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Klinikpartnerschaften

Eine Laborantin und zwei Laboranten arbeiten in einem medizinischen Labor.

Trotz beachtlicher Entwicklungserfolge in den vergangenen Jahren stellen vermeidbare Infektionen aber auch der Anstieg nicht-übertragbarer Krankheiten wie Diabetes oder Krebs die Gesundheitssysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern auf eine harte Probe.

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs), die im Herbst 2015 verabschiedet wurden (Agenda 2030), sind ein wichtiges Bekenntnis der internationalen Gemeinschaft, den aktuellen globalen Herausforderungen zu begegnen. Das beste Instrument, um SDG 3 "Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern", zu erreichen, sind leistungsfähige Gesundheitssysteme.

Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen

Während einer gemeinsamen Reise von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in die westafrikanischen Ebola-Gebiete im Jahr 2015 entstand die Idee, Klinikpartnerschaften zu gründen.

Die neuen Partnerschaften richten sich an Gesundheitseinrichtungen in Deutschland sowie in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Im Rahmen der Klinikpartnerschaften stellen Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie spezialisierte technische und administrative Fachkräfte ihr Wissen und Können zur Verfügung, um gemeinsam mit Fachpersonal in Entwicklungs- und Schwellenländern die Gesundheitsversorgung voranzubringen. Im Vordergrund steht der spezifische Bedarf dieser Länder – zum Beispiel bei der Ausbildung von Hebammen oder bei der Einführung von Hygienemaßnahmen in Kliniken.

Drei Laboranten arbeiten in einem medizinischen Labor mit Proben in einer Sterilwerkbank.

Die Initiative kann nur gemeinsam mit starken Partnern erfolgreich sein: Mit der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung hat die deutsche Regierung einen wichtigen Kooperationspartner für die Förderung von Klinikpartnerschaften gefunden. Die Stiftung bringt nicht nur finanzielle Mittel sondern auch umfangreiches Wissen und Erfahrung aus jahrzehntelanger Förderung humanitärer Gesundheitsprojekte in die Initiative ein.

Langfristige Klinikpartnerschaften zwischen deutschen Gesundheitseinrichtungen und Einrichtungen in Entwicklungs- und Schwellenländern sind ein ideales Instrument, um Know-how zu teilen. Dabei fließt Expertise zu Krankheitsbildern, Behandlungsoptionen, Technologien oder Abläufen in beide Richtungen – ein Gewinn für alle Beteiligten.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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