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Mali

Frauen tragen eine deutsche und eine malische Flagge anlässlich des Besuchs von Bundesminister Gerd Müller in Mali im März 2014

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Überblick

Binnenstaat mit großer ethnischer und kulturelle Vielfalt

Mali liegt im Übergangsbereich zwischen Nord- und Westafrika und hat eine lange und bewegte Geschichte. Im Mittelalter bestanden auf dem Gebiet des heutigen Staates verschiedene Großreiche. Eines von ihnen diente nach der Unabhängigkeit als Namensgeber für die heutige Republik Mali. Der Vielvölkerstaat ist von einer großen kulturellen und sprachlichen Vielfalt geprägt.

Das Land stand 20 Jahre lang für eine afrikanische Erfolgsgeschichte: Nach dem Ende der Militärdiktatur 1991 wurde ein friedlicher Demokratisierungsprozess eingeleitet. Mali gab sich eine neue Verfassung und hielt freie Wahlen ab.

Doch Anfang 2012 kam es zu einer schweren politischen Krise: Der Präsident wurde gestürzt, gleichzeitig brachten Tuareg-Rebellen und islamistische Extremisten weite Teile der nördlichen Regionen des Landes unter ihre Kontrolle. Zusätzlich verschärft wurde die Situation durch eine Ernährungskrise aufgrund schlechter Ernten in der gesamten Sahelzone. Insgesamt mussten mehr als 500.000 Menschen aus ihren Heimatorten fliehen und in anderen Regionen Malis oder außerhalb des Landes Zuflucht suchen.

Im Jahr 2013 konnte die akute politische Krise in Mali überwunden werden. Von besonderer Bedeutung waren dabei die Bildung einer Übergangsregierung, demokratische Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sowie die Unterstützung des Landes durch seine Nachbarstaaten, die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), die Afrikanische Union, die Vereinten Nationen und Frankreich. Eine hohe Wahlbeteiligung bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2013 zeugte vom Willen der Bevölkerung, zur Demokratie und zu einer verfassungsgemäßen Ordnung zurückzukehren.

Sicherheitslage weiter kritisch

Im Juni 2015 wurde ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und verschiedenen bewaffneten Gruppen unterzeichnet (Abkommen von Algier). Darin wurde unter anderem eine stärkere Dezentralisierung des Landes vereinbart sowie die Einrichtung von Übergangsverwaltungen, die die staatliche Ordnung im Norden wiederherstellen sollen. Nachdem sie mehrfach verschoben worden waren, konnten im November 2016 Kommunalwahlen stattfinden.

Die Sicherheitslage, vor allem in den drei nördlichen Regionen, ist jedoch weiterhin kritisch. Immer wieder sieht sich die malische Regierung gezwungen, nach terroristischen Anschlägen den Ausnahmezustand auszurufen beziehungsweise zu verlängern.

Entwicklungszusammenarbeit

Die deutsche Entwicklungspolitik unterstützt im Zusammenwirken mit dem außen- und sicherheitspolitischen Engagement der Bundesregierung den Friedensprozess in Mali.
Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Schwerpunkte Dezentralisierung, Landwirtschaft sowie Wasser- und Sanitärversorgung. Außerdem engagiert sich Deutschland in den Bereichen nachhaltige Energieversorgung sowie verantwortungsvoller Rohstoffabbau.

Scrollen Sie nach unten, um ausführliche Informationen über die Situation in Mali und das deutsche entwicklungspolitische Engagement im Land zu erhalten.

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Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Mali

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Mali

Frauen in Mopti waschen ihre Wäsche im Niger.
Wasserturm der Gemeinde Tienfala
Hörsaal des Instituts für angewandte Agrarforschung und Ausbildung in Katibougou
Marktstand in Bamako
Marktstand in Bamako
Bäuerinnen auf dem Weg zum Feld
Kinder in Tienfala mit einem Eselskarren
Verkehr in Bamako
Muslimischer Gebetsraum
Politische Situation

Viele Herausforderungen für die Regierung

Seit dem Sturz des Diktators Moussa Traoré 1991 hat sich viel verändert: Demokratische Strukturen wurden aufgebaut und ein Programm zur Förderung der Dezentralisierung angestoßen. Die Umsetzung vieler Reformen verlief bis 2012 allerdings eher schleppend.

