Hauptinhalt

2015

Newsletter 04 | 26. Juni 2015



Arbeiter in entladen in der Provinz Vientiane einen Lieferwagen.
Merkel Zuma titel

Entwicklungspolitik aktuell
Nachrichten aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung



Liebe Leserin, lieber Leser,

"Der G7-Gipfel ist ein Erfolg", erklärte Entwicklungsminister Gerd Müller nach dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer im bayerischen Elmau. Die Ergebnisse des Gipfels seien ein starkes Zeichen für die Entwicklungspolitik: "Vom Klimawandel über eine Welt ohne Hunger bis hin zu einer gerechten Gestaltung der Globalisierung – das sind die zentralen Überlebensfragen der Menschheit, für die Elmau wichtige Vorgaben setzt", so Müller.

Dass jede und jeder Einzelne einen Beitrag für eine nachhaltige und gerechte Welt leisten kann, zeigt die #ZukunftsTour 2015/2016 des BMZ. In vielen deutschen Städten wird die Zukunftscharta "EINEWELT – unsere Verantwortung" vorgestellt, die in einem breiten gesellschaftlichen Dialog erarbeitet wurde. Es erwarten Sie spannende Diskussionen, Workshops und Projektpräsentationen, konsumkritische Stadtrundgänge, Theaterstücke und Poetry-Slams. Sie sind selbst entwicklungspolitisch aktiv? Dann starten Sie Ihre eigene Veranstaltung und werden Sie Teil der ZukunftsTour!

Mehr dazu und zu weiteren Themen, die die Arbeit des BMZ in den vergangenen Wochen geprägt haben, erfahren Sie in diesem Newsletter.

Ihre
BMZ-Internetredaktion


G7-Gipfel in Elmau

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Ellen Johnson Sirleaf, die Präsidentin Liberias, im Kreis von Teilnehmern der Kundgebung "Gemeinsam gegen Armut" der Organisation ONE in München

"So viel Entwicklungspolitik war nie"

Als starkes Zeichen für die Entwicklungspolitik hat Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Ergebnisse des G7-Gipfels Anfang Juni in Elmau bewertet:

"So viel Entwicklungspolitik war nie. In Elmau hat Deutschland als G7-Vorsitzender gezeigt, dass wir reichen Länder unseren Teil der Verantwortung übernehmen. Wir gestalten die Rahmenbedingungen für die Zukunft unseres Planeten – das entspricht unserem Verständnis einer neuen Entwicklungspolitik, die bei der Gestaltung unserer globalen Zukunftsherausforderungen eine immer zentralere Rolle einnimmt."

Die Gipfelerklärung von Elmau enthalte viele starke Impulse für die UN-Konferenzen in diesem Jahr, so Müller weiter. Sie sei damit eine wichtige Grundlage für die anstehende Entscheidung über die Entwicklungsfinanzierung, für den angestrebten Weltzukunftsvertrag für nachhaltige Entwicklung und für den Klimagipfel im Dezember in Paris. Maßgebliche Signale setze die Erklärung auch bei der Hungerbekämpfung. "Eine Welt ohne Hunger bis 2030 ist möglich", betonte Müller.

In Gesprächen mit der Staatspräsidentin Liberias, Ellen Johnson Sirleaf, und den Staatspräsidenten aus Nigeria und Senegal, Muhammadu Buhari und Macky Sall, sowie der Kommissionsvorsitzenden der Afrikanischen Union, Nkosazana Dlamini-Zuma, verabredete Minister Müller am Rande des Gipfels bereits konkrete Schritte zur Umsetzung der Gipfelvereinbarungen.


Biodiversität – Lebenswichtig für nachhaltige Entwicklung

Biodivbericht Titel startseite G7

Regelmäßig berichtet die Gruppe der Sieben (G7) über die Umsetzung der Zusagen, die ihre Staats- und Regierungschefs auf den jährlichen Gipfeltreffen gemacht haben. In diesem Jahr wurde der Elmau-Fortschrittsbericht 2015 veröffentlicht. Er trägt den Titel "Biodiversität – Lebenswichtig für nachhaltige Entwicklung".

Der Bericht zeigt deutlich, wie die G7 ihre Anstrengungen verstärkt hat: Die G7-Länder stellen in diesem Bereich fast die Hälfte der Mittel für zwischenstaatliche finanzielle Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung; einige G7-Mitglieder haben ihre Beiträge zur internationalen Biodiversitätsfinanzierung mehr als verdoppelt. Zu den konkreten Maßnahmen der G7 für den Erhalt der biologischen Vielfalt gehören die Bewirtschaftung von Naturschutzgebieten, die Einrichtung von ökologischen Korridoren und die Bekämpfung von Wilderei und illegaler Abholzung.

Weitere Informationen dazu finden Sie im Fortschrittsbericht. Sie können ihn hier herunterladen.

Eine Sonderseite mit vielen aktuellen Informationen rund um das Thema Biodiversität finden Sie hier.





Nachbarkontinent Afrika "Herausforderung und Chance"

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei einer Rede im Deutschen Bundestag

Minister Müller zieht Zwischenbilanz der BMZ-Afrikapolitik

Das BMZ engagiert sich in Afrika so stark wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr lag das Gesamtvolumen der Zusammenarbeit bei 1,8 Milliarden Euro. Damit trägt Deutschland dazu bei, die Ursachen von Flucht zu bekämpfen, Ernährung und Gesundheit zu sichern und Perspektiven für junge Menschen zu schaffen. Ebenso wichtig sind die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft und der Klimaschutz. "Afrika ist der Partnerkontinent Europas. Afrika ist für uns Verpflichtung, Herausforderung und Chance", sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in seiner Rede am 18. Juni im Bundestag. Dabei sieht er auch die afrikanischen Partnerländer in der Verantwortung.


