Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Bessere Versorgung von Haushalten und Unternehmen

Uganda kann – auch dank deutscher Unterstützung – erhebliche Fortschritte im Bereich der Stromerzeugung und beim Aufbau der dafür maßgeblichen Institutionen vorweisen.

Der Solarpark Soroti in Uganda

Der Solarpark Soroti in Uganda

Der Solarpark Soroti in Uganda

Defizite gibt es noch beim Netzausbau: Insgesamt haben nur etwas mehr als 20 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität – in ländlichen Regionen liegt der Anteil noch deutlich niedriger. Um eine flächendeckende Stromversorgung zu erreichen, setzt die ugandische Regierung stark auf umweltverträgliche Energiequellen (Wasserkraft, Biomasse, Erdwärme und Solarenergie).

Deutsches Engagement

Deutschland unterstützt Uganda bei der nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien, bei Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und bei der Elektrifizierung ländlicher Gebiete. Damit leistet die ugandisch-deutsche Zusammenarbeit auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das BMZ fördert sowohl den Bau von Wasserkraftwerken als auch die Entwicklung kleiner, dezentraler Photovoltaikanlagen für Privathaushalte und kleine Unternehmen. Um die Versorgung ländlicher Gebiete zu verbessern, werden lokale Stromverteilungsnetze ausgebaut. Uganda ist Pilotland der BMZ-Initiative "Grüne Bürgerenergie ", die die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, Betrieben und Kommunen in die Energieversorgung fördert.

Bislang wurden mit deutscher Unterstützung rund 50.000 dezentrale Solarsysteme installiert. Etwa 600.000 Menschen haben Zugang zu Strom erhalten und 8.500 Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Private Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien werden unter anderem durch Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft gefördert sowie durch die Beratung der Regulierungsbehörde, die für die Tarifgestaltung zuständig ist. Außerdem werden Unternehmensverbände beim Aufbau technischen Know-hows sowie zu Qualitätsstandards und Organisationsfragen beraten.