Schwerpunkt Gesundheit und Familienplanung Bessere Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen

Eine Lebenserwartung von nur 65 Jahren, eine hohe Sterblichkeitsrate bei Müttern und Neugeborenen sowie ein Bevölkerungswachstum von rund drei Prozent pro Jahr kennzeichnen die Herausforderungen, mit denen der tansanische Gesundheitssektor konfrontiert ist. Zugleich herrscht ein gravierender Mangel an qualifiziertem Personal.

Eine Mutter lässt ihr neugeborenes Kind medizinisch untersuchen

Eine Mutter lässt ihr neugeborenes Kind medizinisch untersuchen

Eine Mutter lässt ihr neugeborenes Kind medizinisch untersuchen

Die Regierung Tansanias hat mit umfassenden Reformen auf diese Situation reagiert. Ihre Ziele: Dezentralisierung, Sicherung einer primären Gesundheitsversorgung, Bewältigung der Personalknappheit, Aufbau einer nachhaltigen Gesundheitsfinanzierung, Aufbau eines sozialen Krankenversicherungssystems, Einbindung des Privatsektors sowie die Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose.

Deutschland konzentriert sich in seiner Entwicklungszusammenarbeit vorrangig auf Mütter und ihre neugeborenen Kinder sowie besonders gefährdete und benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Der geographische Schwerpunkt liegt in den Regionen Tanga und Mbeya.

Qualifizierte Behandlung und soziale Absicherung

Im Auftrag des BMZ unterstützt die KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) den nationalen Krankenversicherer, der eine kostenlose Versicherung speziell für arme Schwangere, Mütter und ihre Neugeborenen anbietet. Mehr als eine Million Frauen haben bisher von dieser Versicherung profitiert, die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen konnte seit dem Start um 30 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus trägt das Programm dazu bei, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitseinrichtungen zu verbessern.

Außerdem fördert die KfW den Bau einer Mutter-Kind-Klinik in Daressalam, die auf Risikoschwangerschaften, Frühgeburten und Notfallentbindungen spezialisiert ist.

Begleitend berät die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (GIZ) ausgewählte Krankenhäuser und Gesundheitszentren bei der Notfallversorgung von Schwangeren und Neugeborenen sowie bei Dienstleistungen zur Familienplanung. Darüber hinaus erfolgen Beratungsleistungen zur Verbesserung lokaler Gesundheitspläne und bei der Einführung digitaler Systeme, die die Planung grundlegender Gesundheitsleistungen und eine transparente Abrechnung mit dem Krankenversicherer ermöglichen.