Kernthema Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Arbeitsplätze schaffen und Privatinvestitionen fördern

Übergeordnete Ziele der Reformpartnerschaft zwischen Deutschland und Senegal sind die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Entwicklung des Privatsektors und eine bessere Qualifikation der Arbeitskräfte. Außerdem sollen informell wirtschaftende Kleinunternehmen beim Übergang in den formellen Sektor durch eine leistungsfähigere Verwaltung unterstützt werden.

Weiterbildungszentrum Al Azhar Excellence Centre in Mbao, Senegal

Weiterbildungszentrum Al Azhar Excellence Centre in Mbao, Senegal

Weiterbildungszentrum Al Azhar Excellence Centre in Mbao, Senegal

Um diese Ziele zu erreichen, hat sich Senegal im Rahmen der Partnerschaft mit Deutschland zu Reformen in den Bereichen Arbeitsrecht, Landrecht, Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie berufliche Bildung verpflichtet.

Im Gegenzug fördert das BMZ das Reformprogramm mit einer Vielzahl von Maßnahmen.

  • Arbeitsrecht: Steigerung der Leistungsfähigkeit der Arbeitsaufsichtsbehörden
  • Landrecht: Registrierung und Anerkennung von Landtiteln im Einklang mit kommunalen Planungen, Verbesserung der Verfahren in der Erfassung und im Datenmanagement (Kataster)
  • Förderung von KMU: Verbesserung des Zugangs zu maßgeschneiderten Finanzdienstleistungen, Aufbau eines "One-Stop-Shops" als zentrale Anlaufstelle für Kleinunternehmerinnen und -unternehmer
  • Berufliche Bildung: Ausgestaltung der Berufsbildungsreform, Ausrichtung des Aus- und Weiterbildungsangebots am Bedarf von Wirtschaft und Gesellschaft, Unterstützung bei Existenzgründungen
  • Gute Regierungsführung: Unterstützung der Verwaltungsmodernisierung, Aufbau von digitalen öffentlichen Verwaltungsdienstleistungen

Die Fortschritte bei der Umsetzung der vereinbarten Reformen werden jährlich überprüft und wirken sich auf die Höhe der Neuzusagen im Rahmen der Reformpartnerschaft aus.

Neue Jobchancen 

Siehe auch

Die Reformpartnerschaft wird von der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung  flankiert. Die Sonderinitiative will gemeinsam mit Unternehmen neue Jobs und Ausbildungschancen schaffen, um insbesondere jungen Menschen vor Ort weitere Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Unter der Marke "Invest for Jobs (Externer Link)" unterstützt die Sonderinitiative beschäftigungswirksame Investitionen von Unternehmen und fördert den Aufbau von Geschäftsbeziehungen zwischen senegalesischen und europäischen – insbesondere deutschen – mittelständischen Unternehmen. Auch werden attraktive Wirtschaftsstandorte und Wachstumsbranchen wie die lebensmittelverarbeitende Industrie und die Digitalwirtschaft gefördert. Die Sonderinitiative unterstützt darüber hinaus Hochschulen sowie Kammern und Verbände, zusammen mit deutschen Partnern praxisbezogene Ausbildungs- und Studiengänge zu schaffen. 

Ergänzend unterstützt ein Programm der technischen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) junge Erwachsene in strukturschwachen Regionen dabei, attraktive Berufsprofile und nachhaltige Geschäftsmodelle und damit Zukunftsperspektiven im eigenen Land zu entwickeln. Bisher haben mehr als 22.000 Menschen an diesen Maßnahmen teilgenommen. 

Neue Beschäftigungschancen soll auch ein Vorhaben zur Hochschulbildung schaffen, das 2016 gestartet wurde und schrittweise auf die Berufsbildung ausgeweitet wird. Es werden praxisrelevante Studiengänge zu erneuerbaren Energien und nachfrageorientierte Fortbildungsangebote entwickelt, außerdem werden die unternehmerischen Fähigkeiten der Studierenden gestärkt.