Digitalisierung für Entwicklung Ziel 2: Lokale Innovationen

Lokal geförderte digitale Innovationen stoßen Lösungen für die Herausforderungen vor Ort und damit nachhaltige Entwicklungsprozesse an. Wir stärken das Umfeld für die lokale IT-Industrie in unseren Partnerländern, unter anderem über Digitalzentren und die Tech-Entrepreneurship Initiative Make-IT.

Wir wollen darüber hinaus den Einsatz innovativer Schlüsseltechnologien für eine nachhaltige Entwicklung, wie Blockchain, 3D-Druck, künstliche Intelligenz und Internet der Dinge fördern.

Beispiel 1
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Gründerförderung durch die Tech-Entrepreneurship Initiative Make-IT

Im Rahmen der Tech-Entrepreneurship-Initiative Make-IT kooperiert das BMZ mit über 20 deutschen Digitalunternehmen, Sozialunternehmen und Verbänden.

Gemeinsam werden digitale Technologie-Start-up-Gründerinnen und -Gründer in Partnerländern durch Trainingsmaßnahmen und Vernetzungsmöglichkeiten in Deutschland und vor Ort unterstützt. Ziel ist es, die lokalen Rahmenbedingungen für Technologie-Start-ups zu verbessern, um so lokale digitale Innovationen zu fördern und langfristig neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Beispiel 2
Frau am Computer

Digitalzentren in Afrika

Digitalzentren sollen physische und virtuelle Knotenpunkte in Afrika sein, die digitale Lösungen für nachhaltige Entwicklung fördern. Hier werden unter einem Dach technisches Know-how, IT-Wissen, Forschung und Gründergeist gebündelt.

Die Digitalzentren sollen Anlaufpunkte für Investorinnen und Investoren, Tech-Unternehmen und talentierte Tech-Tüftlerinnen und –Tüftler sein, um kreative Digital-Lösungen zu entwickeln.

Gleichzeitig sollen aus den Digitalzentren heraus afrikanische Regierungen dabei unterstützt werden, Strukturen und Kapazitäten für die Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung von digitalen Strategien und Lösungen zu etablieren.

Konkrete Lösungen für regionale Probleme

Fi­lia­le von M-Pe­sa, ei­nem Sys­tem zum bar­geld­lo­sen Zah­lungs­ver­kehr mit dem Mo­bil­te­le­fon in Ke­nia

Filiale von M-Pesa, einem System zum bargeldlosen Zahlungsverkehr mit dem Mobiltelefon in Kenia

Fi­lia­le von M-Pe­sa, ei­nem Sys­tem zum bar­geld­lo­sen Zah­lungs­ver­kehr mit dem Mo­bil­te­le­fon in Ke­nia

Durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) können sich Gesellschaften in Entwicklungsländern sehr rasch stark vernetzen. IKT liefern neue marktwirtschaftliche Lösungen für zahlreiche Branchen und Lebensbereiche.

So können zum Beispiel in einigen Ländern Ostafrikas Besitzer eines Mobiltelefons an vielen Orten direkt mit diesem bezahlen und Geld überweisen, ohne ein klassisches Konto bei einer Bank zu haben. Es ist eine afrikanische Lösung – von afrikanischen Telekommunikationsunternehmen umgesetzt und weiterentwickelt. Viele Tausend neue Arbeitsplätze sind dadurch entstanden.

In Entwicklungsländern gründen sich immer mehr Start-ups, um neue Smartphone-Anwendungen (Apps) und Software zu entwickeln oder wichtige Güter mit digitaler Hilfe zu produzieren. Das reicht von der vor Ort angefertigten Prothese aus dem 3D-Drucker bis hin zu batteriebetriebenen Internet-Zugangsgeräten (Routern), die auch unter den härtesten Bedingungen funktionieren. So entstehen neue Märkte, Jobs und neuartige Lösungen, die zu den konkreten regionalen Problemen passen.