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Weltbankgruppe und Deutschland kündigen Intensivierung der Zusammenarbeit im Nahen Osten und in Nordafrika an

Frühjahrstagung von Weltbank und IWF in Washington, D.C.: Kristalina Georgieva, Geschäftsführerin der Weltbank, und Bundesentwicklungsminster Gerd Müller nach der Unterzeichung einer Absichtserklärung

Pressemitteilung vom 12.04.2019 |

Washington, D.C. 12.04.2019 – Die Weltbankgruppe und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben heute eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit der sie ihre Zusammenarbeit im Bereich nachhaltige und breitenwirksame Entwicklung in der MENA-Region (Nordafrika/Nahost) verstärken wollen.

Die Erklärung wurde anlässlich der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF unterzeichnet und basiert auf einem gemeinsamen Verständnis der Herausforderungen und kritischen Chancen in der MENA-Region und der festen Überzeugung, dass das Engagement der Weltbankgruppe und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über kurzfristige Krisenhilfe hinausgehen und mittel- bis langfristige Entwicklungsansätze einschließen sollte.

Die Partnerschaft umfasst die sechs Schwerpunktländer Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon, Libyen und Jemen; im Anschluss an eine gemeinsame Prüfung kann die Zusammenarbeit jedoch auf andere Länder ausgeweitet werden.

Den Rahmen für die Partnerschaft bilden die drei Säulen Informationsaustausch und strategisches Engagement, gemeinsame Analyse und finanzielle Zusammenarbeit, und Maximierung von Entwicklungsfinanzierung.

"Die Region steht vor der Herausforderung, Wachstum beschleunigen und Arbeitsplätze schaffen zu müssen, insbesondere für junge Menschen. Sie bietet aber auch enorme Chancen, die wir am besten durch gemeinsames Engagement fördern können," so Kristalina Georgieva, Geschäftsführerin der Weltbank. "Gemeinsam sind wir für die Länder im Nahen Osten und in Nordafrika verlässlichere und wirksamere Partner."

Die Weltbankgruppe und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben ihre strategische Zusammenarbeit zuletzt weiter verstärkt. Darin spiegelt sich die gemeinsame Vorstellung, dass die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung den Rahmen bildet, um ein verlässliches Geschäftsumfeld für Investitionen und nachhaltige Entwicklung in Entwicklungsländern zu schaffen.

"Deutschland will als einer der größten bilateralen Geber in der MENA-Region über die Beiträge zu Krisenbewältigung und Wiederaufbau hinaus breitenwirksames Wachstum und Reformen fördern," sagt Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. "Wir wollen Allianzen bilden, von denen insbesondere die junge Generation und Frauen in der Region profitieren. Das bedeutet, das Hauptziel unserer strategischen Partnerschaft mit der Weltbank wird sein: ein neuer Ansatz beim Wiederaufbau, breitenwirksame Beschäftigungsmöglichkeiten für die junge Generation und Bekämpfung von Korruption."

Das BMZ beabsichtigt im Rahmen der Partnerschaft bis zu 25 Millionen Euro für den Fonds der Weltbank für Reformen und Wiederaufbau im Irak (Iraq Reform and Reconstruction Fund, IRRF) zur Verfügung zu stellen, um den Irak auf dem Weg zu nachhaltigem und breitenwirksamem Wiederaufbau und langfristiger Entwicklung zu unterstützen. Im Rahmen des beträchtlichen Geberengagements zur Bewältigung der Krise im Land wird der IRRF dem Irak dazu verhelfen, die Kontrolle zu übernehmen und Eigenmittel zu hebeln, um Kernreformen durchzuführen und die Wiederaufbau- und Entwicklungsziele des Landes zu erreichen.

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