei unterstützt, ihre politische Teilhabe in Friedens- und Übergangsprozessen einzufordern und effektiv zu gestalten. Männliche Akteure werden für die Vorteile der Beteiligung von Frauen sensibilisiert, entsprechende Strukturen und Prozesse gestärkt.

Das BMZ fördert ein großes Spektrum von Vorhaben, um Frauen und Männer gleichberechtigt an allen Phasen der Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedenssicherung zu beteiligen. Zum Beispiel unterstützt Deutschland Frauenorganisationen und versetzt sie in die Lage, ihre Interessen im Rahmen von Friedens- und Versöhnungsprozessen zu vertreten. Bei der strafrechtlichen Verfolgung von Fällen sexualisierter oder geschlechtsspezifischer Gewalt erhalten die betroffenen Frauen besondere Unterstützung. Sensibilisierungskampagnen regen an, über stereotype und Gewalt erzeugende Rollenbilder von Männern und Frauen nachzudenken und sie durch konstruktivere Bilder zu ersetzen.

Bei Maßnahmen zur Entwaffnung, Demobilisierung und gesellschaftlichen Wiedereingliederung steht die Situation ehemaliger Soldatinnen und Kämpferinnen besonders im Vordergrund.

Umfassende Informationen über das deutsche Engagement für Friedensentwicklung und Konfliktprävention finden Sie hier.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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