Nach der Krise von 2012 wurde Ibrahim Boubacar Keita 2013 mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten Malis gewählt.

Die Wahl Keitas hat hohe Erwartungen in der Bevölkerung geweckt. Diese zu erfüllen, stellt die Regierung vor enorme Herausforderungen, denn die Ausgangslage ist schwierig. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen belegt Mali unter 188 Ländern den 175. Platz (HDI 2015).

Entwicklungsziele

Im Juli 2016 legte die Regierung eine Entwicklungsstrategie für den Zeitraum 2016 bis 2018 vor (Cadre stratégique pour la relance économique et le développement durable, CREDD). Das Dokument formuliert Ziele in den Bereichen Frieden und Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität, inklusives und nachhaltiges Wachstum, soziale Entwicklung sowie gute Regierungsführung. Es soll als Grundlage für Malis Bestrebungen dienen, die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu erreichen.

Sicherheit

Die Sicherheitslage im Norden des Landes bleibt äußerst angespannt. Islamistische Gruppierungen sind dort weiterhin aktiv. Auch im Süden des Landes und in der Hauptstadt Bamako können terroristische Anschläge nicht ausgeschlossen werden. Die kriminellen und terroristischen Gruppen finanzieren sich besonders durch den illegalen Handel mit Drogen und Waffen sowie Menschenschmuggel. Durch seine geographische Lage ist Mali ein Transitland für Menschenschmuggler und Flüchtlinge, die auf dem Weg von West- nach Nordafrika sind.

Flucht

Die politische Krise im Jahr 2012 hatte Hunderttausende Menschen gezwungen, in andere Landesteile Malis oder ins Ausland zu fliehen. Im August 2017 waren nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) und der malischen Regierung knapp 500.000 Binnenvertriebene in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Rund 140.000 Flüchtlinge und mehr als 50.000 Binnenvertriebene waren noch nicht heimgekehrt.

Korruption

Korruption bleibt in Mali eine große Herausforderung. Ein 2004 vom Präsidenten eingesetzter unabhängiger Prüfer (Vérificateur Général) sorgt mit seinen jährlichen Berichten für öffentliche Aufmerksamkeit. Die strafrechtliche Verfolgung der aufgedeckten Korruptionsfälle ist allerdings nicht in jedem Fall gewährleistet. Das malische Justizsystem ist schlecht ausgestattet und konkurriert mit der traditionellen Rechtsprechung.

Menschenrechte

Die Menschenrechte sind in der Verfassung verankert und werden von der Regierung weitgehend respektiert. Während der politischen Krise 2012 kam es jedoch vor allem in den Nordprovinzen zu massiven Menschenrechtsverletzungen. Auf Antrag der malischen Regierung führt der Internationale Strafgerichtshof Vorermittlungen wegen möglicher Völkerrechtsverbrechen durch.

In Mali wird noch immer die weibliche Genitalverstümmelung praktiziert, etwa 90 Prozent der Mädchen und Frauen sind betroffen. Zwar hat das Land internationale Konventionen gegen die Genitalverstümmelung unterzeichnet. Ein mehrfach angekündigtes Gesetz zur Abschaffung der grausamen Praktik wurde aber bislang nicht verabschiedet.

Mädchen in Tienfala, Mali
Kinder in Tienfala
Soziale Situation

Sehr harte Lebensbedingungen

Etwa die Hälfte der malischen Bevölkerung lebt in extremer Armut. Von 1.000 Neugeborenen sterben im Durchschnitt 111 vor ihrem fünften Geburtstag. Fast ein Viertel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, drei Viertel verfügen über keine angemessene Sanitärversorgung. Die Lebenserwartung beträgt nur 58 Jahre. Das Bevölkerungswachstum liegt bei jährlich drei Prozent – 48 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Malis sind jünger als 15 Jahre und jede Frau hat in durchschnittlich sieben Kinder.

