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Newsletter 02 | 2. Mai 2016


Maschinenschlosser an der Technischen Schule in Kabul (Kabul Mechanical Institute, KMI). Urheberrecht: Ute Grabowsky/photothek

Spezialausgabe:
Unser Angebot für die Wirtschaft



Liebe Leserin, lieber Leser,

die weltweiten sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen können wir nicht allein auf Regierungsebene bewältigen. Erforderlich ist eine enge Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Kräfte: Regierungen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und handeln.

Besonders großen Einfluss auf den Prozess der Globalisierung haben Unternehmen. Sie bestimmen die Arbeits- und Produktionsbedingungen und gestalten auch das soziale und kulturelle Umfeld von Gesellschaften entscheidend mit. Unternehmen können dadurch entscheidende Impulse für die Entwicklung der Länder geben, in denen sie sich geschäftlich engagieren.

Diese Chancen möchten wir gemeinsam mit der Wirtschaft nutzen! Das BMZ bietet interessierten Unternehmen darum an, Fachwissen und Ressourcen zu bündeln – alle Beteiligten werden davon profitieren.

Als zentralen Ansprechpartner für die Kooperation mit der Wirtschaft hat das BMZ die Agentur für Wirtschaft & Entwicklung mit Standorten in Berlin und Bonn eingerichtet. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat die neue Agentur am 26. April feierlich eröffnet.

Ausführliche Informationen über das Angebot des BMZ für die Wirtschaft erhalten Sie in dieser Spezialausgabe unseres Newsletters.

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BMZ-Internetredaktion


Agentur für Wirtschaft & Entwicklung eröffnet

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei der Eröffnung der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung in Berlin. Urheberrecht: Michael Gottschalk/photothek.net

Müller: "Deutsche Wirtschaft als starker Partner für nachhaltige Entwicklung weltweit"

Am 26. April hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Berlin die neue Agentur für Wirtschaft & Entwicklung eröffnet. Sie dient als Schnittstelle der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit der Wirtschaft und ist ab sofort der zentrale Ansprechpartner für Unternehmen, Kammern und Verbände, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen.

"Die weltweiten Herausforderungen einer wachsenden Weltbevölkerung, den Klimawandel und eine Welt ohne Hunger können wir nur gemeinsam mit der Wirtschaft bewältigen. Das Know-how der deutschen Wirtschaft auf dem Feld nachhaltiger, innovativer Zukunftslösungen sowie bei der beruflichen Ausbildung ist weltweit hoch anerkannt. Hier wollen wir noch stärker als bisher mit den Unternehmen zusammenarbeiten", sagte der Minister bei der Eröffnungsfeier.

Ziel ist, insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen über Potenziale und Risiken von entwicklungspolitisch sinnvollen Geschäftsideen aufzuklären, das gesamte Spektrum der Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen sowie Fachwissen und Kontakte zu vermitteln. Die Agentur wird von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) getragen.


Ansprechpartner der Wirtschaft

Logo: Agentur für Wirtschaft & Entwicklung

Sprechen Sie uns an, wenn Sie an Finanzierungen, Förderprogrammen oder Beratungsangeboten interessiert sind oder eigene Ideen haben, wie wir Sie unterstützen können.

Sie erreichen uns telefonisch unter
+49 (0) 30 72 62 56 80 oder per E-Mail unter info@wirtschaft-entwicklung.de






Programme und Initiativen für interessierte Unternehmen

Funierproduktion in Kamerun. Urheberrecht: Thomas Imo/ photothek

Das BMZ – kompetenter Partner für die Privatwirtschaft

Entwicklungs- und Schwellenländer haben große Potenziale. Weltweit entstehen neue, attraktive Märkte und die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen wächst.

Für Unternehmen ist das die Gelegenheit, sich schon heute in den Märkten von morgen zu positionieren. Wenn sie sich langfristig in aufstrebenden Ländern engagieren, lohnt sich das nicht nur für die Unternehmen selbst: Sie schaffen Arbeitsplätze und Einkommensquellen für die Menschen vor Ort und fördern den Transfer von Know-how und moderner Technologie in diese Länder. Sie tragen dadurch dazu bei, die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum zu schaffen und sie helfen, die Armut zu vermindern.

