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Deutsches Engagement

Bildungsförderung – ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik

Dieses Mädchen besucht eine provisorische Grundschule in einer Zeltsiedlung für syrische Flüchtlinge im Libanon.

Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.
Nelson Mandela

Die Förderung der Bildung ist ein Schlüsselbereich der deutschen Entwicklungspolitik. Denn Bildung ist ein Menschenrecht und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele: Eine gut ausgebildete Bevölkerung ist Basis für Armutsbekämpfung, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Entwicklung.

Den internationalen Rahmen für die Bildungsförderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bildet die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit dem darin enthaltenen Ziel 4 zur Bildung. In die Entwicklung des Aktionsprogramms "Bildung 2030" hat sich das BMZ aktiv eingebracht. Es fördert seine Umsetzung sowohl auf globaler Ebene als auch in seinen Partnerländern.

Bildungsstrategie

Das BMZ hat im Juli 2015 eine Bildungsstrategie veröffentlicht, die sich an den Bildungszielen der Agenda 2030 orientiert. Das Ministerium verfolgt den ganzheitlichen Ansatz des lebenslangen Lernens – denn Lernen ist nicht mit einem bestimmten Alter oder Abschluss beendet. Entsprechend fördert Deutschland alle Bildungsbereiche und -formen: von der frühkindlichen Bildung über die Primarschulbildung (Grundschule), die Sekundarschulbildung (weiterführende Schule), die berufliche und die Hochschulbildung bis hin zur Erwachsenenbildung.


Kernanliegen sind dabei ein chancengerechter Zugang zu Bildung und eine verbesserte Qualität der Angebote. Wichtige Querschnittsthemen sind die Gleichberechtigung der Geschlechter und eine inklusive Bildung, die der Vielfältigkeit der Lernenden Rechnung trägt und niemanden ausschließt. Zunehmend unterstützen auch digitale Technologien diesen Ansatz. Sie tragen nicht nur potenziell zu einer Verbesserung der Bildungsqualität bei, sondern können auch eine breite Teilhabe an Bildungschancen stärken.

Auch außerschulische, non-formale Bildungsangebote werden vom BMZ unterstützt. Diese Angebote sind speziell auf bestimmte Arbeits- und Lebenssituationen zugeschnitten und erreichen auch Menschen, die bislang keinen Zugang zum formalen Bildungssystem hatten. Beispiele sind Alphabetisierungskurse für Erwachsene, Qualifizierungsprogramme für Auszubildende in Kleinstunternehmen oder auch Gesundheits- und Ernährungskurse für junge Mütter.

Der regionale Schwerpunkt des deutschen Engagements liegt in Afrika und im Nahen Osten. Besondere Aufmerksamkeit gilt instabilen Regionen und Krisengebieten. Eine wachsende Rolle in der Arbeit des BMZ spielte in jüngster Zeit das Thema Bildung für Geflüchtete.


Steigende Zusagen für Bildungsförderung

Das BMZ hat die Zusagen für Bildung seit 2013 mehr als verdoppelt: 2018 betrugen die Investitionen in Bildung 970 Millionen Euro. Dabei kommen alle Instrumente zum Einsatz, von der bilateralen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit, den Sonderinitiativen bis zur Förderung von Bildungsprojekten der Kirchen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und von Projekten in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft.

Insgesamt stellte die Bundesregierung im Jahr 2017 1,82 Milliarden Euro für die Bildungsförderung in Entwicklungsländern sowie für Studienplatzkosten von Studierenden aus Entwicklungsländern in Deutschland bereit. Im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit fördert das BMZ aktuell Bildungs- und Ausbildungsprojekte in mehr als 50 Ländern.


Multilaterales Engagement

Neben dem zwischenstaatlichen Engagement bringt sich Deutschland auch in internationale Prozesse und Organisationen ein. Unter anderem arbeitet das BMZ eng mit der Globalen Bildungspartnerschaft (Global Partnership for Education, GPE) und Education Cannot Wait (ECW) zusammen. Wichtige multilaterale Partner sind außerdem die UNESCO, das Kinderhilfswerk der Vereinten Naionen (Unicef), die Weltbank und die Europäische Union.


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Weitere Informationen

Lexikon der Entwicklungspolitik

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