Das Bildungswesen ist in einem schlechten Zustand: Nur etwas mehr als die Hälfte der schulpflichtigen Kinder besucht eine Grundschule, lediglich rund 50 Prozent schließen die Grundschule ab. Zwei Drittel der Malierinnen und Malier sind Analphabeten.

Etwa 60 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land und betreiben Ackerbau und Viehwirtschaft. Die Verstädterung durch Bevölkerungswachstum und Landflucht nimmt aber rasant zu. Der Staat steht vor der schwierigen Aufgabe, Beschäftigungsperspektiven für die stark wachsende junge Bevölkerung zu schaffen und den Zugang zu Basisdienstleistungen für alle Einwohner zu gewährleisten.

Wirtschaftliche Situation

Mehrheit der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft

Die malische Wirtschaft ruht vor allem auf zwei Säulen: der Landwirtschaft und dem Bergbau. Damit ist sie stark von den Weltmarktpreisen der beiden wichtigsten Exportgüter Baumwolle und Gold abhängig. Gebremst wird die wirtschaftliche Entwicklung durch den schlechten Zustand der Infrastruktur (zum Beispiel Verkehrswege) sowie die Abhängigkeit von Ölimporten. Ein Großteil der Bevölkerung erzielt sein Einkommen im informellen Sektor – die Steuereinnahmen des Staates sind entsprechend niedrig.

Die Mehrheit der Erwerbstätigen ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Doch der traditionelle Trockenfeldbau, bei dem die Pflanzen nur über natürliche Niederschläge Wasser erhalten, kann die Ernährung der stark wachsenden Bevölkerung nicht sichern. Mali setzt daher mit Unterstützung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und anderer Geber auf den Ausbau der kleinbäuerlichen Bewässerungslandwirtschaft am Niger.

Mali ist mit zahlreichen Umweltproblemen konfrontiert, die direkte Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Dazu zählen Entwaldung, Bodenerosion, ein sinkender Grundwasserspiegel, eine fortschreitende Versandung des Niger und zunehmende Extremwetterereignisse. Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster werden bislang staatlich kaum gefördert.

2016 konnte Mali sein Bruttoinlandsprodukt um 5,4 Prozent steigern. Für 2018 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Wachstumsrate von 5 Prozent. Angesichts des starken Bevölkerungswachstums reicht das jedoch nicht aus, um die Lebenssituation der Menschen dauerhaft zu verbessern.

Ein Bauer des Kleinbewässerungsprojekts Beledougou, Mali, bewässert sein Feld.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Mali

Die Kooperation von Deutschland und Mali erfolgt auf mehreren Ebenen: Zum einen wird die Regierung dabei unterstützt, nationale politische Strategien zu erarbeiten und umzusetzen. Zum anderen werden Projekte auf lokaler Ebene gefördert, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung unmittelbar und spürbar zu verbessern.

Ende 2015 sagte das BMZ der malischen Regierung Mittel in Höhe von über 73 Millionen Euro für die staatliche Entwicklungszusammenarbeit im Zeitraum 2015 bis 2017 zu.

In den Jahren 2016 und 2017 wurden weitere Zusagen in Höhe von 16,5 Millionen Euro und 41,5 Millionen Euro gemacht.

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Dezentralisierung und gute Regierungsführung
  • Förderung einer produktiven und nachhaltigen Landwirtschaft
  • Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

Außerdem engagiert sich Deutschland in den Bereichen nachhaltige Energieversorgung sowie verantwortungsvoller Rohstoffabbau. Darüber hinaus unterstützt das Bundesentwicklungsministerium nichtstaatliche Organisationen, die Vorhaben in Mali umsetzen (insbesondere Kirchen, Nichtregierungsorganisation, private Träger, Sozialstrukturträger und politische Stiftungen).