Das BMZ begrüßt darum das Engagement von Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern und unterstützt es durch eine Vielzahl von Programmen und Initiativen.


lab of tomorrow: Ideen für die Praxis entwickeln

Logo: lab of tomorrow

Ein neues Angebot des BMZ für die europäische Wirtschaft ist das "lab of tomorrow": Es begleitet Unternehmen beim Entwerfen einer Geschäftsidee für ein Entwicklungsland. Dazu erarbeiten Firmenvertreter in einem dreitägigen Workshop verschiedene Geschäftsmodelle – und dies gemeinsam mit Experten, politischen Entscheidungsträgern und potenziellen Kunden aus dem jeweiligen Land. Erfolg versprechende Ideen werden anschließend vor Ort getestet und bis zur Marktreife weiterentwickelt.

Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu erhöhen und zugleich die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Gesellschaft zu verbessern, in der das Unternehmen tätig ist.

Im ersten Workshop ging es um die Frage "Wie schafft man es, die Besteuerung kleiner und mittlerer Unternehmen in Sambia zu verbessern?" Nähere Informationen dazu finden Sie hier.




Erfolgsgeschichten der Zusammenarbeit von BMZ und Wirtschaft

In einem Gewächshaus werden Tomaten gezüchtet.

Südafrika
Obst, Gemüse und Energie ernten

Die Firma Alensys hat sogenannte "Food and Energy"-Anlagen entwickelt – Gewächshäuser mit integrierten Photovoltaik-Elementen. In ihnen werden Obst und Gemüse in Hydrokulturen angebaut. Die Konstruktion ermöglicht eine sparsame Bewässerung und einen gezielten Einsatz von Nährstoffen. Gleichzeitig wird über die Solaranlage emissionsfrei erzeugte Energie bereitgestellt.

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Bergregion in Albanien

Albanien, Kosovo und Montenegro
Natur schützen, Landflucht verhindern

Gemeinsam mit lokalen Wanderclubs, Ministerien und Kommunen richtete die GIZ 2010 den grenzüberschreitenden Wanderweg "Peaks of the Balkans" (Gipfel des Balkans) ein. Durch den Wanderweg kommen heute mehr Gäste in die Region und neue Jobs sind entstanden. Ein wichtiger Aspekt des nachhaltigen Tourismus ist die Förderung der lokalen Gastronomie.

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Dattelbauern in Algerien

Algerien
Export von Datteln nach Europa

Datteln sind ein wichtiges Exportprodukt Algeriens. Evelin Ayadi-Krenzer unterstützt algerische Landwirte beim Marketing und beim Verkauf ihrer Datteln nach Europa. Sie ist als integrierte Fachkraft im Programm ExperTS aktiv und an der deutschen Auslandshandelskammer in Algier angestellt. Die Expertin erklärt den Dattelbauern zum Beispiel, wie sie ihre Produkte für den europäischen Markt haltbar machen können und welche Hygienerichtlinien sie für den Export einhalten müssen.

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Gewürze

Serbien, Indien und Tansania
Mit Bio-Gewürzen Geld verdienen

In Industrieländern wie Deutschland steigt die Nachfrage nach Lebensmitteln aus biologisch-dynamischem Anbau, die den strengen Richtlinien des Demeter-Verbandes entsprechen. Kleinbauern in Serbien, Indien und Tansania werden dabei unterstützt, auf biodynamische Anbaumethoden umzusteigen. In Serbien werden Gewürzpaprika, Soja, Braunsenf und Bitterfenchel angebaut, in Indien Pfeffer, Kardamom, Piment und Muskat, in Tansania, auf der Insel Sansibar, Nelken, Vanille und Zimt.

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Näherin in einer Textilfabrik in Hanoi, Vietnam

Vietnam und China
Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie verbessern

Der Outdoor-Ausrüster VAUDE wird vom BMZ dabei unterstützt, bei ausgewählten Materiallieferanten in Vietnam und China Umwelt- und Sozialstandards zu etablieren. Die Mitarbeiter dieser Unternehmen erhalten praktische Hilfestellungen beim eigenverantwortlichen Aufbau eines betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements.

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Zwei Models präsentieren die Mode des ägyptischen Labels "Allaga".

Ägypten
Junge Designermode im Ethno-Stil findet reißenden Absatz

Mit hochwertiger Baumwolle und einer jahrhundertealten Tradition des Kunsthandwerks verfügt Ägypten über gute Ausgangsbedingungen für den Modemarkt. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, werden ägyptische Modemacher darin ausgebildet, die traditionelle Web- und Stickkunst ihres Landes mit modernen Designelementen zu verbinden.