 
Gute Flüchtlingspolitik muss Menschenleben retten, Fluchtursachen bekämpfen, Zukunftsperspektiven eröffnen

Dr. Friedrich Kitschelt


BMZ-Sonderseite

collage_fluechtlinge

Wir schaffen Perspektiven für Flüchtlinge

Laut aktuellem Jahresbericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) waren Ende 2014 weltweit 59,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie flohen vor Unterdrückung und Verfolgung, vor Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Ein Ende dieser dramatischen Lage ist zurzeit nicht absehbar.

Als Reaktion auf die Flüchtlingskrisen im Nahen Osten und in Ost- und Zentralafrika hat das Entwicklungsministerium Anfang 2014 die Sonderinitiative "Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren" ins Leben gerufen. 330 Millionen Euro wurden 2014 und 2015 dafür bereitgestellt. Regionale Schwerpunkte der Initiative sind die Nachbarländer Syriens sowie der Südsudan und die Zentralafrikanische Republik mit ihren Nachbarn. Die Sonderinitiative umfasst drei Aktionsfelder: die Bekämpfung von Fluchtursachen, die Stabilisierung der Aufnahmeländer sowie die Unterstützung von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und Rückkehrern. Wie das BMZ Perspektiven für Flüchtlinge schafft, lesen Sie auf unserer Sonderseite zum Thema.



#ZukunftsTour 2015/2016

Zukunftstour

Wir möchten Sie treffen

Die Zukunftscharta geht auf Tour durch Deutschland: Mit vielen Veranstaltungen und interaktiven Formaten werden die Themen der Zukunftscharta mit Leben gefüllt. Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Ideen einzubringen und mitzudiskutieren. Wir sind überzeugt: Große Aufgaben können wir nur gemeinsam lösen.

Die Zukunftscharta "EINEWELT – unsere Verantwortung" wurde in einem breiten gesellschaftlichen Dialog erarbeitet, den Minister Müller im April 2014 gestartet hatte. Ende 2014 wurde die Zukunftscharta offiziell vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen globale Herausforderungen, die uns alle angehen, wie Klimaschutz, Hunger, Armut, Flucht und Migration.


Kurz gemeldet

150617_PM Asienstrategie gross

Neue Strategie
Müller stellt zukünftige Schwerpunkte der Entwicklungspolitik mit Asien vor

Das BMZ baut die Zusammenarbeit mit den asiatischen Schwellenländern aus. "Mehr als eine Milliarde Menschen in Asien leben immer noch in bitterer Armut. Asiens große Herausforderung liegt darin, einen nachhaltigen Wachstumspfad einzuschlagen, der alle Menschen mitnimmt und die Umwelt schont. Dafür bieten wir unsere Erfahrungen und unser Know-how an", so Minister Müller bei der Vorstellung der neuen Asienpolitik des BMZ.

Mehr

Arbeiterinnen und Arbeiter in einer Textilfabrik in Bangladesch, in der besonders auf die Einhaltung der gesetzlichen Sozial- und Umweltstandards geachtet wird

Textilwirtschaft
Führende Unternehmen treten dem Bündnis für nachhaltige Textilien bei

Die Zahl der Mitglieder des Textilbündnisses steigt. Mehr als 100 Unternehmen und Verbände sind dem vom BMZ initiierten Bündnis bisher beigetreten, unter ihnen auch zahlreiche große Unternehmen wie H&M, C&A, KiK, Schöffel, Otto, Tchibo, ALDI, REWE und LIDL. "Gemeinsam mit allen Beteiligten wird es gelingen, zu fairen, sozialen und ökologischen Standards in der Textilproduktion zu kommen – vom Baumwollfeld bis zum Bügel", so Minister Müller.

Mehr

 

Behandlung von Kranken und Verletzten in einem Schuppen im Nuwakot-Distrikt in Nepal

Hilfe nach dem Erdbeben
30 Millionen Euro für Wiederaufbauprogramm in Nepal

Am 25. April bebte in Nepal die Erde. Tausende Menschen starben oder wurden verletzt, die Infrastruktur ist in großen Teilen des Landes zusammengebrochen. Nach UN-Schätzungen sind mehr als acht Millionen Menschen von den Folgen des schweren Bebens betroffen. Das BMZ unterstützt den Wiederaufbau des Landes mit einem umfangreichen Hilfsprogramm und stellt dafür 30 Millionen Euro zur Verfügung. Schwerpunkte des Programms sind die Wiederherstellung der Infrastruktur sowie die Energie- und Gesundheitsversorgung.

Mehr


Reise in die Balkanstaaten
Beschäftigung sichern – Zukunftsperspektiven verbessern

Bundesminister Müller ist im Mai nach Kosovo und Serbien gereist. Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit in beiden Ländern will das BMZ dort künftig die berufliche Bildung stärker fördern. "Wir können den Zustrom von Asylbewerbern aus den Balkanstaaten zu uns stoppen, wenn die Menschen vor Ort Arbeit und Perspektiven haben. Wir wollen deshalb ein Rückkehrerprogramm auflegen und vor allem in den Bereich der beruflichen Ausbildung der jungen Menschen und in kleine und mittlere Unternehmen in den Balkanstaaten investieren", so Müller.

Mehr

 



Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen