Schwerpunkt Wasser Versorgung mit sauberem Trinkwasser

Der noch geringe Entwicklungsstand Tansanias zeigt sich unter anderem im Wassersektor: Die Hälfte der ländlichen und fast 40 Prozent der städtischen Bevölkerung müssen ohne hygienisch einwandfreies Wasser auskommen.

Öffentliche Wasserstelle in Tansania

Öffentliche Wasserstelle in Tansania

Öffentliche Wasserstelle in Tansania

Nur etwa 25 Prozent der Menschen in Tansania haben Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen. Durch unsauberes Wasser hervorgerufene Krankheiten wie Durchfall und Cholera sind weit verbreitet. Die Hauptursachen der mangelhaften Versorgung liegen in fehlender oder maroder Infrastruktur und unzureichendem Management der zuständigen Institutionen.

Die Rahmenbedingungen haben sich jedoch bereits stark verbessert. Es wurden neue Gesetze für die Wasser- und Sanitärversorgung und ein klimaangepasstes Wasserressourcenmanagement verabschiedet, die nun die rechtlichen Grundlagen für laufende Reformen bilden. Die mit deutscher Unterstützung formulierte nationale Wasserpolitik verankert Prinzipien wie Nutzerbeteiligung, Kostendeckung, nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung, Einbeziehung des Privatsektors und dezentrale Betriebsverantwortung.

Städtische Versorgung im Blick

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Wasser- und Sanitärversorgung in mittelgroßen Regionalstädten. Mit Mitteln der finanziellen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wird in den fünf Städten Lindi, Mtwara, Kigoma, Sumbawanga und Babati unter anderem der Austausch beschädigter Leitungen und die Anbindung neuer Stadtteile an die Trinkwasserversorgung gefördert.

Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) werden Wasserbehörden und Wasserversorgungsunternehmen dabei unterstützt, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

In einem groß angelegten Projekt in der Region Simiyu fördert Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Green Climate Fund, einem Klimafonds der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, zudem eine klimaangepasste Wasserversorgung für die am Viktoriasee lebenden Menschen.