Deutschland engagiert sich auch im Norden Malis. Ein Teil der vom BMZ geförderten Vorhaben in den nördlichen Regionen wurde unter den Schirm der EU-Migrationspartnerschaft mit Mali gestellt, die zur Bekämpfung von Fluchtursachen beitragen soll.

  • Wahlen in Mali: Eine Frau steht in der Gemeindeverwaltung von Tienfala vor Wahllisten.
    Dezentralisierung und gute Regierungsführung

    Bürgernahe Verwaltungsstrukturen aufbauen

    Dezentralisierung gilt in Mali als politische Schlüsselreform, um Fortschritte in der Armutsbekämpfung und im Friedens- und Stabilisierungsprozess erzielen zu können.

  • Marktszene in Bamako
    Produktive und nachhaltige Landwirtschaft

    Ernährung sichern und Arbeitsplätze schaffen

    Mali liegt zu zwei Dritteln in der Sahara. Die Landwirtschaft unterliegt hierdurch großen, klimatisch bedingten Produktionsschwankungen. Zusätzlich werden infolge des hohen Bevölkerungswachstums die vorhandenen Flächen immer intensiver genutzt.

  • Frauen stehen mit Wasserkanistern an einer Straße in Bamako.
    Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

    Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern

    Nach offiziellen Angaben hat fast ein Viertel der Bevölkerung Malis keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Regional gibt es starke Unterschiede: In der Hauptstadt Bamako haben fast 80 Prozent der Bewohner Zugang, in ländlichen Gebieten im Norden des Landes oftmals nur weniger als ein Viertel.

Wahlen in Mali: Eine Frau steht in der Gemeindeverwaltung von Tienfala vor Wahllisten.
Dezentralisierung und gute Regierungsführung

Bürgernahe Verwaltungsstrukturen aufbauen

Dezentralisierung gilt in Mali als politische Schlüsselreform, um Fortschritte in der Armutsbekämpfung und im Friedens- und Stabilisierungsprozess erzielen zu können. Den Regionen und Kommunen wird im Friedensvertrag eine wichtige Rolle zugewiesen, die mit mehr Entscheidungskompetenzen und der Übertragung von mehr Finanzmitteln einhergeht.

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist es, die Leistungsfähigkeit der dezentralen Gebietskörperschaften zu stärken. Sie sollen verlässlich öffentliche Basisdienstleistungen erbringen (zum Beispiel Bau von Schulen, Wasser- und Sanitäranlagen), die lokale Wirtschaftsentwicklung fördern und effizienter lokale Steuern erheben. Dies steigert das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat und seine Einrichtungen.

Mit Unterstützung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit haben zahlreiche malische Gemeinden funktionsfähige und bürgernahe Strukturen kommunaler Selbstverwaltung aufgebaut und konnten so während der Krise 2012/13 zur Stabilisierung des Landes beitragen. In vielen Kommunen, Landkreisen und Regionen gibt es inzwischen Fachleute, die das grundlegende Handwerk von Verwaltung und Finanzmanagement beherrschen.

Die lokale Bevölkerung beginnt, ihre Rechte und Pflichten wahrzunehmen. Sie ergreift Initiativen zur Bürgerbeteiligung und fordert von den Gemeindeverwaltungen ein, öffentlich Rechenschaft über ihr Handeln abzulegen. Durch die Einführung von Frauenvollversammlungen werden die Bedürfnisse von Mädchen und Frauen stärker in der Kommunalplanung berücksichtigt.

Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit leistet Deutschland wesentliche Beiträge zum Kommunalentwicklungsfonds. Aus diesem Fonds werden der Bau und die Instandhaltung lokaler Infrastruktur finanziert, etwa von Schulen, Gesundheitsstationen, Rathäusern, Getreidespeichern und Märkten. Der malische Staat beteiligt sich ebenso an diesem Fonds wie andere Geber, unter anderem die EU und Frankreich.

Marktszene in Bamako
Föderung einer produktiven und nachhaltigen Landwirtschaft

Ernährung sichern und Arbeitsplätze schaffen

Mali liegt zu zwei Dritteln in der Sahara. Die Landwirtschaft unterliegt hierdurch großen, klimatisch bedingten Produktionsschwankungen. Zusätzlich werden infolge des hohen Bevölkerungswachstums die vorhandenen Flächen immer intensiver genutzt.

