Justizpalast in Lima, Sitz des obersten Gerichtshofs in Peru

Schwerpunkt Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung Bürgernahe Verwaltung aufbauen

Die Modernisierung der Verwaltungsstrukturen des Landes hat mit der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung Perus nicht Schritt gehalten. Trotz des seit 2002 laufenden Demokratisierungsprozesses und zahlreicher Reformen leiden staatliche Institutionen noch unter Ineffizienz und unter mangelnder Akzeptanz durch die Bevölkerung. Deutschland unterstützt die peruanische Regierung dabei, den Staat grundlegend zu modernisieren und die Leistungsfähigkeit seiner Institutionen zu erhöhen.

Die Zusammenarbeit hat das Ziel, den Zugang der ärmeren Bevölkerungsgruppen zu effizienten öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern.  Um dies zu erreichen, arbeitet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene sowie mit der Zivilgesellschaft zusammen.

Im Mittelpunkt stehen wichtige Reformprozesse in den Regionen, etwa die Verbesserung des ergebnisbasierten öffentlichen Finanzmanagements, die Umstrukturierung von Sozialprogrammen und die Bereitstellung von sozialen Leistungen. Das deutsche Engagement trägt dazu bei, die Transparenz öffentlichen Handelns in Peru zu erhöhen und staatliche Kontrollmechanismen zu stärken.

Im Rahmen dieses Schwerpunkts der Zusammenarbeit mit Peru förderte die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auch den Aufbau einer nationalen Gedenkstätte für die Opfer des internen bewaffneten Konflikts zwischen 1980 und 2000. Sie soll zur Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse dieser Zeit beitragen. Der "Ort der Erinnerung, der Toleranz und der Sozialen Inklusion" wurde im Dezember 2015 eröffnet.

Soldaten der peruanischen Ehrengarde in Lima

Soldaten der peruanischen Ehrengarde in Lima

Soldaten der peruanischen Ehrengarde in Lima