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Allgemeine Grundbildung

Grund- und Berufsbildung in Mosambik verbessern

Mädchen in einer Volksschule in Chimoio, Mosambik

Die Chancen auf Grundbildung haben sich für viele Mädchen und Jungen in Mosambik in den vergangenen Jahren stark verbessert. Während im Jahr 2000 landesweit nur rund 55 Prozent der sechsjährigen Kinder eingeschult wurden, waren es 2017 schon rund 85 Prozent.

Die Zahl derjenigen, die die Schule abbrechen, ist allerdings groß. Nur knapp die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler erreichen die siebte Klasse und nur 25 Proent schließen die Primaschule erfolgreich ab. Auch die Qualität der Bildung ist noch unzureichend. Dies liegt unter anderem an der hohen Abwesenheitsrate von Lehrerinnen und Lehrern. HIV-Infektionen und chronische Krankheiten sind einer der wichtigen Gründe für die häufige Abwesenheit. Das führt zu erheblichen Mängeln bei der Grundbildung.

Ähnliche Probleme gibt es auch im Bereich der Berufsausbildung. Weil sie nur wenig praxisorientiert ist, finden drei Viertel der Berufsschulabgänger keine Arbeitsstelle in ihrem Berufsfeld.

Gleichzeitig ist das Bevölkerungswachstum Mosambiks mit rund 2,9 Prozent extrem hoch und übt einen großen Druck auf die Bildungssystem aus. Jährlich werden circa 1,4 Milionen Kinder eingeschult. Trotz vergleichsweise hoher Bildungsausgaben der Regierung (seit 2008 wurde im Durchschnitt ein Anteil von 19,4 Prozent der gesamten Staatsausgaben für Bildung ausgegeben), reicht die Anzahl der zur Verfügung stehenden Unterrichtsräume nicht aus.

Gute Grund- und Berufsbildung

Ziel des vom BMZ geförderten Programms im Bereich Grund- und Berufsbildung in Mosambik ist, Kindern und Jugendlichen, besonders Mädchen und jungen Frauen, eine lebensweltorientierte Grundbildung und eine beschäftigungsorientierte Berufsbildung zu bieten.

Das Programm ist in die Bildungsstrategie und die Berufsbildungsreform der mosambikanischen Regierung integriert. Im Mittelpunkt steht zum einen die Unterstützung der mosambikanischen Regierung bei Bau, Sanierung und Ausstattung von Schulgebäuden.

Ergänzend konzentriert sich das Programm im Rahmen der technischen Zusammenarbeit auf die Beratung der für Bildung verantwortlichen Institutionen und auf umfassende Qualitätsverbesserungen im Grund- und Berufsbildungssystem. Um die Lehrqualität zu verbessern kommen hier vermehrt digitale Technologien und computergestütztes Lernen zum Einsatz.


Das wurde schon erreicht

Schülerinnen in Beira, Mosambik

Grundbildung

Inzwischen kann ein großer Teil der mosambikanischen Kinder eine Grundschule besuchen. Ein besonderer Erfolg ist es, dass mittlerweile beinahe gleich viele Mädchen wie Jungen eingeschult werden.

Auch die Bildungsplanung und das Bildungsmanagement sind effektiver geworden. Alle Ebenen der Verwaltung erstellen Jahrespläne, deren Umsetzung beobachtet und bei Bedarf korrigiert wird. Dabei werden Schulbeiräte intensiv einbezogen.

Durch eine reformierte Lehrerbildung stehen mehr ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung.Die Zahl der eingestellten Grundschullehrerinnen und -lehrer hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Gleichzeitig ist der Unterricht stärker am Bedarf der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes orientiert. Die Lehrkräfte integrieren zunehmend HIV- und Aids-bezogene Inhalte in den Unterricht – ein wichtiges Thema in einem Land, in dem rund zwölf Prozent der Erwachsenen mit HIV infiziert sind.

Durch die Integration neuer Lerninhalte und den Einsatz moderner Lehrmethoden (unter anderem auf Basis moderner Informations- und Kommunikationstechniken) steigt die Qualität des Unterrichts. Der abwechslungsreichere und partizipativere Unterricht, der die Schülerinnen und Schüler einbezieht und fordert, wirkt sich positiv auf die Schulabschlussraten aus. Sie haben sich in den beiden Schwerpunktprovinzen des Programms, Sofala und Inhambane; stark erhöht und liegen deutlich über dem nationalen Mittelwert.

Berufliche Bildung

Gemeinsam mit der Privatwirtschaft wurden Lehrpläne entwickelt, in denen Standards und Kompetenzen definiert sind, über die die Berufsanfänger am Ende der Ausbildung verfügen sollen. Sie ermöglichen jetzt eine am Arbeitsmarkt orientierte Ausbildung.

Mit deutscher Unterstützung wurden Berufsschulen instandgesetzt und mit Mitteln der Weltbank wurden neue Maschinen und Materialien angeschafft. So kann nun praktischer Unterricht erteilt werden, der den Anforderungen der zukünftigen Arbeitgeber entspricht.

Durch die Kooperation des Programms mit einem deutschen Internetdienstanbieter konnte die Ausbildung von IT-Technikern in Mosambik verbessert werden.

Auch ein Lehrprogramm zur Ausbildung von Technikern für erneuerbare Energien wurde entwickelt und eingeführt.


Weitere Informationen

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Siehe auch

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Stichwort Grundbildung

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