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Europäische Zusammenarbeit

Der Brexit


Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 1. Februar 2020 endete zum 31. Dezember 2020 die im Austrittsvertrag vereinbarte Übergangsphase. Damit schied das Vereinigte Königreich aus Binnenmarkt und Zollunion aus, die EU-Regeln gelten nicht mehr.

Mit der Einigung zu einem neuen Partnerschaftsvertrag vom 24. Dezember 2020 haben die Europäische Union und das Vereinigte Königreich ein neues Kapitel in ihren Beziehungen aufgeschlagen. In den weniger als ein Jahr dauernden intensiven Verhandlungen ist es gelungen, das zukünftige Verhältnis zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich umfassend neu zu gestalten.


Welche Auswirkungen hat der Brexit auf die Entwicklungszusammenarbeit der EU?

Das BMZ bedauert, dass das Vereinigte Königreich als wichtiger Kooperationspartner die EU verlassen hat. Mit dem Vereinigten Königreich verliert die EU einen wichtigen inhaltlichen Impulsgeber und politischen Treiber für die gemeinsame Entwicklungszusammenarbeit auf EU-Ebene.

Während das Vereinigte Königreich seinen bereits eingegangenen finanziellen Verpflichtungen bei der Umsetzung des abgeschlossenen 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) in den Folgejahren noch nachkommen wird, wird das Vereinigte Königreich als Drittstaat nicht an der Finanzierung des neuen EU-Instruments für das Außenhandeln NDICI (Neighbourhood, Development and Cooperation Instrument) beteiligt sein.

Das BMZ wird bilateral eine Partnerschaft mit dem britischen Außen-, Commonwealth und Entwicklungsministerium (Foreign, Commonwealth and Development Office, FCDO) anstreben.

(Stand: 1. Januar 2021)


Lexikon der Entwicklungspolitik

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