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Gerd Müller


Das BMZ auf der CeBIT 2016

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Digitale Innovationen in Entwicklungsländern schaffen Wachstum

Unter dem Motto "inspire.connect.develop." hat sich das BMZ in diesem Jahr erstmals auf der CeBIT in Hannover präsentiert, der weltweit größten Messe für Informationstechnik. Das Ministerium zeigte, wie wichtig die Zusammenarbeit mit jungen Start-ups aus der digitalen Wirtschaft für die internationale Zusammenarbeit ist. Bei Diskussionen und Workshops standen die Themen eHealth, Open Manufacturing, Transport und Mobilität sowie Flucht und Migration im Mittelpunkt.

Mit einem Schwerpunkt in Afrika engagiert sich das Entwicklungsministerium seit 2011 in der Start-up-Szene in Entwicklungsländern. Es ist eine neue Art der Zusammenarbeit entstanden, durch die Menschen gefördert werden, die mit innovativen Ideen ihr Land, ihre Region oder ihre Gemeinde voranbringen. Viele dieser Ideen sind für deutsche und internationale Unternehmen sowie die Politik interessant und fördernswert.

"Wir sind überzeugt, dass die Zusammenarbeit erfolgreicher Start-ups aus unseren Partnerländern mit etablierten deutschen und europäischen Unternehmen für beide Seiten ein Gewinn ist. Für die Start-ups, weil sie so Kontakt zu potenziellen Kunden bekommen, Know-how-Vermittlung stattfindet und sie Zugang zu Kapital bekommen. Und für die Unternehmen, weil sie immer mehr auf lokales IT-Know-how zurückgreifen müssen, um vor Ort Fuß zu fassen", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn bei seinem Besuch auf der CeBIT.


Kurzmeldungen: Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Bei seiner Reise nach Bangladesch im Oktober 2015 traf Bundesentwicklungsminister Gerd Müller Textilarbeiterinnen und Überlebende des Rana-Plaza-Unglücks in einem von Deutschland geförderten Frauen-Cafe.

Drei Jahre nach Rana-Plaza-Fabrikeinsturz
Menschenwürdige Arbeit in der Textilbranche weltweit durchsetzen

Am 24. April 2013 stürzte das Fabrikgebäude Rana Plaza in Bangladesch ein, mehr als 1.100 Menschen starben, über 3.000 wurden verletzt. Um ein Mindestmaß an Entschädigung für die Hinterbliebenen zu gewährleisten, hat die Bundesregierung während ihrer G7-Präsidentschaft 2015 die Auffüllung des Rana-Plaza-Entschädigungsfonds durchgesetzt. Minister Müller hat 2014 ein Bündnis für nachhaltige Textilien ins Leben gerufen, um Umwelt- und Sozialstandards entlang der gesamten Textil-Lieferkette zu verbessern.

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Solarthermisches Kraftwerk "India One" in Rajasthan, Indien

Deutsch-Asiatischer Wirtschaftsdialog
Fuchtel wirbt für nachhaltige Energieversorgung

Im Vorfeld des ersten Deutsch-Asiatischen Wirtschaftsdialogs in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin wies der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel auf die Bedeutung Asiens für den internationalen Klimaschutz hin: "Ohne Asien können wir die Ziele des Klimaabkommens von Paris nicht erreichen. Die nachhaltige Energieversorgung und die umweltverträgliche Entwicklung der Städte sind deswegen zentrale Zukunftsherausforderungen für Asien."

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Economic Outlook der OECD
Erneuerbare Energien – Chance für grünes Wachstum in Südostasien

Im April wurde in Berlin der "Economic Outlook for Southeast Asia, China and India 2016" der OECD vorgestellt. Asien stehe vor der Herausforderung, seinen steigenden Energiebedarf möglichst klimaschonend zu decken, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel bei der Vorstellung des Berichts. Darin wird betont, dass erneuerbare Energien eine Schlüsselrolle bei der Förderung von grünem Wachstum in Südostasien spielen. Gleichzeitig sei eine stärkere regionale Zusammenarbeit notwendig.

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Internationale Tourismusbörse
Tourismus für nachhaltige Entwicklung – Partnerschaft mit der Tourismuswirtschaft

Bundesminister Gerd Müller und der Vorsitzende des Bundesverbands der Tourismuswirtschaft, Michael Frenzel, haben bei ihrem Besuch auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) die Partnerschaft "Tourismus für nachhaltige Entwicklung" ins Leben gerufen. "Die Tourismuswirtschaft ist ein starker Partner für die Entwicklungspolitik. Gemeinsam entwickeln wir Perspektiven für die Menschen in den Entwicklungsländern. Nachhaltiger Tourismus schafft Arbeitsplätze und schützt die Umwelt", so Müller.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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