Donau-Wasserkraftwerk Eisernes Tor an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien

Schwerpunkt Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen Schutz von Umwelt und Gesundheit durch Kläranlagen und erneuerbare Energien

Im Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz hat Serbien großen Nachholbedarf. Es mangelt an Kläranlagen, der größte Teil des Abfalls wird auf ungesicherten Müllkippen abgelagert, Energie wird größtenteils aus Braunkohle und Mineralöl gewonnen, die Treibhausgasemissionen sind hoch.

Das Land verfügt nicht über die notwendigen finanziellen Mittel, um die Umwelt- und Energieinfrastruktur zu modernisieren und auszubauen und die EU-Standards zu erfüllen.

Im Arbeitsschwerpunkt Umwelt engagiert sich Deutschland in zwei Handlungsfeldern: dem ökologisch nachhaltigen Abwasser- und Abfallmanagement sowie der Emissionsminderung und dem Ressourcenschutz im Energiesektor.

Abwasser- und Abfallmanagement in kleinen und mittleren Städten

Nachdem zunächst die Trinkwasserversorgung in größeren Städten verbessert wurde, unterstützt die KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) heute vor allem kleinere und mittlere Städte dabei, effiziente Wasser- und Abwassernetze aufzubauen. Außerdem wird die Einführung sozial gerechter Abfall- und Abwassergebühren begleitet, die es den Kommunen ermöglichen, die Infrastruktur auszuweiten und instand zu halten.

Beim Abfallmanagement werden die Interessen der Roma besonders berücksichtigt. Sie leben häufiger als andere Bevölkerungsgruppen in schlechten hygienischen Verhältnissen und die Sammlung und Verwertung von Abfällen stellt oft ihre einzige Einkommensquelle dar.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Im Energiesektor lag der Fokus zu Beginn der Zusammenarbeit auf der Modernisierung bestehender Kraftwerke. Inzwischen geht es verstärkt um die ökologische Ausrichtung nach EU-Standards und die Steigerung der Energieeffizienz. Dazu fördert Deutschland die Nutzung regenerativer Energiequellen wie Biomasse, Wind- und Wasserkraft.

Um die Energieeffizienz zu erhöhen, werden mit deutscher Unterstützung öffentliche Gebäude wie Kindergärten und Schulen energetisch saniert. Außerdem unterstützt die KfW serbische Banken dabei, Kredite an Kommunen sowie kleine und mittlere Unternehmen zu vergeben, damit diese in Energiesparmaßnahmen investieren können.

Durch die Energievorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit können knapp drei Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden – das sind mehr als sechs Prozent des landesweiten Ausstoßes.