Regenwald am Amazonas in Peru

Schwerpunkt Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen Tropenwald durch nachhaltige Forstwirtschaft schützen

Peru verfügt über die zweitgrößte Fläche an tropischem Regenwald in Südamerika. Er bietet nicht nur für viele Menschen eine Lebensgrundlage, sondern ist auch für das globale Klima von großer Wichtigkeit.

Perus Entwicklungspfad und sein wirtschaftlicher Erfolg muss stärker als bisher die Dimensionen ökologischer Nachhaltigkeit berücksichtigen. Die zunehmende Verstädterung und der Klimawandel beeinträchtigen die Umweltbedingungen vor Ort und weltweit.  Der Schutz globaler öffentlicher Güter wie des Klimas ist daher ein zentraler Aspekt der deutsch-peruanischen Zusammenarbeit. Das deutsche Engagement konzentriert sich auf das Management von Schutzgebieten, den Waldschutz, die Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft und das Ressourcenmanagement sowie auf Umweltpolitik und Umweltstandards.

Dabei geht es zum Beispiel darum, die Wettbewerbsfähigkeit der peruanischen Forstproduktion zu steigern. Dazu soll der illegale Handel mit Tropenholz bekämpft werden und der Anteil des zertifizierten Holzes aus nachhaltiger Bewirtschaftung soll wachsen. Um das zu erreichen und um nachhaltige Wertschöpfungsketten in der Forstwirtschaft auszubauen, arbeiten Deutschland und Peru auch im Bereich der Berufsbildung für den Forst- und Holzsektor zusammen.

Geografischer Schwerpunkt des deutschen Engagements ist die Tropenregion Ucayali. Deutschland berät auch das peruanische Umweltministerium und die 2014 gegründete nationale Forstbehörde SERFOR, um die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Forstwirtschaft zu verbessern.

Schutzgebiete

Derzeit sind mehr als 17 Prozent des Landes als Schutzgebiet ausgewiesen. Deutschland unterstützt das peruanische Schutzgebietssystem, indem es zum Beispiel die Infrastruktur in Nationalparks finanziert, die Verwaltung von Schutzgebieten und Pufferzonen verbessert und die nachhaltige Finanzierung von Schutzgebieten fördert. Neben der Zentralregierung unterstützt Deutschland auch mehrere Regionalregierungen dabei, Fachwissen für das Management natürlicher Ressourcen und alternative Entwicklungsmodelle für die lokale Bevölkerung aufzubauen.