Das Land verfügt jedoch unter anderem entlang des Niger über große Flusswasserreserven, die ein erhebliches Potenzial für den Ausbau der Bewässerungslandwirtschaft bieten. Deutschland unterstützt in Mali die kleinbäuerliche Bewässerungslandwirtschaft durch die Erschließung neuer Bewässerungsflächen, Beratung der Bauern sowie der Regierung im Hinblick auf angepasste landwirtschaftliche Strategien. Auf diese Weise will die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zur Verbesserung der Ernährungssicherheit beitragen, neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen und eine Modernisierung der Landwirtschaft erreichen.

Kleinbäuerinnen und -bauern werden darin geschult, ihre Flächen nachhaltig zu bewirtschaften und ihre Erzeugnisse fachgerecht zu lagern, zu verarbeiten und zu vermarkten. Die geförderten Familienbetriebe können mithilfe der neuen Bewässerungsanlagen ihre Erträge deutlich steigern. Durch die Ausweitung des Gemüseanbaus arbeiten deutlich mehr Frauen in der Landwirtschaft und leisten so einen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilität.

Im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" wird in Mali zudem ein "Grünes Innovationszentrum" aufgebaut. Es unterstützt Forschung im Bereich der Züchtung von angepassten Saaten sowie die Einführung von Technologien in kleinbäuerlichen Betrieben.

Frauen stehen mit Wasserkanistern an einer Straße in Bamako.
Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern

Nach offiziellen Angaben hat fast ein Viertel der Bevölkerung Malis keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Regional gibt es starke Unterschiede: In der Hauptstadt Bamako haben fast 80 Prozent der Bewohner Zugang, in ländlichen Gebieten im Norden des Landes oftmals nur weniger als ein Viertel. Außerdem verfügt nur ein Viertel der Bevölkerung über angemessene Sanitäranlagen. Durchfallerkrankungen zählen zu den Hauptursachen für die hohe Kindersterblichkeit in Mali.

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist es, eine ganzjährige nachhaltige Versorgung der ländlichen und kleinstädtischen Bevölkerung mit hygienisch unbedenklichem Trinkwasser und fachgerecht gebauten und gewarteten Sanitäranlagen zu fördern. Dadurch sollen die Lebensbedingungen vor allem der armen Bevölkerung verbessert und gesundheitliche Risiken durch verunreinigtes Wasser verringert werden.

Deutschland konzentriert sich zum einen auf den Neubau und die Instandsetzung von Trinkwassersystemen, insbesondere im ländlichen Raum. Investiert wird in Brunnen, Hochbehälter, Leitungsnetze, solarbetriebene Pumpen und Zapfstellen. Rund 370.000 Menschen konnten bereits mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Seit 2018 unterstützt das BMZ die Stadt Timbuktu dabei, ihre Wasserversorgung zu verbessern. Hiervon werden 65.000 Menschen profitieren.

Ziel des deutschen Engagements ist aber auch, dass die Gemeinden ihre Infrastruktur eigenständig verwalten, warten und im Idealfall erweitern können.

Zum anderen fördert Deutschland Maßnahmen zur Abwasserentsorgung und Sanitärversorgung im kleinstädtischen und ländlichen Raum. Dazu zählen der Bau dezentraler Kläranlagen, die Einrichtung öffentlicher Latrinen, zum Beispiel an Schulen und Krankenstationen, sowie Hygienekampagnen. Wassernutzergruppen werden technisch und betriebswirtschaftlich geschult, Gemeinden werden dabei unterstützt, stärker zusammenzuarbeiten und gemeinsame Standards für die Wasser- und Sanitärversorgung zu entwickeln.

Karte von Mali

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Mali Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Mali Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Bamako, etwa 1,8 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,5 Millionen Einwohner
Flächea16173142 1.240.190 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 175 von 188 (2015) 4 von 188 (2015)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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