impfstoffe symbolbild

Zusammen gegen Corona Weltweite Impfkampagne bietet Weg aus der Krise

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Menschheit bis auf Weiteres mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und der Krankheit Covid-19 leben muss. Die internationale Staatengemeinschaft muss Strategien entwickeln, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Der einzige Weg, der aus der aktuellen Pandemie hinausführt und zukünftig weitere Infektionswellen verhindern kann, ist eine weltweite Impfkampagne. Damit sie erfolgreich ist, muss ein sehr großer Anteil der Weltbevölkerung geimpft werden. Die inzwischen vorhandenen Impfstoffe wurden in Rekordzeit entwickelt. Die wohlhabenden Länder, die lediglich 16 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, haben sich bisher den größten Teil der weltweit verfügbaren Impfdosen gesichert.


Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Was zählt ist: Die Impfdosen müssen in die Ober­arme kommen, und zwar nicht nur in den Haupt­städten, sondern auch in ent­le­ge­nen Dörfern. Dabei geht es um den Auf­bau von Liefer­ketten, um Trans­port­boxen, Kühl­schränke, Spritzen, Des­in­fek­tions­mittel oder Hand­schuhe, aber auch um In­for­ma­tions- und Auf­klä­rungs­kam­pag­nen.
Svenja Schulze Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Siehe auch
Titelblatt: BMZ-Beitrag zur Förderung der lokalen Impfstoffproduktion in Afrika

BMZ-Beitrag zur För­derung der lokalen Impf­stoff­pro­duk­tion in Afrika

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 02/2022 | Dateigröße 746 KB, Seiten 3 Seiten

Alle Menschen haben das Recht darauf, sich durch eine Impfung vor einer eventuell lebensbedrohlichen Infektionskrankheit zu schützen.

Ärmere Länder bei der Verwirklichung dieses Rechts zu unterstützen, ist ein Gebot der internationalen Solidarität – dient aber auch dem eigenen Interesse: Es hilft nicht weiter, wenn nur in wenigen Staaten die gesamte Bevölkerung geimpft wird. Das Virus kann dann jederzeit wieder aus anderen Ländern zurückkommen – möglicherweise in Form von Varianten, gegen die der vorhandene Impfschutz nicht ausreicht.

Neben der globalen Impfkampagne ist auch die weltweite Versorgung mit Antigen- und PCR-Tests, Therapeutika und Schutzausrüstungen wichtig für die Pandemiebekämpfung.

Wir besiegen Corona nur weltweit oder gar nicht

Standbild auf dem WHO-Video: The Access to COVID-19 Tools Accelerator

Video The Access to COVID-19 Tools Accelerator

Englischsprachiges Video mit Informationen über die globale Zusammenarbeit zur Beschleunigung der Entwicklung, Produktion und des gleichberechtigten Zugangs zu neuen COVID-19-Diagnostika, -Therapeutika und -Impfstoffen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO (Externer Link)) schätzt, dass rund 5,6 Milliarden Menschen mehrmals geimpft werden müssen, um die Covid-19-Pandemie zu beenden.

Um das zu so schnell wie möglich zu erreichen, wurde unter Führung der WHO, der Impfallianz Gavi (Externer Link)und der Forschungsallianz CEPI (Externer Link) die Impfstoffinitiative COVAX gegründet, die für eine gerechte Verteilung der Impfstoffe – auch in einkommensschwachen Ländern – sorgen soll. Mittlerweile ist auch das Kinderhilfswerk UNICEF (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Impfstoffinitiative beigetreten. UNICEF hat, in enger Kooperation mit Gavi und der WHO, die Verteilung der Impfstoffe in den Empfängerländern übernommen.

Bis Anfang April 2022 wurden durch COVAX bereits mehr als 1,42 Milliarden Impfdosen an insgesamt 145 arme Länder und Regionen ausgeliefert. Für die weiteren Fortschritte ist die Sicherstellung der Finanzierung der COVAX Facility wichtig.

Angesichts der inzwischen mehreren Millionen Todesfälle und der ungeheuren wirtschaftlichen Schäden wäre es unverantwortlich und unvernünftig, eine weltweite Impfkampagne am Geld scheitern zu lassen.

Das deutsche Engagement

Insgesamt stellte Deutschland in den Jahren 2020 und 2021 über die globale Kooperationsplattform ACT-A (Access to Covid-19 Tools Accelerator) etwa 2,2 Milliarden Euro für die Entwicklung, Produktion und weltweit gerechte Verteilung von Covid-19-Impfstoffen, Diagnostika, Sauerstoff und Therapeutika sowie Schutzausrüstung zur Verfügung.

Von den 2,2 Milliarden Euro hat Deutschland insgesamt 980 Millionen Euro der COVAX Facility für die Impfstoffbeschaffung in Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt.

Am 24. Februar 2021 landete ein Flugzeug mit der ersten Lieferung von 600.000 Covid-19-Impfstoffen auf dem Flughafen in Accra/Ghana.

Am 24. Februar 2021 landete ein Flugzeug mit der ersten Lieferung von 600.000 Covid-19-Impfstoffen auf dem Flughafen in Accra/Ghana.

Am 24. Februar 2021 landete ein Flugzeug mit der ersten Lieferung von 600.000 Covid-19-Impfstoffen auf dem Flughafen in Accra/Ghana.

Hintergrundinformationen zu COVAX

COVAX ist die Abkürzung für den englischen Namen „COVID-19 Global Vaccine Access“, eine Initiative, die einen weltweit gleichmäßigen und gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen gewährleisten will.

COVAX unterstützt dazu auch die Forschung, Entwicklung und Herstellung einer breiten Palette von Covid-19-Impfstoffkandidaten. Koordiniert wird die COVAX-Initiative von der Impfallianz Gavi (Externer Link), der Weltgesundheitsorganisation (Externer Link)(WHO) und der Forschungsallianz CEPI (Externer Link). Innerhalb der COVAX-Initiative ist die Impfstoffplattform COVAX Facility (Externer Link) angesiedelt, die von der Impfallianz Gavi in Partnerschaft mit UNICEF (Externer Link) verwaltet wird.