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Nordafrika und Naher Osten

Sonderinitiative zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika, Nahost

Technische Berufe bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Perspektive.

Im Jahr 2014 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Sonderinitiative zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika, Nahost ins Leben gerufen. Mit ihr reagiert das Ministerium auf Herausforderungen in der Region wie hohe Arbeitslosigkeit, schwache Wirtschaftsleistungen und politische Instabilität.

Friedliche demokratische Entwicklung ist dann möglich, wenn Menschen in ihrer Heimat Chancen sehen – Chancen auf Arbeit, auf Frieden, auf Demokratie und Mitbestimmung.

Die Sonderinitiative konzentriert sich deshalb auf vier konfliktmindernde und krisenpräventive Handlungsfelder:

  • Jugendbeschäftigung,
  • wirtschaftliche Stabilisierung,
  • Demokratisierung und
  • Stabilisierung von Nachbarländern in Krisensituationen.

Die Projekte der Sonderinitiative arbeiten besonders zielgruppennah. Ihre Aktivitäten legen den Fokus auf unmittelbar sichtbare wirtschaftliche oder demokratische Erfolge, insbe­sondere für junge Menschen und in abgelegenen Landesregionen. Dabei ergänzen und verstärken die Vorhaben die langfristigen Kernbereiche der Entwicklungszusammenarbeit.

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Auf der 2. IHK-Mittelmeer-Wirtschaftskonferenz im Juni 2016 machte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf die Bedeutung und die großen Chancen der Region Nordafrika aufmerksam.


Auf einen Blick

Anzahl der Projekte: 75

Anzahl beteiligter Durchführungsorganisationen: 17 (darunter Nichtregierungsorganisationen, politische Stiftungen, wissenschaftliche Institute, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), KfW Entwicklungsbank)

Länder: Algerien, Ägypten, Jemen, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Palästinensische Gebiete, Syrien, Tunesien

Bisher bereitgestellte Finanzmittel: 395,1 Millionen Euro

Laufzeit insgesamt: Oktober 2014 bis Dezember 2022


Bisherige Ergebnisse (Auswahl)

  • Mehr als 14.300 Menschen sind bisher durch direkte und indirekte Effekte der Projekte in Beschäftigung gekommen.
  • Bessere Beschäftigungssituation für mehr als 75.000 Personen: Sie profitieren zum Beispiel durch höheres Einkommen, zusätzliche Sozialleistungen oder bessere Arbeitsbedingungen. Diese Zahl wird sich bis zum Ende der Projektlaufzeiten auf mehr als 136.000 erhöhen.
  • Praxisorientierte Qualifizierung für über 26.700 Menschen: Sie haben nun bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Bis zum Ende der Projektlaufzeiten werden rund 62.000 eine Qualifizierung absolvieren.
  • Etwa 455.000 Menschen haben besseren Zugang zu Finanzprodukten und ‑dienstleistungen, zum Beispiel Kleinkrediten.
  • Rund 2,6 Millionen Menschen profitieren potenziell von besseren kommunalen Dienstleistungen. Bis zum Ende der Projektlaufzeiten wird diese Zahl auf mehr als sieben Millionen ansteigen.
  • 260.000 Menschen in Syrien haben einen besseren Zugang zu Trinkwasser.
  • In Form elektronischer Gutscheine wurden 360.000 Monatsrationen Lebensmittel an syrische Flüchtlinge und bedürftige Libanesinnen und Libanesen vergeben.

Stand: Februar 2018


Weitere Informationen

Hier finden Sie kurze Projektbeschreibungen zu den Vorhaben der Sonderinitiative. Darin enthalten sind persönliche Geschichten über Menschen vor Ort, denen unsere Arbeit zugutekommt.


Ägypten


Jemen


Jordanien


Libanon


Marokko


Mauretanien


Palästinensische Gebiete


Regional


Syrien


Tunesien


Lexikon der Entwicklungspolitik

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