Zusammenarbeit konkret: Niger Ernährung sichern, Grundversorgung gewährleisten

In der Region Tillabéri im Westen Nigers hat es seit Jahren kaum geregnet. Die Dürre bedroht nicht nur die Trinkwasserversorgung, sondern auch den Ackerbau und die Viehwirtschaft. Sie hat dadurch Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit des gesamten Landes.

Hirse ist ein Hauptnahrungsmittel in Niger

Hirse ist ein Hauptnahrungsmittel in Niger

Hirse ist ein Hauptnahrungsmittel in Niger

Mit einem weiteren Problem ist der Westen Nigers durch die schwierige politische Situation im Nachbarland Mali konfrontiert. Sie wirkt sich auf die Sicherheit in den Grenzregionen Tillabéri und Tahoua aus und führt zu Migrationsbewegungen in Richtung Niger. Zudem kehren viele Menschen aus Libyen in die Region Tahoua zurück, die in früheren Jahren dorthin abgewandert waren. Für viele von ihnen ist es schwierig, sich wieder in die Gesellschaft und das Berufsleben einzugliedern.

West-Tahoua und Nord-Tillabéri gehören zu den fünf Regionen, denen sich die Sahel-Allianz besonders widmen will, um dort Entwicklung und Stabilität zu verbessern und das Vertrauen in den Staat zu erhöhen. Um die Bevölkerung in diesem Gebiet besser unterstützen zu können, strebt die Sahel-Allianz eine verbesserte Zusammenarbeit der Geber an.

In einem gemeinsamen Vorhaben engagieren sich Deutschland und die EU, um den Dialog zwischen der lokalen Bevölkerung, den Migranten und den Rückkehrern zu fördern und um die Grundversorgung für alle Menschen vor Ort zu sichern. Dazu zählen der Zugang zu Trinkwasser, Bildung und Gesundheitsversorgung.

Sandsturm in der Tillaberi-Region, Niger

Sandsturm in der Tillaberi-Region, Niger

Sandsturm in der Tillaberi-Region, Niger

Wichtig ist, dass die nigrische Bevölkerung auch weiterhin ihre Ernährung durch eigene Produkte sichern kann. Dazu muss sich die Landwirtschaft an die zunehmende Trockenheit anpassen. Deutschland unterstützt darum die Bauern in Tillabéri beim Anlegen von Kleinbewässerungsterrassen. Solche an die örtlichen Verhältnisse angepassten Terrassen machen die Feldbewirtschaftung weitgehend unabhängig von Regenfällen.